Die Geschichte von Fernando Tarapow vereint Navigation, Bildung und Umweltschutz in einem einzigen Werdegang. Nach mehr als vier Jahrzehnten auf See gelang es dem ehemaligen Mitglied der argentinischen Marine, der erste Argentinier zu werden, der für die Shackleton-Medaille nominiert wurde, die internationale Anerkennung, die diejenigen auszeichnet, die aktiv für den Schutz der Arktis und der Antarktis arbeiten.
Derzeit arbeitet Tarapow als Polarexpeditionsführer, Universitätsprofessor und Spezialist für Antarktisrecht. Hinter diesem Werdegang steht jedoch eine persönliche Entwicklung, die durch Jahre des Studiums, Reisen und Umweltengagements geprägt ist.
Die Nominierung entstand durch eine irische Kollegin, die Expeditionen mit ihm teilte und ihn aufgrund seiner Arbeit zur Aufklärung und Verteidigung der polaren Ökosysteme vorschlug. Der Argentinier hat bereits die erste Auswahlrunde überstanden und gehört zur internationalen „Longlist“ des Preises.

Eine tiefe Verbindung mit dem weißen Kontinent
Die Beziehung von Tarapow zur Antarktis begann während seiner Marinekarriere. Mit der Zeit verwandelte sich diese berufliche Erfahrung jedoch in eine viel tiefere Verbindung mit dem Gebiet und seiner Biodiversität.
Während seiner Reisen förderte der argentinische Führer Bildungsvorträge über globale Erwärmung, Mikroplastikverschmutzung und den Schutz emblematischer Arten wie Pinguine und Wale.
Außerdem betont er, dass jede Expedition als eine Umweltbewusstseinsmaßnahme für Reisende aus verschiedenen Teilen der Welt dient. Sein Hauptziel ist es, die ökologische Bedeutung des weißen Kontinents inmitten der globalen Klimakrise zu vermitteln.
Dieser Werdegang umfasste auch eine umfassende akademische Ausbildung. Während er weiterhin zur See fuhr, studierte er zwei Jahrzehnte lang Jura und spezialisierte sich später auf internationales Recht und Antarktisgesetzgebung.
Umweltbildung und verantwortungsvoller Tourismus in polaren Gebieten
Seit 2019 lehrt er das Fach Südatlantik und Antarktis, in dem er Themen wie Souveränität, geschützte Meeresgebiete und Erhaltung australischer Ökosysteme behandelt.
Später begann er als Führer auf Expeditionskreuzfahrten zu arbeiten, die die Antarktis und die Südgeorgischen Inseln bereisen. Dort kombiniert er maritime Erfahrung, juristisches Wissen und Umweltbildung in einem der sensibelsten Gebiete des Planeten.
Er erklärt, dass der Polartourismus zu einem positiven Werkzeug werden kann, wenn er den Respekt vor den Ökosystemen fördert und hilft, die Auswirkungen des Klimawandels auf Gletscher, Meeresfauna und australische Ozeane zu verstehen.
Gleichzeitig betont er, dass der Schutz der Antarktis eine internationale Perspektive erfordert, da die Umweltveränderungen, die auf dem Kontinent auftreten, das globale Klimagleichgewicht beeinträchtigen.

Was repräsentiert die Shackleton-Medaille?
Die Shackleton-Medaille wurde 2022 von der Stiftung ins Leben gerufen, die den Namen von Sir Ernest Shackleton trägt, einem der emblematischsten Polarforscher der Geschichte.
Die Auszeichnung zielt darauf ab, Wissenschaftler, Kommunikatoren, Anwälte, Forscher und Aktivisten zu ehren, die sich für den Umweltschutz der Arktis und der Antarktis engagieren. Die Initiative entstand hundert Jahre nach dem Tod von Shackleton, der weltweit für die Führung der Endurance-Expedition zwischen 1914 und 1917 bekannt ist.
Diese Reise blieb in der Geschichte verankert, nachdem das Schiff in den antarktischen Eismassen gefangen war und Shackleton es schaffte, die 28 Besatzungsmitglieder nach einer extremen Reise lebend zu retten.
Heute hat sich die Medaille zu einer der wichtigsten Auszeichnungen im Zusammenhang mit dem Polarschutz und der Verbreitung von Umweltproblemen in strategisch wichtigen Regionen des Planeten entwickelt.
Während er auf die endgültige Entscheidung der internationalen Jury wartet, reist Tarapow weiterhin, lehrt und fördert eine Botschaft, die sich auf die Notwendigkeit konzentriert, die Antarktis als Gebiet des Friedens, der Biodiversität und des globalen Klimagleichgewichts zu schützen.



