Río Negro: Gelbe Kardinäle gerettet und Kampf gegen den Handel mit einem der am stärksten bedrohten Vögel des Landes verstärkt

Die Rettung mehrerer Exemplare des Gelbkardinals hat erneut die Alarmglocken über den illegalen Handel mit Wildtieren in Argentinien ausgelöst. Die Vögel, die als geschützte und vom Aussterben bedrohte Art gelten, wurden in der Provinz San Juan gefunden und anschließend nach Río Negro gebracht, um dort einem Gesundheits- und Erhaltungsprozess unterzogen zu werden.

Das Gerichtsverfahren wurde aufgrund einer Anzeige der Abgeordneten Magdalena Odarda eingeleitet. Nach dieser Anzeige leitete die Generalstaatsanwaltschaft von Río Negro eine Untersuchung ein, die derzeit unter der Zuständigkeit der Staatsanwaltschaft von Viedma steht.

Während die Ermittlungen voranschreiten, versuchen die Behörden festzustellen, ob die Exemplare illegal aus Küstengebieten von hohem ökologischem Wert wie La Lobería und Punta Bermeja entnommen wurden, zwei Gebiete, die eine wichtige Biodiversität beherbergen und eine Schlüsselrolle beim Erhalt einheimischer Arten spielen.

gerettete gelbe Kardinäle
Río Negro: Gelbe Kardinäle gerettet und der Kampf gegen den Handel mit einem der bedrohtesten Vögel des Landes verstärkt.

Rettungs- und Schutzoperation für die Vögel

Im Rahmen der während der vorläufigen Untersuchung getroffenen Maßnahmen wurde eine gemeinsame Operation mit der Unterabteilung für Wildtiere von Río Negro koordiniert, um den sicheren Transport der geretteten Exemplare zu gewährleisten.

Derzeit befinden sich die Vögel in einer spezialisierten Einrichtung in General Roca, wo sie eine Quarantänezeit durchlaufen. Dort erhalten sie tierärztliche Kontrollen und technische Bewertungen, um ihren Gesundheitszustand und ihre Möglichkeiten, in die natürliche Umgebung zurückzukehren, zu bestimmen.

Anschließend werden die Spezialisten eine eventuelle Freilassung in geeigneten Umgebungen für die Art analysieren. Zu den identifizierten Orten für diese mögliche Wiedereinführung gehören die Gebiete von La Lobería und Guardia Mitre, wo noch günstige Bedingungen für ihr Überleben bestehen.

Eine emblematische Art unter ständigem Druck

Der Gelbkardinal (Gubernatrix cristata) ist einer der am stärksten bedrohten Vögel Argentiniens. Sein auffälliges Gefieder, kombiniert mit seinem bekannten Gesang, machte diese Art historisch zu einem der Hauptziele des illegalen Handels mit Wildtieren.

Allerdings ist die unbedachte Erfassung nicht die einzige Bedrohung, der sie ausgesetzt ist. Die Umwandlung natürlicher Lebensräume, das Vordringen menschlicher Aktivitäten und die Fragmentierung der Ökosysteme haben die Gebiete, in denen die Art Nahrung finden, sich fortpflanzen und Schutz suchen kann, erheblich reduziert.

Infolgedessen haben die wilden Populationen in den letzten Jahrzehnten einen starken Rückgang erlebt, was zu ihrer Aufnahme in verschiedene nationale und provinzielle Schutzprogramme geführt hat.

Río Negro: Gelbe Kardinäle gerettet und der Kampf gegen den Handel mit einem der bedrohtesten Vögel des Landes verstärkt.

Warum werden Gelbkardinäle illegal gefangen?

Der Hauptgrund für die illegale Erfassung von Gelbkardinälen hängt mit der Nachfrage auf illegalen Märkten für Singvögel zusammen. Ihre melodische Stimme und ihr markantes Aussehen machen sie zu sehr geschätzten Exemplaren für Sammler und Händler.

Außerdem suchen einige Käufer diese Vögel, um sie als Ziertiere in Gefangenschaft zu halten, ohne die Auswirkungen zu berücksichtigen, die diese Praxis auf die immer kleiner werdenden natürlichen Populationen hat.

Darüber hinaus fördert der hohe wirtschaftliche Wert, den sie auf illegalen Märkten erreichen können, die Aktivität von Wilderern und Handelsnetzwerken, die in verschiedenen Provinzen operieren und die Erhaltungsbemühungen ernsthaft beeinträchtigen.

Erhaltung und Kontrolle zum Schutz der Biodiversität

Die Untersuchung schreitet auch in Bezug auf ein mutmaßliches Netzwerk von Besitz und illegalem Handel mit geschützten Wildtieren in San Juan voran. Nach den ersten Hinweisen könnte eine der mit dem Verfahren verbundenen Personen in Viedma wohnhaft sein, was Verbindungen zwischen verschiedenen Punkten des Landes herstellen könnte.

In der Zwischenzeit arbeiten die Umweltorganisationen weiterhin mit der Justiz zusammen, um Beweise zu sammeln, die es ermöglichen, Verantwortlichkeiten zu identifizieren und das Ausmaß der möglichen Verstöße gegen das nationale Gesetz 22.421 über den Schutz der Fauna und die geltenden provinziellen Vorschriften zu bestimmen.

Dieser Fall hebt erneut die Bedeutung der Stärkung der Kontrollen hervor, den illegalen Handel mit Wildtieren zu bekämpfen und emblematische Arten zu erhalten, deren Überleben in hohem Maße von der effektiven Erhaltung der Ökosysteme abhängt, in denen sie noch existieren können.

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