Der Waldbrand in Cafayate wurde durch den Zonda-Wind wieder entfacht und hat bereits etwa 200 Hektar einheimischer Wälder in den Valles Calchaquíes betroffen. Die Brandherde konzentrieren sich in der Nähe der Nationalstraße 68, in der Umgebung des örtlichen Flugplatzes.
Freiwillige Feuerwehrleute und die Provinzielle Forstbrigade bekämpfen die Flammen, während das Sicherheitsministerium von Salta den Einsatz verstärkt hat und der Zivilschutz die nationale Alarmbereitschaft aktiviert hat. Die Bundesagentur für Notfälle (AFE) unterstützt mit einem 3.000-Liter-Turboprop-Löschflugzeug und nationalen Brigadisten.
Ungünstige Wetterbedingungen
Der Leiter der Freiwilligen Feuerwehr von Cafayate, Gabriel Domingo, erklärte, dass die Windböen über 70 km/h erreichten, was die Ausbreitung des Feuers begünstigte.
Obwohl der Umweltschaden erheblich ist, haben die kühleren Bedingungen der letzten Tage eine teilweise Eindämmung der Flammen ermöglicht.
Hauptursachen für Waldbrände in Argentinien
Die Waldbrände im Land sind eine wiederkehrende sozio-ökologische Krise, wobei 95% der Brandherde durch menschliches Handeln verursacht werden:
- Menschliches Handeln: schlecht gelöschte Lagerfeuer, Zigarettenkippen, Abbrennen von Grasland und Abholzung.
- Immobilienspekulation: absichtlich gelegte Brände, um Grundstücke zu räumen und zu verkaufen.
- Klimakrise: langanhaltende Dürren, hohe Temperaturen und starke Winde, die die Ausbreitung erleichtern.
- Strukturelle Faktoren: Fehler in der Stromversorgung und die Verbreitung von exotischen Kiefern, die hochentzündlich sind.

Am stärksten gefährdete Gebiete
- Anden-Patagonien (Chubut, Río Negro, Neuquén): Großbrände, die geschützte Gebiete wie den Nationalpark Los Alerces betreffen.
- Zentrum des Landes (Córdoba): kritische Jahreszeiten mit Hunderttausenden von Hektar zerstörtem einheimischen Wald.
- Delta des Paraná (Entre Ríos, Santa Fe, Buenos Aires): Brände in Feuchtgebieten, die zur Vorbereitung von Weiden gelegt werden, mit giftigen Rauchschwaden, die nahegelegene Städte beeinträchtigen.
Rechtlicher Rahmen und Herausforderungen
- Feuermanagementgesetz: verbietet die Änderung der Bodennutzung in abgebrannten Gebieten für 30 bis 60 Jahre, um Immobilienspekulation zu verhindern.
- Waldgesetz: verlangt eine territoriale Ordnung, obwohl Organisationen den Mangel an Mitteln und unzureichende Umsetzung anprangern.
- Mangel an Ressourcen: Experten fordern mehr Investitionen in Prävention, mehr Brigadisten und Ausrüstung für den Nationalen Dienst für Feuermanagement.
Der Brand in Cafayate spiegelt die Fragilität der Ökosysteme angesichts der Kombination von menschlicher Fahrlässigkeit, Klimakrise und strukturellem Präventionsmangel wider.
Die sofortige Reaktion mit Brigadisten und Löschflugzeugen ist entscheidend, aber die wahre Herausforderung besteht darin, nachhaltige öffentliche Politiken zu entwickeln, die Prävention, Bürgerbildung und die Wiederherstellung einheimischer Wälder priorisieren.



