Influencer wegen Tierquälerei in Necochea angezeigt: Ein veröffentlichtes Video löste Empörung aus

Ein Influencer, der sich in sozialen Netzwerken als Tierliebhaber zeigte, wurde wegen Tiermisshandlung angezeigt, nachdem er dabei gefilmt wurde, wie er seine Hunde im Miguel Lillo Park in Necochea brutal schlug.

Der Vorfall wurde von den Kameras des Überwachungszentrums (COM) der Gemeinde aufgezeichnet. In dem Video ist zu sehen, wie der Beschuldigte seinen Haustieren Schläge, Tritte und Peitschenhiebe mit der Leine verabreicht, obwohl er auf seinem Instagram-Profil angeblich liebevolle Botschaften über sie teilte.

Die Strafanzeige

Die lokalen Behörden verbreiteten die Bilder und reichten eine Anzeige wegen Verstoßes gegen das Nationale Gesetz 14.346 ein, das Tiermisshandlung und Tierquälerei bestraft. Nun wird die Justiz die entsprechende Strafe festlegen.

Die Verbreitung des Falls löste gesellschaftliche Ablehnung aus und mobilisierte Tierschutzorganisationen, die zu einem Protestmarsch vor der Staatsanwaltschaft aufriefen, um die „höchstmögliche Strafe“ gegen den Beschuldigten zu fordern. Nachdem das Video bekannt wurde, schloss der Mann alle seine Konten in sozialen Netzwerken.

Tiermisshandlung
Aufnahme des Videos, das in sozialen Netzwerken kursiert, in dem die Misshandlungen zu sehen sind.

Was das Gesetz 14.346 sagt

Das nationale Gesetz schützt alle Tiere und betrachtet folgende Handlungen als Misshandlung:

  • Keine ausreichende Nahrung oder Wasser geben.
  • Schläge oder Schmerzen mit Bestrafungsinstrumenten zufügen.
  • Übermäßige Arbeit ohne Ruhepausen.
  • Körperteile ohne gesundheitliche Rechtfertigung verstümmeln.
  • Operationen ohne Betäubung durchführen.
  • Drogen ohne medizinischen Zweck verwenden.

Die vorgesehenen Strafen reichen von 15 Tagen bis zu 1 Jahr Gefängnis.

Lokale Geldstrafen und Sanktionen

In der Stadt Buenos Aires gibt es neben dem nationalen Gesetz ergänzende Sanktionen:

  • Geldstrafen von bis zu $8.000.000 für unverantwortliche Tierhalter.
  • Geldstrafen von bis zu $5.400.000 für Hundesitter.
  • Öffentliches Register von Tierquälern, das das Zusammenleben oder Arbeiten mit Tieren verbietet.

Wie man Fälle von Tiermisshandlung meldet

Tiermisshandlung ist ein Straftatbestand und jeder kann dies kostenlos melden:

  • Polizeistation: die Anzeige bei der nächstgelegenen erstatten.
  • Staatsanwaltschaft oder UFI: wenn die Polizei die Anzeige nicht aufnimmt, zur Funktionalen Untersuchungseinheit gehen.
  • Gericht: kann auch dort eingereicht werden.
  • Nützliche Telefonnummern: 911 oder 0800-333-47225 (FISCAL) anrufen, die Leitung der Staatsanwaltschaft in CABA.

Der Fall des Influencers aus Necochea zeigt den Widerspruch zwischen dem öffentlichen Image und der Realität der Tiermisshandlung.

Die Strafanzeige und die gesellschaftliche Mobilisierung unterstreichen die Bedeutung der Anwendung des Gesetzes 14.346 und der Förderung einer Kultur des Respekts gegenüber Tieren. Die Justiz muss ein klares Präzedenzfall schaffen, um zu verhindern, dass sich solche Vorfälle wiederholen.

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