Super Niño 2026: Höchste Alarmstufe in Argentinien wegen möglichem beispiellosen Anstieg des Paraná-Flusses

Der Norden der Provinz Buenos Aires befindet sich in Alarmbereitschaft angesichts der meteorologischen Prognosen, die das Eintreffen eines Super Niño vorhersagen.

Der Bürgermeister von Zárate, Lisandro Matzkin, warnte im Gespräch mit dem Portal Corré la Voz vor einem möglichen historischen Anstieg des Paraná-Flusses, mit Pegelständen, die seit über 30 Jahren nicht mehr registriert wurden.

Die Gemeinde arbeitet bereits an einem Präventionsplan zusammen mit Sicherheits- und Streitkräften, um Hilfs- und Evakuierungseinsätze zu koordinieren. Das Ausmaß des Phänomens bereitet Sorgen wegen der Wassermassen, die sich durch das Paraná-Becken bewegen könnten, was drastische Maßnahmen zur Lebensrettung erforderlich machen könnte.

Historische Vergleiche

Experten wie Rodrigo Rodríguez Tornquist weisen darauf hin, dass diese Episode ausgeprägter ist als die von 1997 oder 2015 und nur mit der von 1877-1878 vergleichbar ist.

Während eine traditionelle El Niño-Anomalie zwischen 2 und 3 Grad über dem Normalwert liegt, berichten die aktuellen Modelle von Gebieten mit Anomalien zwischen 5 und 7 Grad, ein Szenario, das als „überzeugend“ und „herausfordernd“ bezeichnet wird.

Unsicherheit und wissenschaftlicher Konsens

Obwohl mehr als 30 Modelle das Phänomen bestätigen, ist noch unklar, wo es am stärksten auftreten wird. Der Wasserressourceningenieur Hugo Rorman erklärte, dass erst im Juli oder August eine Klarheit darüber herrschen wird, welche Gebiete die stärksten Regenfälle erleben werden: die feuchte Pampa, das argentinische Litoral oder die Becken in Brasilien und Paraguay.

Trotz der Unsicherheit sind die Statistiken eindeutig: 90% dieser Phänomene führen zu großen Niederschlägen oder außergewöhnlichen Anstiegen des Paraná. Es wird geschätzt, dass der Höhepunkt des Einflusses zwischen Oktober und Februar zu spüren sein wird, was eine Überprüfung der Entwässerungssysteme, Kanäle und Pumpstationen erforderlich macht.

Internationale Warnungen

Die NOAA (Nationale Ozean- und Atmosphärenbehörde der USA) warnte, dass El Niño zu einem der intensivsten registrierten Ereignisse werden könnte. Die Wahrscheinlichkeit, dass es die Kategorie „sehr stark“ erreicht, stieg von 63% auf 81% für den Zeitraum von Oktober bis Dezember.

Dieses Phänomen zeichnet sich durch einen Anstieg der Temperaturen im äquatorialen Pazifik aus, die mehrere Monate lang 0,5°C über dem Durchschnitt liegen müssen. Die NOAA überwacht auch atmosphärische Muster, die seine Präsenz bestätigen.

Super Niño
Der Super Niño sorgt in mehreren Teilen Argentiniens für Besorgnis.

Erwartete Auswirkungen

Historisch gesehen erhöhen starke El Niño-Ereignisse die Niederschläge im Plata-Becken. Die am stärksten betroffenen Provinzen könnten Entre Ríos, Santa Fe, der Osten von Córdoba und der Norden von Buenos Aires sein, sowie Uruguay, Paraguay und der Süden Brasiliens.

Die Regenfälle würden sich in Form von intensiven Stürmen und Flussanstiegen im Frühling und Sommer präsentieren. Obwohl sie nach Jahren des Wassermangels den Sommeranbau begünstigen könnten, würden sie auch Risiken mit sich bringen:

  • Städtische und ländliche Überschwemmungen.
  • Logistische Komplikationen.
  • Produktionsverluste.

Die Vorgeschichte zeigt, dass eine einzige Episode positive Auswirkungen auf einige landwirtschaftliche Regionen haben und in anderen, insbesondere in der Pampa-Region, erhebliche Schäden verursachen kann.

Zusätzliche Risiken

Eines der größten Risiken ist der Einfluss auf die Becken der Flüsse Paraná und Uruguay, wo die Regenfälle im Süden Brasiliens die Wassermengen erhöhen und saisonale Anstiege bis März oder April verursachen könnten, selbst nachdem El Niño beginnt, sich abzuschwächen.

Die NOAA warnte auch, dass sich diese Episode in einem Kontext von Rekord-Ozeantemperaturen entwickelt, was extreme Phänomene wie Hitzewellen und schwere Stürme intensivieren könnte.

Der „Super Niño“ 2026 stellt eine historische Herausforderung für die Region dar. Die Empfehlung der Spezialisten ist klar: sich nicht von der Angst lähmen lassen, sondern sich mit Präventionsmaßnahmen und interinstitutioneller Koordination vorbereiten.

Das Ausmaß des Phänomens könnte die klimatischen Aufzeichnungen der Provinz neu definieren und einen Wendepunkt im Wasserrisikomanagement des Landes markieren.

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