Bei einer nächtlichen Kontrolle auf der Nationalstraße Nr. 25 stoppte die Polizei von Gaiman, Chubut, nach einer Verfolgungsjagd über mehrere Kilometer drei Wilderer in einem Pickup.
Die Insassen versuchten mit hoher Geschwindigkeit zu entkommen, wurden jedoch von den Patrouillen eingekreist. Bei der Durchsuchung des Fahrzeugs entdeckten die Beamten eine illegale Ladung von 1.000 Kilo geschlachtetem Fleisch und ein Waffenarsenal.
Die beschlagnahmte Ladung
Das illegale Schlachten umfasste geschützte Arten und Haustiere:
- Guanako: 16 Lenden, 15 Keulen, 11 Schultern und 5 Filets.
- Nandu (Choique): 2 Keulen ohne gesundheitliche Konservierung.
- Pferd: 8 Keulen, 6 Schultern, 6 Lenden, 3 Rippen, ein Flanksteak und ein Filet.
Das gesamte Fleisch war unter schmutzigen Planen und schwarzen Plastikfolien versteckt, ohne Stempel von zugelassenen Kühlhäusern oder tierärztliche Zertifikate, was ein Risiko für die öffentliche Gesundheit darstellte.
Das gefundene Arsenal
Im Fahrzeuginneren wurde ein wahres Arsenal gefunden:
- Präzisionsgewehre mit Zielfernrohren für die Nachtjagd.
- 5 Metzgermesser, ein Wetzstahl und eine Zange.
- Ein Lederriemen und blutige Handschuhe.
Die Insassen hatten keine Waffenscheine oder Jagderlaubnisse, was zu ihrer sofortigen Festnahme und zur Eröffnung von Strafverfahren wegen Verstoßes gegen die Gesetze zum Schutz der Wildtiere führte.

Umwelt- und soziale Auswirkungen
Die Wilderei von Guanakos und Nandus verursacht einen irreparablen Schaden in der patagonischen Steppe. Diese Arten erfüllen wichtige ökologische Funktionen:
- Das Guanako ist ein Samenausbreiter und ein grundlegendes Glied in der Nahrungskette.
- Der Nandu trägt zum Gleichgewicht der Graslandschaften bei und ist Teil des natürlichen Erbes der Region.
Landwirte und Umweltgruppen warnten, dass diese Praktiken das Ökosystem verändern und den illegalen Fleischhandel fördern.
Rechtsrahmen und Sanktionen
Die Strafen für Wilderei in Chubut umfassen:
- Geldstrafen, die von der Direktion für Flora und Fauna verhängt werden, berechnet in Modulen gemäß dem Gesetz XI Nr. 10.
- Beschlagnahme von Ausrüstung: Waffen, Patronen, Messer, Fleisch und benutzte Fahrzeuge.
- Gefängnis: bis zu 2 Jahre gemäß dem Nationalen Gesetz 22.421 zum Schutz der Wildtiere.
- Organisierte Netzwerke: Die Strafe kann auf 5 Jahre erhöht werden, einschließlich Anklagen wegen krimineller Vereinigung und illegalem Waffenbesitz.
Verstärkung der Kontrollen
Das Sicherheitsministerium von Chubut kündigte an, die Kontrollen an den Zufahrtsstraßen zu verstärken, um den illegalen Fleischhandel zu unterbinden. Diese Operationen zielen darauf ab, die Wildtiere zu schützen und die Lebensmittelsicherheit der Bevölkerung zu gewährleisten.
Wo melden?
Um Fälle von illegaler Jagd oder verdächtige Aktivitäten zu melden:
- Polizei von Chubut: Notdienste oder Abteilung für ländliche Sicherheit.
- Staatsanwaltschaft: Lokale Staatsanwaltschaften, die für Strafanzeigen zuständig sind.
Die Operation in Gaiman zeigt das Ausmaß des Problems der Wilderei in Patagonien auf.
Die Festnahme von drei Jägern mit einer Tonne illegalem Fleisch und einem Waffenarsenal verdeutlicht die Notwendigkeit, Kontrollen zu verstärken, beispielhafte Sanktionen zu verhängen und den Schutz emblematischer Arten wie des Guanako und des Nandu zu fördern.



