Am Mittwoch fand in der Legislatur der Stadt Buenos Aires ein Treffen zur Verteidigung der Tiere mit Vertretern aus dem juristischen und akademischen Bereich, Tierschutzorganisationen und Rettungskräften statt, um die Reichweite der Verordnung 41.831 zu analysieren und vor den Folgen einer möglichen Aufhebung zu warnen.
Die Veranstaltung wurde von dem Abgeordneten Emmanuel Ferrario, dem Autor des Gesetzes Huellas, initiiert, um einen Raum für Reflexion zusammen mit denen zu schaffen, die täglich in der Verteidigung und dem Schutz von Tieren arbeiten. „Tiere sind Teil von Tausenden von Familien in Buenos Aires. Wir brauchen eine Stadt, die diese Realität unterstützt, nicht eine, die sie im Stich lässt“, sagte Ferrario zur Eröffnung.
Stimmen des Treffens
Unter den Teilnehmern waren Ricardo Bomparola, Carlos Rolero, Vicky Montenegro, Marcelo Chumbita — ein Experte im Tierrecht —, Liz Solari von Sintientes und Vertreter von Rettungsorganisationen.
- Ricardo Bomparola: „Die Abgeordneten von 1987 waren visionär. Heute müssen wir die Verordnung verbessern und stärken, aber nicht aufheben“.
- Loli Basaldua, Gründerin von Pichichos al Rescate: „Die Gesetze sagen, welche Stadt wir sein wollen. Wenn wir diese Verordnung aufheben, welche Botschaft senden wir dann?“.
- Liz Solari: „Wenn Sie etwas aufheben wollen, seien Sie bereit, etwas Besseres anzubieten“.
Das Treffen vereinte Perspektiven aus dem Recht, dem Tierschutz und der territorialen Erfahrung von Menschen, die mit Tieren in prekären Situationen arbeiten.

Aktueller parlamentarischer Konflikt
Im Juni 2026 brachte die Stadtregierung ein Projekt zur normativen Vereinfachung ein, das die Aufhebung dieser Verordnung beinhaltete.
Der Vorschlag löste eine starke Gemeinschaftsmobilisierung und die Ablehnung von Aktivisten aus. Angesichts der Forderungen zogen die legislativen Blöcke zurück und verpflichteten sich, sie in Kraft zu halten, während an überlegenen Gesetzen gearbeitet wird.
Gesetz Huellas und Agenda zum Tierschutz
Das Treffen ist Teil der Arbeit, die durch das Gesetz Huellas gefördert wird, das darauf abzielt:
- Den Tierschutz zu stärken.
- Verantwortungsvolle Tierhaltung zu fördern.
- Rettungskräfte und Organisationen zu unterstützen, die täglich mit Tieren in prekären Situationen arbeiten.
Die Verordnung 41.831 bleibt schließlich in Kraft und wird als Säule der veterinärmedizinischen öffentlichen Gesundheit und des Tierrechts in der Stadt Buenos Aires bekräftigt.
Die Debatte in der Legislatur von Buenos Aires am Donnerstag, den 11. Juni, zeigte die Stärke einer Gemeinschaft, die sich dem Tierschutz verschrieben hat, und machte deutlich, dass jeder Versuch einer Aufhebung von überlegenen Vorschlägen begleitet werden muss, die eine verantwortungsvollere und solidarischere Stadt gewährleisten.
Bedeutung der Verordnung 41.831
Verabschiedet im Jahr 1987, wird die Verordnung als zentrales Instrument zur Gewährleistung von Schutz-, Präventions- und Pflegepolitiken für Tiere in der Stadt angesehen. Ihre Hauptachsen umfassen:
- Verbot von Zuchtbetrieben: rechtliche Grundlage zur Bekämpfung illegaler Hundezuchtbetriebe.
- Impfkampagnen: obligatorischer Rahmen für kostenlose Tollwutimpfungen.
- Sterilisationspläne: regelt Massenkastrationen zur Kontrolle der Tierpopulation.
- Offizielle Register: schafft das städtische Register für Tierärzte und Haustiere.
- Bisskontrolle: 10-tägige Beobachtungsprotokolle für Tiere, die im Verdacht stehen, Tollwut zu haben, koordiniert vom Institut Pasteur.



