Die von Greenpeace inszenierte Intervention vor dem Obelisken versammelte Dutzende von Menschen, die von einem Turm aus Eisblöcken überrascht wurden. Die Struktur imitierte ein großes Spiel aus instabilen Teilen und trug oben ein Schild mit der Aufschrift: „Sie spielen mit dem Wasser aller. Das Gletschergesetz wird nicht angetastet.“
Ziel der Aktion war es, vor den Folgen zu warnen, die eine Lockerung eines als entscheidend angesehenen Gesetzes für den Schutz von Süßwasser in Argentinien hätte. Die Initiative brachte die Debatte über die Integrität der Ökosysteme in den Hochgebirgen in einem Kontext des beschleunigten Gletscherrückgangs erneut auf.
Die Umweltschutzorganisation betonte, dass jede gesetzliche Änderung, die die aktuellen Grenzen schwächt, wesentliche Wasserreserven gefährden und zudem extraktive Aktivitäten in Gebieten begünstigen würde, in denen sie derzeit verboten sind.

Eine strategische Norm für die Wassersicherheit
Das Gletschergesetz sieht den Schutz von Gletschern und periglazialen Gebieten vor, die als natürliche Wasserreserven fungieren und die Flussläufe regulieren. Seine Einhaltung ist entscheidend, um die Wasserverfügbarkeit in Regionen zu erhalten, in denen das Schmelzwasser das Leben von Gemeinschaften, Ökosystemen und produktiven Aktivitäten unterstützt.
Umweltschützer warnen, dass Eingriffe in diesen Gebieten das natürliche Wassersystem verändern, das Gleichgewicht der Einzugsgebiete beeinträchtigen und zusätzlichen Druck auf bereits durch die Klimakrise gefährdete Gebiete ausüben würden.
Sie betonen außerdem, dass das geltende Gesetz eine Unterstützung für die internationalen Umweltverpflichtungen des Landes und ein unverzichtbares Instrument ist, um irreversible Schäden zu vermeiden.
Ein dringender Appell, Rückschritte zu stoppen
Die Aktion im Herzen von Buenos Aires diente als Erinnerung an die Fragilität der Andenökosysteme und an die Bedeutung der Aufrechterhaltung von Politiken, die die Erhaltung priorisieren. Laut Greenpeace würde eine Schwächung des Gesetzes die Ausweitung von Projekten erleichtern, die ein hohes Risiko für die Wasserquellen darstellen, die Millionen von Menschen versorgen.
Für die Organisation ist der umfassende Schutz der Gletscher eine Mindestvoraussetzung, um den Auswirkungen der Klimakrise zu begegnen und die Wasserverfügbarkeit in den kommenden Jahrzehnten zu sichern.
Die Forderung konzentriert sich darauf, dass der Staat das Verbot von Aktivitäten aufrechterhält, die die Gletscher und periglazialen Gebiete beeinträchtigen könnten, die als strategisch für die Wassersicherheit des Landes gelten.

Welche Änderungen im Gletschergesetz angestrebt werden
Verschiedene in den letzten Jahren vorgeschlagene Projekte haben Änderungen vorgeschlagen, die Spezialisten und sozial-ökologische Organisationen beunruhigen. Die am meisten umstrittenen Punkte sind:
1. Neudefinition dessen, was als periglaziales Gebiet gilt
Einige Entwürfe schlagen vor, die Definition einzugrenzen, was die geschützte Fläche reduzieren und heute nicht zugängliche Gebiete für extraktive Aktivitäten öffnen würde.
2. Ausnahmen für Bergbauprojekte zulassen
Es wird vorgeschlagen, Aktivitäten in Bereichen zuzulassen, in denen Studien „geringe Auswirkungen“ nachweisen, eine Kategorie, die als vage und schwer kontrollierbar gilt.
3. Änderung der Kriterien für Inventar und Überwachung
Die Vorschläge beinhalten methodologische Überarbeitungen, die kleine oder diskontinuierliche Eiskörper ausschließen könnten, die derzeit unter Schutz stehen.
Diese Änderungen würden laut Spezialisten einen gesetzlichen Rückschritt darstellen und einen Teil der wichtigsten Wasserreserven des Landes ungeschützt lassen.
Warum das Gesetz für die Umweltzukunft entscheidend ist
Der Gletscherschutz garantiert nicht nur die Wasserversorgung in trockenen und gebirgigen Regionen. Er hilft auch, das lokale Klima zu regulieren, unterstützt eine einzigartige Biodiversität und bewahrt Landschaften, die für den nachhaltigen Tourismus wesentlich sind.
Das Gesetz wirkt als Barriere gegen Aktivitäten, die den Eisverlust beschleunigen, die Verschmutzung erhöhen und wesentliche Einzugsgebiete für das nationale Wassersystem verändern könnten.
In einem Szenario der globalen Erwärmung ist es eine der effektivsten Maßnahmen, die Gletscher intakt zu halten, um die Wasserverfügbarkeit in den kommenden Jahren zu sichern.



