Der jüngste Sturm, der die Provinzen Salta und Jujuy heimsuchte, hinterließ eine komplexe Bilanz: überlaufende Flüsse, Rettungen von Touristen, überflutete Familien und gesperrte Straßen.
Die Intensität der Regenfälle führte zu historischen Niederschlagsmengen und einem schnellen Anstieg der Wasserstände, der den Zivilschutz, die Feuerwehr und die Provinzbehörden in Alarmbereitschaft versetzte.
Vaqueros und La Caldera: Unterstützte Familien
In Vaqueros, einer Nachbargemeinde der Hauptstadt Salta, wurden fast 30 Familien unterstützt, nachdem Wasser in ihre Häuser eingedrungen war. Der Fluss Vaqueros erreichte einen historischen Pegel und näherte sich fast dem Boden der alten Metallbrücke. Anwohner und Autofahrer überquerten die Struktur mit äußerster Vorsicht, während städtisches Personal Maschinen und Strommasten vor der Strömung rettete.
In La Caldera, einem weiteren kritischen Punkt im Lerma-Tal, wurden 13 Personen gerettet in der Nähe eines Campingplatzes. Feuerwehrleute und Polizisten nutzten Seilrutschen, um die reißende Strömung des Flusses zu überqueren.
Campo Quijano und die Rettung von Touristen
In Campo Quijano wurde eine Gruppe von Touristen, die Trekking unternahmen, von der Flut des Río Blanco, einem Nebenfluss des Río Toro, eingeschlossen.
Sie wurden von Rettungsteams gerettet, in einem Einsatz, der das Ausmaß des Sturms in den Bergregionen widerspiegelte.
Soziale Unterstützung und Erhebungen
Das Gebiet von Desarrollo Social de Salta koordinierte sofortige Unterstützung für die betroffenen Familien, indem es Lebensmittel und Matratzen verteilte.
- In Vaqueros wurden 29 Familien unterstützt.
- In Tartagal erhielten 7 Familien Hilfe.
- In General Mosconi waren 10 Familien von einem Erdrutsch im Campamento Vespucio betroffen.
- In Río Piedras wurden Familien mit überfluteten Häusern begleitet.
- In Joaquín V. González wurden 23 Personen evakuiert.
- In General Güemes wurden 3 Familien unterstützt.
- In Urundel und Pichanal wurde Unterstützung für betroffene Familien geleistet.
- In Aguaray wurden 10 Familien aufgrund des Anstiegs eines Baches unterstützt.

Niederschlagsmengen
Das Niederschlagsnetz des INTA registrierte außergewöhnliche Werte:
- San Lorenzo: 106 mm.
- Station Wierna (zwischen Los Yacones und La Caldera): 112 mm.
- Campo Quijano: 75 mm.
- El Encón: 60 mm.
- Santa Apolonia (Cerrillos): 60 mm.
- Las Ceibas (Rosario de Lerma): 78 mm.
- El Naranjo (Chicoana): 80 mm.
Im Gegensatz dazu lagen die Werte in Vaqueros und der Hauptstadt Salta bei etwa 29 mm, was die ungleiche Verteilung der Niederschläge im Lerma-Tal zeigt.
Gesperrte Straßen und Hochwasserwarnung
Die Route 33 nach Cachi blieb zwischen den Kilometern 45 und 55 wegen des Anstiegs von Bächen gesperrt. Die Provinzstraße 19, Zugang zu Los Toldos, wurde ebenfalls wegen des Anstiegs des Río Bermejo geschlossen.
Das Pilcomayo-Warnsystem meldete einen sehr schnellen Anstieg in Aguas Blancas:
- Der Río Bermejo stieg von 1,97 m am 18. Januar auf 5,43 m am 19.
- In Pozo Sarmiento erreichte der Wasserstand 6,25 m.
Diese Pegelstände sind die höchsten des hydrologischen Zyklus und stellen ein hohes Risiko für die Bevölkerung von San Martín und Rivadavia dar, wo eine Warnung vor möglichen erheblichen Überflutungen in der Woche ausgegeben wurde.
Der Sturm in Salta und Jujuy hinterließ ein Bild von klimatischem Notstand: Rettungen von Touristen, evakuierte Familien, gesperrte Straßen und Flüsse auf kritischen Pegelständen.
Die schnelle Reaktion von Zivilschutz, Feuerwehr und sozialen Organisationen verhinderte größere Folgen, aber das Ereignis zeigt die Verwundbarkeit der Region gegenüber extremen Phänomenen und die Notwendigkeit, Warn- und Präventionssysteme zu stärken.



