Die Antarktis verliert 650.000 km² Meereis, was Frankreich entspricht, und sorgt für Besorgnis über extreme Hitze.

Die Antarktis hat erneut weltweite Aufmerksamkeit erregt aufgrund des alarmierenden Rückgangs ihres Meereises, einer Fläche, die der Größe Frankreichs entspricht. Dieser massive Verlust hat Besorgnis über die extreme Hitze und ihre globalen Auswirkungen geweckt.

Verlust von Meereis in der Antarktis: eine wachsende Besorgnis

Will Hobbs von der Australian Antarctic Program Partnership hat hervorgehoben, dass die Geschwindigkeit und das Ausmaß des jüngsten Abschmelzens viele frühere Vorhersagen übertreffen, wobei das Eis als riesiger Spiegel fungiert, der die Sonnenstrahlung reflektiert. Die aktuellen Satellitenaufzeichnungen zeigen jedoch eine deutlich geringere Eisausdehnung als die historischen Durchschnittswerte.

Etwa 650.000 km² Meereis befinden sich nicht an ihren üblichen Positionen gemäß dem Durchschnitt von 1991 bis 2020. Dieses Phänomen ist besonders besorgniserregend, da der Juni normalerweise ein Monat der schnellen Eisausdehnung rund um den antarktischen Kontinent ist.

Neue Studien internationaler Organisationen warnen vor einem beispiellosen Rückgang des Meereises seit Beginn der Satellitenbeobachtungen in den siebziger Jahren. Phil Reid, Meteorologe beim Australian Bureau of Meteorology, warnt, dass der Mangel an Eis die schützenden schwimmenden Plattformen schwächen könnte.

Experten sind sich einig, dass diese Reduzierung kein Einzelfall ist, sondern Teil einer tiefgreifenden Veränderung des antarktischen Klimas, die durch die globale Erwärmung angetrieben wird. Der Rückgang des Eises setzt die Ozeane einer stärkeren solaren Absorption aus, was globale Klimamuster verändert.

Will Hobbs weist auch darauf hin, dass dies das dritte Mal in vier Jahren ist, dass das südliche Meereis auf kritisch niedrigen Niveaus bleibt, was auf einen besorgniserregenden Trend jenseits der natürlichen Klimaschwankungen hinweist.

Dieser Rückgang des Eises wirkt sich auch auf das Meeresleben aus, da viele Arten auf das Eis für ihr Überleben angewiesen sind. Peter Fretwell vom British Antarctic Survey erwähnt, dass die Fauna, die vom Eis abhängig ist, wachsende Herausforderungen hat, ihre Lebenszyklen zu vollenden.

Die Situation in der Antarktis wird somit zu einem Schlüsselindikator für den Klimawandel, was die dringende Notwendigkeit betont, die Auswirkungen der globalen Erwärmung zu überwachen und zu mildern.

Compartí esta nota

Últimas noticias

Te pueden interesar
Te pueden interesar

Schimpansen und Bonobos: Ihre Freundschaften ähneln unseren mehr, als wir dachten

Eine von internationalen Primatologen durchgeführte Studie hat entdeckt, dass...

Neue Säugetierart in Córdoba entdeckt, die den ökologischen Wert der argentinischen Wälder stärkt

Eine Entdeckung in den Wäldern des Nationalparks Traslasierra in...

Britische Wissenschaftler entdecken riesigen prähistorischen Skorpion von einem Meter in 415 Millionen Jahre altem Fossil

Eine Gruppe von Wissenschaftlern aus dem Vereinigten Königreich hat...

Argentinien erzielt seinen ersten Export von Komponenten für CANDU-Kernreaktoren mit Nucleoeléctrica

In einem bedeutenden Meilenstein für die argentinische Nuklearindustrie hat...