Die Regierung von Entre Ríos arbeitet über die Dirección de Áreas Naturales Protegidas de la Secretaría de Ambiente mit dem Red Argentina de Monitoreo de Fauna Atropellada zusammen, um die systematische Erfassung von Vorfällen mit Wildtieren auf nationalen und provinziellen Straßen zu stärken.
Die Initiative zielt darauf ab, präzise und georeferenzierte Informationen über kritische Punkte zu sammeln, um wichtige Daten für die Gestaltung von Schutz- und Minderungsstrategien zu generieren.
Das Red Argentina de Monitoreo
Dieses interinstitutionelle, offene und partizipative Projekt vereint öffentliche Einrichtungen, akademische Institutionen, Organisationen und Bürger durch eine frei zugängliche mobile Anwendung. Das System ermöglicht es, Unfälle mit Wildtieren im ganzen Land zu registrieren und eine offene Datenbank zu erstellen, die das Verständnis der Auswirkungen von Straßen auf die Biodiversität erleichtert.
In Entre Ríos konzentrieren sich die Überwachungen auf strategische Verkehrskorridore, um vorrangige Abschnitte für Eingriffe zu identifizieren und konkrete Maßnahmen zur Umweltminderung zu entwickeln.
Problematik und assoziierte Faktoren
„Das Überfahren von Wildtieren ist eines der Hauptprobleme, die heute die Biodiversität beeinträchtigen“, erklärte Pablo Aceñolaza, Direktor der Áreas Naturales Protegidas. Zu den Faktoren, die das Phänomen verschärfen, gehören:
- Fragmentierung von Lebensräumen, die die Arten zwingt, häufiger Straßen zu überqueren.
- Hohe Fahrgeschwindigkeiten.
- Stetiger Anstieg des Fahrzeugverkehrs.

Minderungsmaßnahmen
Die Kartierung von Unfällen wird die Planung von Maßnahmen ermöglichen wie:
- Wildtierüberführungen und Ökodukte für die sichere Überquerung von Tieren.
- Spezielle Zäune in kritischen Bereichen.
- Geschwindigkeitsreduzierer und Radargeräte.
- Präventive Beschilderung, die an jeden Abschnitt angepasst ist.
Diese Eingriffe zielen darauf ab, die Sterblichkeit von Wildtieren zu reduzieren und schwere Verkehrsunfälle zu verhindern.
Bedeutung der Anpassung von Straßen
Die Anpassung der Infrastruktur ist entscheidend für:
- Schutz der Biodiversität: Straßen wirken als tödliche Barrieren, die Ökosysteme fragmentieren.
- Gewährleistung der Verkehrssicherheit und menschlichen Sicherheit: Die Einhaltung von Beschilderung und Geschwindigkeitsbegrenzungen schützt sowohl Tiere als auch Fahrer.
- Erhaltung gesunder Ökosysteme: Wildtiere erfüllen wesentliche ökologische Rollen wie Bestäubung und Samenausbreitung.
- Minderung von Auswirkungen: Wildtierüberführungen und Ökodukte ermöglichen den natürlichen Fluss von Arten.
Verantwortungsvolles Fahren
Neben der Infrastruktur wird die Verkehrserziehung und Verantwortung der Fahrer gefördert:
- Reduzierung der Geschwindigkeit in Schutzgebieten (maximal 60 km/h in vielen Fällen).
- Beachtung von Wildwechsel-Schildern.
- Vermeidung von Nachtfahrten in Naturgebieten, wo die meisten Unfälle passieren.
Die Initiative von Entre Ríos stellt einen strategischen Schritt in Richtung einer harmonischen Koexistenz zwischen menschlicher Entwicklung und Natur dar. Mit Überwachung, grüner Infrastruktur und Verkehrserziehung sollen Tierleben gerettet, Unfälle verhindert und die Biodiversität in einem für die argentinische Wildtierwelt wichtigen Gebiet erhalten werden.



