Mexiko wird 32 Naturschutzgebiete mit 300 Millionen Pflanzen und biokulturellen Korridoren restaurieren

Mexiko kündigte einen ehrgeizigen Plan zur Wiederherstellung von 32 geschützten Naturgebieten (ANP) durch die Pflanzung von 300 Millionen Pflanzen im Jahr 2026 an, mit Unterstützung von Landwirten des Programms Sembrando Vida.

Die Initiative zielt darauf ab, degradierte Böden wiederherzustellen, die Wasserinfiltration zu fördern, Sauerstoff zu erzeugen und Lebensräume wiederherzustellen, die für die Wildtiere wesentlich sind.

Interinstitutionelle Vereinbarung

Das Untersekretariat für produktive Inklusion und ländliche Entwicklung des Ministeriums für Wohlfahrt unterzeichnete eine Vereinbarung mit der Nationalen Kommission für geschützte Naturgebiete (Conanp). Die Vereinbarung legt gemeinsame Maßnahmen zur Wiederherstellung, Erhaltung und agroökologischen Produktion fest, mit Auswirkungen auf:

  • 32 geschützte Naturgebiete.
  • 24 Bundesstaaten und mehr als 600 Gemeinden.
  • 509 agrarische Kerne.
  • 21 Ökosystemtypen.
  • 60 freiwillig für den Naturschutz bestimmte Gebiete.

Vielfalt der Arten und Gemeinschaftsbaumschulen

Die Strategie sieht die Pflanzung von:

  • 199 einheimischen Arten.
  • 31 endemischen Arten.
  • 16 Arten, die in der NOM-059-SEMARNAT-2010 enthalten sind (Liste der gefährdeten Arten).

Die Arbeit wird mit Unterstützung von 18.505 Gemeinschaftsbaumschulen durchgeführt, die an jede Region angepasste Pflanzen bereitstellen. Diese Baumschulen produzieren nicht nur Exemplare, sondern stärken auch die lokale Wirtschaft und fördern agroökologische Praktiken.

Biokulturelle Korridore in Yucatán

In der Halbinsel Yucatán sollen 1.390 Hektar durch biokulturelle Korridore auf der Grundlage traditioneller Maya-Systeme, bekannt als Tolchés, wiederhergestellt werden. Ziel ist es, die Konnektivität zwischen Calakmul und Sian Ka’an zu fördern, was 43 Gemeinden in Campeche und Quintana Roo zugutekommt, von denen die Hälfte Maya-Gemeinden sind.

geschützte Naturgebiete
Mexiko fördert ein Projekt für geschützte Naturgebiete mit der Pflanzung von 300 Millionen Pflanzen im Jahr 2026.

Kontext der Entwaldung

Laut Daten der Conafor verlor Mexiko zwischen 2001 und 2023 4,6 Millionen Hektar Wald, von denen Quintana Roo, Yucatán und Campeche 25% ausmachen.

Dieser Plan zielt darauf ab, diesen Trend umzukehren und einen Teil des abgeholzten Gebiets zurückzugewinnen, indem Naturschutz mit ländlicher Entwicklung integriert wird.

Vorteile für die Tierwelt

Die Wiederherstellung wird die Erhaltung von Routen und Lebensräumen emblematischer Arten fördern, wie:

  • Jaguar.
  • Zimtelfe.
  • Amerikanischer Weißpelikan.
  • Buntbürzel.
  • Schwalbenweih.
  • Kleiner Schwarzadler.
  • Schwarzbrüllaffe.
  • Pátzcuaro-Axolotl.
  • Baumfrosch.
  • Flachschwanz-Schlange.

Ein umfassender Einsatz

Das Programm Sembrando Vida zielt darauf ab, dass produktive Aktivitäten unter Einhaltung der Vorschriften der ANP durchgeführt werden, indem der agroökologische Übergang, die Erhaltung biokultureller Landschaften und die Stärkung der ländlichen Lebensgrundlagen gefördert werden. Die Unterstaatssekretärin Columba Jazmín López Gutiérrez betonte, dass Schulung und technische Beratung entscheidend sein werden, damit die Pflanzer die Richtlinien einhalten und zur besseren Erhaltung der Natur beitragen.

Das Restaurierungsprojekt von 32 ANP in Mexiko stellt eine umfassende Verpflichtung für die Biodiversität, Kultur und Klimawiderstandsfähigkeit dar. Durch die Kombination von Wissenschaft, Tradition und Gemeinschaftsbeteiligung soll nicht nur degradierte Ökosysteme wiederhergestellt, sondern auch die ländlichen Lebensgrundlagen gestärkt und die ökologische Konnektivität in Schlüsselregionen des Landes gewährleistet werden.

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