Nicht stillgelegte Ölquellen: Verschüttungen in Aguaragüe entfachen erneut Umwelt- und Arbeitsalarm im Norden von Salta

Die kontaminierenden Lecks eines inaktiven Vorkommens im Gebiet Aguaragüe, im Yungas-Gebiet von Campamento Vespucio (General Mosconi), rückten erneut die Ölquellen ohne endgültige Stilllegung in den Mittelpunkt der Debatte. Der Abgeordnete Nicolás Arce aus dem Departement San Martín nahm Bodenproben, die im Labor Yaculab in Tartagal analysiert werden, um die Zusammensetzung der Austritte und deren Umweltauswirkungen zu bestimmen.

Dieser Vorfall reiht sich in andere schwerwiegende Vorfälle ein: Der Brunnen LO-X10 in Lomas de Olmedo, seit den achtziger Jahren inaktiv, ist seit fast drei Jahren außer Kontrolle mit Lecks, die Böden, Grundwasserleiter, Flora, Wildtiere und Nutztiere beeinträchtigen.

Vorgeschichte ähnlicher Katastrophen

  • Puesto Guardián (MDT-14): gewaltsame Ausbrüche von Kohlenwasserstoffen im Jahr 2006, Versiegelung erst 2012 nach sechs Jahren Arbeit und Kosten von 30 Millionen Dollar, die von YPF übernommen wurden.
  • Privatisierung von 1991: Das Gebiet wurde privaten Unternehmen (EPP, Tripetrol, Netherfield) zugewiesen, mit aufeinanderfolgenden Abtretungen, bis President Petroleum 2014 als alleiniger Inhaber übrig blieb. Das Unternehmen ging 2024 in Konkurs und wurde 2015 für bankrott erklärt.

Diese Vorgeschichten zeigen eine Kette privater Betreiber, die sich ihrer technischen und rechtlichen Verantwortlichkeiten entzogen haben und Umweltverbindlichkeiten hinterließen, die heute noch aktiv sind.

Ausmaß des Problems

Der Produktionsminister Ignacio Lupión berichtete im April, dass es in der Provinz etwa 1.400 Ölquellen gibt, von denen nur etwa fünfzig Rohöl produzieren. Der Rest bleibt ohne die Versiegelung, die die Vorschriften als endgültige Stilllegung definieren, und wird zu Umweltzeitbomben.

pozos petroleros
Die Ölquellen ohne endgültige Schließung verursachen Verschmutzung.

Der legislative Blick

Der Abgeordnete Nicolás Arce von Libertad Avanza legte Gesetzesvorschläge vor, um dieses Problem anzugehen. Er betonte, dass die Lecks nicht nur ein Umweltproblem seien, sondern auch ein Spiegelbild von Jahren mangelnder Kontrolle, Investitionen und Planung:

„Wir verstehen, dass diese Umweltverbindlichkeiten nicht von alleine verschwinden. Sie benötigen ständige Überwachung, angemessene technische Stilllegung und echte Kontrollen, um zu verhindern, dass die Auswirkungen weiter auf Boden, Wasser und Gemeinschaften voranschreiten.“

Arce hob auch hervor, dass die Stilllegung und Sanierung von Brunnen zu einer echten Arbeitsgelegenheit werden könnte: Eröffnung von Wegen, Einrichtung von Baustellen, Probenahmen und technische Arbeiten, die Dutzende von direkten und indirekten Arbeitsplätzen im Norden der Provinz schaffen würden.

Kritik an der Verwaltung

Der Abgeordnete kritisierte den Mangel an ernsthaften Kontroll- und Sanierungspolitiken:

  • Die Provinz erhob Lizenzgebühren, kontrollierte aber nicht und überwachte die Unternehmen nicht.
  • Die Entscheidungspositionen im Energiebereich wurden nie von lokalen Spezialisten besetzt.
  • Es wird weiterhin spät auf Situationen reagiert, die hätten verhindert werden sollen.

Lokale Unternehmen mit Kapazität

Arce betonte, dass das Departement San Martín über Unternehmen wie Producer, Servimax, Geocor, Tecmec, M&P, Geominera, Yaculab, Suministros und Talleres Norte verfügt, die über ausreichende Erfahrung verfügen, um in die technische Stilllegung von Brunnen einzugreifen.

Die Ölquellen ohne endgültige Stilllegung in Salta stellen ein Umwelt- und Sozialrisiko von großer Tragweite dar. Ohne klare Kontroll- und Sanierungspolitiken werden sich die Lecks weiterhin wiederholen. Gleichzeitig könnte ihre Sanierung zu einem Hebel für lokale Beschäftigung werden, indem eine Umweltverbindlichkeit in eine regionale Entwicklungschance verwandelt wird.

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