Die Volksanwaltschaften des ganzen Landes fordern einen Bericht von der nationalen Regierung, um das Ausmaß der ergriffenen Maßnahmen im Bereich der Wildtiere zu erfahren. Die Hauptsorge ist die Lockerung der Vorschriften für den Transport und Export von Exemplaren, die den illegalen Handel mit Arten erleichtern könnte.
Der Volksanwalt von Formosa, José Leonardo Gialluca, warnte im Gespräch mit La Otra Mirada von FM Espacios 92.5, dass die Abschaffung des Unterstaatssekretariats für Umwelt und die Übertragung seiner Aufgaben an das Sekretariat für Tourismus, Umwelt und Sport die staatlichen Kontrollen geschwächt habe.
Risiken der Lockerung
Die nationalen Beschlüsse erlauben den Export von Wildtieren unter bestimmten Bedingungen (registrierte Zuchtbetriebe, wissenschaftliche oder Erhaltungszwecke). Das Fehlen einer starken Kontrollbehörde schafft jedoch ein Vakuum, das von illegalen Netzwerken ausgenutzt werden kann.
„Das Problem ist, dass es auf nationaler Ebene keine starke Behörde gibt, die eine Kontrolle wie früher ermöglicht“, erklärte Gialluca.
Ausmaß des Verbrechens
Der illegale Handel mit Wildtieren gilt als das viertprofitabelste Verbrechen der Welt, hinter Drogen, Fälschungen und Menschenhandel.
- Er bewegt jährlich zwischen 15 und 20 Milliarden Dollar.
- Das NEA Argentiniens ist eines der Hauptziele dieser Organisationen, da es eine große Artenvielfalt aufweist.
- In Formosa sind häufig Verfahren gegen Personen, die geschützte Vögel, Reptilien und Säugetiere transportieren.

Anfrage an die nationale Regierung
Die Volksanwaltschaften forderten Informationen über:
- Anzahl der erteilten Genehmigungen für den innerprovinziellen Transport und den Export von Wildtieren.
- Registrierung zugelassener Zuchtbetriebe.
- Verantwortliche Behörden für die Kontrolle der Aktivitäten.
- Verfügbare personelle, technische und finanzielle Ressourcen für die Überwachung.
Die nationale Regierung hat 15 Tage Zeit, um zu antworten. Andernfalls haben die Volksanwaltschaften angedeutet, dass sie rechtliche Schritte einleiten könnten.
Auswirkungen auf Nebenprodukte und internationale Märkte
Die Lockerung könnte auch den illegalen Handel mit Häuten und Nebenprodukten geschützter Arten begünstigen, ein Geschäft mit starker Nachfrage auf internationalen Märkten, das oft von Vermittlernetzwerken angetrieben wird.
Die Warnung der Volksanwaltschaften spiegelt die Notwendigkeit einer aktiven staatlichen Präsenz wider, um die einheimische Tierwelt zu schützen. Die Lockerung der Kontrollen öffnet die Tür zur Ausbeutung und zur Stärkung illegaler Netzwerke, die die argentinische Biodiversität bedrohen.
„Die einheimische Wildtierwelt braucht einen starken Schutz und nicht die Tür zur Ausbeutung zu öffnen, wie es die nationale Regierung derzeit getan hat“, schloss Gialluca.



