
Colombia avanza en hidrógeno verde: 36 proyectos para reducir emisiones en un 51% y diversificar su economía
Das Rennen um den grünen Wasserstoff in Kolumbien nimmt Fahrt auf. Das Land hat sich von Pilotprojekten zu einem robusten Portfolio entwickelt, das 36 Initiativen umfasst, von denen acht bereits in Betrieb sind. Diese Projekte erforschen Anwendungen in Bereichen wie Mobilität, Industrie und Düngemittelproduktion, laut Informationen der Wasserstoffkammer der ANDI und Naturgas.
Der Begriff grüner Wasserstoff in der kolumbianischen Gesetzgebung bezieht sich auf Wasserstoff, der ausschließlich aus erneuerbaren Quellen wie Solar-, Wind- und Geothermie erzeugt wird, im Gegensatz zu grauem Wasserstoff, der auf fossilen Brennstoffen basiert. Diese Art von Wasserstoff ist entscheidend, um die Emissionen in Sektoren wie der Stahlindustrie und dem Schwertransport zu reduzieren, die schwer zu elektrifizieren sind.
Kolumbien verfolgt zwei wichtige Ziele mit grünem Wasserstoff: die Reduzierung seiner Emissionen um 51 % bis 2030 und die Diversifizierung einer von Öl und Kohle abhängigen Wirtschaft, indem es seine reichlichen Solar- und Windressourcen nutzt.
Der Ausgangspunkt für die Produktion von grünem Wasserstoff in Kolumbien war die Raffinerie von Cartagena, wo die Ecopetrol-Gruppe 2022 einen mit Solarenergie betriebenen Elektrolyseur installierte, der in der Lage ist, täglich 20 Kilogramm hochreinen Wasserstoff zu erzeugen.
Auch Medellín zeichnet sich mit einem der ersten Wasserstoff-Hubs in Lateinamerika aus, der sich auf die Forschung und Entwicklung von Industrie- und Transportprojekten konzentriert.
Im Bereich Mobilität hat Bogotá mit der Implementierung von Wasserstoffbussen in seinem Massentransportsystem TransMilenio und der Schaffung eines Wasserstoffkorridors, um Produktionsprojekte mit Transportwegen zu verbinden, einen Schritt nach vorne gemacht.
Laut der Wasserstoffkammer ANDI Naturgas hatte Kolumbien 2023 28 Projekte, von denen sich sieben in der Testphase befanden. Bis 2025 stieg diese Zahl auf 36, was auf eine schnelle Lernkurve hinweist.
Das Land hat eine Roadmap aufgestellt, um bis 2030 eine Produktion von 120.000 Tonnen Wasserstoff mit niedrigen Emissionen und bis 2050 bis zu 1,85 Millionen Tonnen zu erreichen, mit einem zunehmenden Fokus auf den Export.
Kolumbien verfügt über robuste steuerliche Anreize für die Entwicklung von grünem Wasserstoff, wie spezielle Abzüge und Befreiungen von Mehrwertsteuer und Zöllen, um langfristige Investitionen anzuziehen.
Schließlich hat Kolumbien dank seiner Fülle an erneuerbaren Ressourcen, eines günstigen regulatorischen Rahmens und einer ehrgeizigen Exportstrategie das Potenzial, ein führendes Unternehmen im Bereich der Energiewende in der Region zu werden.
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