WM 2026 beginnt: 13 Stadien sind umweltzertifiziert und setzen auf Nachhaltigkeit

Mit dem Beginn der Weltmeisterschaft 2026 haben viele der Stadien, die Spiele ausrichten werden, bereits Umweltstandards auf höchstem Niveau erreicht. Von den 16 geplanten Austragungsorten haben 13 eine LEED-Zertifizierung, eines der anerkanntesten Systeme im Bereich nachhaltiges Bauen.

Der US Green Building Council berichtete, dass zehn dieser Stadien die Zertifizierung seit 2024 erhalten haben, nachdem sie strenge Bewertungen bestanden hatten. Es wird erwartet, dass mindestens zwei der drei verbleibenden Veranstaltungsorte in den kommenden Wochen die Akkreditierung erhalten.

Nachhaltige Transformationen

Die zertifizierten Stadien haben Folgendes integriert:

  • Solarmodule: mehr als 11.500 Einheiten zur Erzeugung sauberer Energie.
  • Wassereinsparung: etwa 400 Millionen Liter Trinkwasser pro Jahr.
  • Reduzierung von Kunststoffen: mehr als 5 Millionen Einwegprodukte weniger pro Saison.
  • Kreislaufwirtschaft: vier Austragungsorte wiederverwenden, recyceln oder kompostieren fast den gesamten Abfall.

Sie werden Kosteneinsparungen erzielen können; zudem wird die Luftqualität im Innenraum verbessert“, sagte Rhiannon Jacobsen, Geschäftsführerin des US Green Building Council.

Klimaverpflichtung der FIFA

Die FIFA verfolgt das Ziel, ihre Treibhausgasemissionen bis 2030 um 50 % zu reduzieren und bis 2040 Kohlenstoffneutralität zu erreichen. Die Nutzung bereits bestehender Stadien vermeidet die mit Neubauten verbundenen Umweltauswirkungen.

Experten warnen jedoch, dass diese Ausgabe die umweltschädlichste in der Geschichte sein könnte, aufgrund der hohen Anzahl von Flugreisen in Nordamerika und der Erweiterung des Turniers von 32 auf 48 Mannschaften.

Ein Bericht von Scientists for Global Responsibility und anderen Organisationen schätzt, dass die Weltmeisterschaft mehr als 9 Millionen metrische Tonnen Kohlendioxidemissionen erzeugen wird, was den Emissionen von 6,5 Millionen britischen Autos entspricht, die ein Jahr lang fahren.

Mundial 2026
Die Weltmeisterschaft 2026 zeichnet sich durch ihren Umweltfokus aus, mit Stadien, die hohe Nachhaltigkeitsstandards und Zertifizierungen erfüllen.

Das LEED-System und seine Vorteile

Das LEED-System, das 1998 ins Leben gerufen wurde, bewertet den Energieverbrauch, die Wassereffizienz und die Innenraumluftqualität. Zertifizierte Gebäude verbrauchen in der Regel:

  • 25 % weniger Energie.
  • Reduzieren die Kohlenstoffemissionen um 34 %.
  • Verbrauchen 10 % weniger Wasser als herkömmliche Bauten.

Derzeit gibt es 51 professionelle Sportstätten mit LEED-Zertifizierung in Nordamerika und insgesamt etwa 150 zertifizierte Sportanlagen.

Säulen der nachhaltigen Stadien

Der Übergang zu ökologischen Veranstaltungsorten stützt sich auf mehrere Achsen:

  • Klimawandelminderung: Solarmodule, Gründächer und passive Klimatisierung.
  • Wasserbewahrung: Regenwassernutzung und Wiederverwendung in Toiletten und Bewässerung.
  • Kreislaufwirtschaft: „Null-Abfall“-Politiken und nachhaltige Baumaterialien.
  • Positiver Einfluss auf die Gemeinschaft: nachhaltige Mobilität, öffentlicher Verkehr und Umweltbildung für Fans.

Ikonische Beispiele

Das Mercedes-Benz Stadium in Atlanta, mit LEED-Platin-Zertifizierung, ist ein weltweites Vorbild. Auch die von der FIFA geförderten nachhaltigen Stadionprojekte zeigen, wie moderne Architektur Sportveranstaltungen und ökologischen Schutz in Einklang bringen kann.

Die nachhaltigen Stadien der Weltmeisterschaft 2026 stellen einen entscheidenden Schritt zu einem verantwortungsvolleren Umgang mit dem Planeten dar. Obwohl Herausforderungen wie die Emissionen durch Flugreisen bestehen bleiben, zeigen Umweltzertifizierungen, Ressourceneinsparungen und die Kreislaufwirtschaft, dass es möglich ist, den ökologischen Fußabdruck des populärsten Sports der Welt zu reduzieren.

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