42 unterernährte Vikunjas in Jujuy gerettet: Züchter angeklagt und Naturschutzmaßnahmen verstärkt

Die Regierung von Jujuy hat 42 Vikunjas aus einer Zuchtanlage in der Ortschaft Rodero verlegt, nachdem festgestellt wurde, dass sie unter Unterernährung und mangelnder Grundversorgung litten. Das Verfahren wurde unter Beteiligung der Staatsanwaltschaft (MPA) durchgeführt, die den Eigentümer der Einrichtung wegen Tiermisshandlung angeklagt hat.

Die Tiere wurden auf das Gelände des INTA Miraflores in Abra Pampa gebracht, wo Techniker einen veterinärmedizinischen Überwachungsprozess einleiteten, um die betroffenen Exemplare zu rehabilitieren.

Rechtlicher und ökologischer Rahmen

Die MPA begründete die Anklage mit den bei der Durchsuchung festgestellten erbärmlichen Bedingungen. Parallel dazu erklärte das Provinzministerium für Umwelt und Klimawandel, dass die Maßnahme Teil einer Politik des schrittweisen Schließens alter Zuchtanlagen sei, wobei der nachhaltige Umgang mit Vikunjas in Freiheit durch Techniken des Fangens, Scherens und Freilassens priorisiert werde.

Dieser Ansatz zielt darauf ab, eine längere Gefangenschaft zu vermeiden, das Wohl der Fauna zu gewährleisten und das Gleichgewicht der Ökosysteme der Puna zu erhalten.

Geltende Gesetzgebung

Das Provinzgesetz Nr. 5634 (2015) regelt die nachhaltige Nutzung der Vikunjafaser und erlaubt das Scheren in Freiheit unter Protokollen mit geringem Stress für die Tiere.

Die Kontrolle dieser Tätigkeit obliegt dem Umweltbereich der Regierung in Zusammenarbeit mit den Gemeinden der Puna, um sicherzustellen, dass die Faser legal exportiert wird und Einnahmen generiert, ohne die Tiere zu schädigen.

Ökologische, kulturelle und wirtschaftliche Bedeutung

  • Ökologische Rolle: Das Vikunja ist das größte wildlebende Pflanzenfresser der Hochandenregion. Durch seine Ernährung mit kurzem Gras trägt es zur Bodendynamik und zur Gesundheit der einheimischen Weideflächen bei.
  • Kulturelles Erbe: Seit über 11.000 Jahren mit der Weltanschauung der indigenen Völker verbunden. Traditionen wie das Chaku (Fangen und temporäres Scheren in Freiheit) stärken die Gemeinschaftsbande und den heiligen Respekt vor der Fauna.
  • Wirtschaftliche Lebensgrundlage: Ihre Wolle ist die feinste und begehrteste der Welt. Die regulierte Nutzung ermöglicht es den lokalen Gemeinschaften, ihre Einnahmen zu verbessern, ohne das Überleben der Art zu gefährden.
Vikunjas in Jujuy
Die Regierung von Jujuy hat Vikunjas in Gefahr verlegt, um ihre Gesundheit zu verbessern und nachhaltige Managementpolitiken in Freiheit anzuwenden.

Erhaltung und Wohlbefinden

Die aktuellen Politiken entmutigen die Gefangenschaft und fördern die Erhaltung gesunder Wildexemplare. Darüber hinaus:

  • Eindämmung der Wilderei: Der rechtliche Schutz verhindert die illegale Tötung wegen Haut und Faser, ein schwerwiegendes Verbrechen.
  • Gemeinschaftliche und wissenschaftliche Synergie: Organisationen wie CONICET und INTA schulen die lokale Bevölkerung in Protokollen mit geringem Stress für die Tiere während des Treibens und Scherens.

Anzeigen und Bürgerbeteiligung

Das Untersekretariat für Umwelt der Nation erinnert daran, dass bei Fällen von Tiermisshandlung eine Strafanzeige erstattet werden muss. Das Verfahren ist kostenlos und kann durchgeführt werden bei:

  • Der nächstgelegenen Polizeistation.
  • Der zuständigen Staatsanwaltschaft oder UFI.
  • Ein Gericht der Ermittlungsinstanz.

Die Rettung der 42 Vikunjas in Jujuy zeigt die Notwendigkeit auf, die Politiken für das Wohl der Tiere und den Naturschutz zu verstärken.

Die Art, die für das ökologische Gleichgewicht der Puna und die kulturelle und wirtschaftliche Lebensgrundlage der Gemeinschaften von entscheidender Bedeutung ist, muss durch nachhaltige Systeme geschützt werden, die ihr Leben in Freiheit priorisieren und Praktiken der Gefangenschaft vermeiden, die zu Misshandlungen führen.

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