Das Instituto Ampara Animal hat die internationale Kampagne Animal Safety ins Leben gerufen, die darauf abzielt, Organisationen, Aktivisten und Bürger aus verschiedenen Ländern zu mobilisieren, um der zunehmenden Verbreitung von Inhalten über Tierquälerei im Internet entgegenzuwirken.
Der Vorschlag zielt darauf ab, mehr Verantwortung von digitalen Plattformen zu fordern und öffentliche Politiken zu fördern, die verhindern, dass Gewalt gegen Tiere in virtuellen Umgebungen normalisiert wird.
Das Problem im digitalen Raum
Die Initiative entsteht angesichts der Zunahme von Videos, Übertragungen und Online-Gruppen, die Folter, Ausbeutung und Gewalt gegen Tiere zeigen, oft verstärkt durch Algorithmen und Dynamiken der Viralität.
Untersuchungen der Social Media Animal Cruelty Coalition (SMACC) warnen davor, dass diese Räume oft mit anderen Formen extremer Gewalt verbunden sind, wie Gemeinschaften, die Selbstverletzungen, sexuelle Ausbeutung, Hassreden und Jugendradikalisierung fördern.
Juliana Camargo, Präsidentin des Instituto Ampara Animal, betonte: „Das Internet kann nicht weiterhin ein Raum sein, in dem Grausamkeit zu Unterhaltung wird und Engagement erzeugt. Animal Safety entsteht, um die Gesellschaft zu vereinen und echte Veränderungen zu fordern“.
Globale Strategie der Kampagne
- Internationale digitale Plattform: wird als Informations-, Mobilisierungs- und Bildungszentrum fungieren.
- Petition auf Change.org: zielt darauf ab, globale Unterstützung zu sammeln, um strengere Richtlinien gegen Inhalte über Tierquälerei zu fordern.
- Allianz mit SMACC: erweitert das Netzwerk von Organisationen und verstärkt den Druck auf Technologieunternehmen und öffentliche Behörden.
- Kommunikation und Sensibilisierung: audiovisuelle Inhalte, Beteiligung von Künstlern, Schöpfern und Meinungsführern.
Ausmaß des Problems
Aktuelle Daten von SMACC identifizierten mehr als 83.000 Links mit Inhalten über Tierquälerei, die 2024 auf großen digitalen Plattformen kursieren, was die internationale Dimension der Herausforderung unterstreicht.

Gemeinschaftlicher und bildungspolitischer Einfluss
Die Kampagne zielt darauf ab, insbesondere Eltern und Verantwortliche auf die Exposition von Kindern und Jugendlichen gegenüber diesen Inhalten aufmerksam zu machen.
Darüber hinaus fördert sie wirksamere Mechanismen zur Meldung, Entfernung und Prävention sowie gesetzgeberische Debatten, die diejenigen zur Verantwortung ziehen, die die Verbreitung von Tiergewalt in digitalen Umgebungen zulassen.
Das Instituto Ampara Animal
- Brasilianische NGO, 2010 gegründet, von Frauen geführt.
- Anerkannt für ihre Seriosität und ihr Engagement für die Tierrechtsbewegung.
- 2015 etablierte sie sich als die größte Tierschutzorganisation Brasiliens.
- Seit 2019 gehört sie zu den 100 besten NGOs des Landes.
- Ihre Mission: die Gesellschaft durch Advocacy, Bildung und Sensibilisierung über die Rechte der Tiere zu transformieren.
Die Kampagne Animal Safety stellt einen internationalen Versuch dar, zu verhindern, dass das Internet weiterhin ein Raum der Normalisierung von Tiergewalt bleibt.
Durch die Vereinigung von Wissenschaft, Aktivismus, Kommunikation und politischem Druck zielt die Initiative darauf ab, sicherere und verantwortungsvollere digitale Umgebungen zu schaffen, in denen der Schutz der Tiere ein gemeinsames Anliegen der gesamten Gesellschaft ist.



