Argentinien aktualisierte die Rote Liste der gefährdeten Säugetiere: mehr Arten in Gefahr und neue kritische Gebiete

Die Argentinische Gesellschaft für Säugetierforschung (SAREM) hat die Aktualisierung der nationalen Kategorisierung von Säugetieren, die vom Aussterben bedroht sind, vorgestellt. Diese Arbeit, die sich an den Kriterien der IUCN orientiert, überprüfte den Erhaltungszustand von 417 einheimischen Arten mit der Beteiligung von mehr als 450 Spezialisten aus dem ganzen Land, darunter Wissenschaftler, Techniker, Parkwächter und Naturforscher.

Die neue Rote Liste umfasst 22 Arten mehr im Vergleich zur Bewertung von 2019 (395 Säugetiere) und bietet einen detaillierteren Überblick über Bedrohungen, Kategoriewechsel und kritische Gebiete für die Biodiversität.

Bemerkenswerte Veränderungen

Unter den sich verschärfenden Fällen erscheinen:

  • Kleine Wildkatzen: die Gato Huiña in den patagonischen Wäldern und die Gato Tirica im Atlantischen Wald/Yungas haben ihren Bedrohungsgrad erhöht.
  • Arten, die zuvor als „Pajonal-Katze“ gruppiert wurden, wurden durch taxonomische Überprüfungen differenziert und zeigen spezifische Risiken.
  • Oranger Chinchillón in Patagonien.
  • Großohriger Falscher Vampir aus dem Norden Argentiniens.
  • Tuco-Tucos (grabende Nagetiere), die aufgrund ihrer eingeschränkten Verbreitung und der zunehmenden Verschlechterung ihrer Lebensräume in die Kategorie „Gefährdet“ übergehen.

Im Gegensatz dazu sind einige Arten in eine niedrigere Kategorie eingestuft worden:

  • Der Sumpfhirsch wechselte von „Gefährdet“ zu „Fast bedroht“.
  • Der Ameisenbär, der Große Iltis und der Patagonische Iltis wurden als „Geringe Sorge“ eingestuft.

Die Autoren betonen, dass diese Veränderungen nicht immer eine Erholung im Feld widerspiegeln, sondern auf bessere Informationen, methodische Anpassungen und genauere Interpretationen der verfügbaren Beweise zurückzuführen sind.

lista roja
Die neueste Rote Liste präsentiert 22 neue gefährdete Arten.

Kritische Bedrohungszonen

Der Forscher des Conicet, Javier Pereira, Koordinator des Prozesses 2025, wies darauf hin, dass viele gefährdete Arten für die Öffentlichkeit „wenig sichtbar“ sind, aber hohen Bedrohungen ausgesetzt sind. Die Konzentration gefährdeter Arten findet in vier großen Gebieten statt:

  • Gran Chaco.
  • Atlantischer Wald, einschließlich des Missionswaldes.
  • Pampas-Grasländer.
  • Zentralwestliches Patagonien.

Das gemeinsame Muster ist die Kombination aus hoher Biodiversität und starken Veränderungen der Landnutzung.

Hauptbedrohungen

Die Faktoren, die den Rückgang der Populationen erklären, sind wiederkehrend:

  • Landwirtschaftlicher Fortschritt.
  • Abholzung und Urbanisierung.
  • Waldbrände.
  • Jagd und direkte Verfolgung.

Diese Prozesse führen zu Lebensraumverlust, Fragmentierung von Ökosystemen und Druck auf Arten, die bereits eingeschränkte Verbreitungsgebiete haben.

Die Aktualisierung der Roten Liste der Säugetiere in Argentinien ist ein wichtiges Werkzeug, um Schutzpläne zu priorisieren, kritische Gebiete zu identifizieren und Arten sichtbar zu machen, die, obwohl wenig bekannt, wesentliche Rollen in den Ökosystemen spielen.

Die Herausforderung besteht darin, diese Daten in öffentliche Politiken und konkrete Maßnahmen zu integrieren, die den Verlust der Biodiversität angesichts des Fortschreitens menschlicher Aktivitäten stoppen.

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