Das Gelände in Barcelona beschleunigt seine Transformation hin zum Neuen Zoo-Modell, indem es exotische Arten zugunsten der lokalen und bedrohten Biodiversität verdrängt und die Tigerausstellung beendet.
Der Zoo von Barcelona hat einen Wendepunkt in seiner jüngeren Geschichte markiert, indem er den Abgang der letzten Tiger-Exemplare in seinen Einrichtungen vollzogen hat.
Diese Entscheidung ist kein isoliertes Ereignis, sondern entspricht der Umsetzung des 2019 genehmigten Strategischen Plans, der eine tiefgreifende Neuausrichtung der Institution vorschreibt.
Das Hauptziel ist es, das alte Konzept der Sammlung exotischer Tiere aufzugeben, um sich in ein Zentrum zu verwandeln, das sich auf den Schutz der Mittelmeerfauna und kritisch bedrohter Arten konzentriert.
Der Abgang dieser großen Raubkatzen, die über Jahrzehnte einer der größten Attraktionen für die Besucher waren, symbolisiert das Ende einer Ära.
Die Leitung des Parks und die Stadtverwaltung von Barcelona haben betont, dass das Wohl der Tiere und der Beitrag zur Biodiversität nun die grundlegenden Säulen sind.
In diesem Sinne wird der Raum, den früher die Tiger einnahmen, in neue Projekte integriert, die darauf abzielen, das Wissen und den Schutz der näheren und gefährdeten Ökosysteme des Mittelmeerraums zu fördern.
Ein Übergang zur ethischen Erhaltung
Der Transportprozess der letzten Tiger wurde unter strengen internationalen Protokollen durchgeführt, um sicherzustellen, dass die Individuen in Umgebungen umgesiedelt werden, die bessere Bedingungen garantieren oder Teil von Zuchtprogrammen in Gefangenschaft sind, die besser für ihre Art geeignet sind.
Mit dieser Maßnahme versucht der Zoo von Barcelona, den Druck auf Arten zu verringern, die sich nicht optimal an das Klima oder den städtischen Raum anpassen, und priorisiert diejenigen, für die das Zentrum einen echten Mehrwert in Bezug auf Wiedereinführung und wissenschaftliche Studien bieten kann.
Der Richtungswechsel wurde von verschiedenen Tierschutzplattformen gut aufgenommen, die seit Jahren eine Wende hin zu einem „Zoo XXI„-Modell fordern.
Diese neue Phase konzentriert sich auf die einheimische Fauna, wie den iberischen Wolf, den Gänsegeier oder verschiedene Arten von Amphibien und Reptilien, die, obwohl sie für das breite Publikum weniger spektakulär sind als die großen asiatischen Raubtiere, eine entscheidende ökologische Bedeutung für die geografische Umgebung von Katalonien und den Rest der Halbinsel besitzen.
Die Zukunft des Geländes: Bildung und lokale Biodiversität
Die Transformation des Raums betrifft nicht nur die anwesenden Tiere, sondern auch die Bildungsinfrastruktur des Parks.
Die Strategie besteht darin, den Zoo in ein lebendiges Labor zu verwandeln, in dem sich Forschung und Umweltbildung auf die Herausforderungen des Klimawandels und den Verlust von Lebensräumen im Mittelmeerraum konzentrieren.
Von nun an werden die Investitionen und Wartungsbemühungen in Lebensräume kanalisiert, die die lokalen Ökosysteme nachbilden.
Mit diesem Ansatz beabsichtigt Barcelona, eine europäische Tendenz städtischer Zoos anzuführen, die aufhören, um die „seltsamste Art“ zu konkurrieren, um Rettungs- und Erhaltungszentren für die unmittelbare Natur zu werden.




