Dreißig Großkatzen, die sich noch auf dem geschlossenen Gelände des ehemaligen Zoos von Luján befinden, werden im August 2026 in spezialisierte Schutzgebiete in den Vereinigten Staaten und Südafrika verlegt.
Die Logistik wird in zwei Gruppen von jeweils 15 Exemplaren organisiert, was als die größte Operation seit Beginn des Umsiedlungsprozesses gilt.
Die Initiative wird von der NGO Four Paws International mit Sitz in der Schweiz geleitet, die in Zusammenarbeit mit der nationalen Regierung den Abtransport der Tiere zu Zielen koordiniert, an denen sie in Wohlstands- und Sicherheitsbedingungen leben können.
Hintergrund der Schließung
Der Zoo, der sich am km 58 des Acceso Oeste befindet, wurde im Februar 2020 aufgrund schwerwiegender Vorwürfe von Tiermisshandlung geschlossen.
Jahrelang war er dafür bekannt, dem Publikum den direkten Kontakt mit wilden Tieren zu ermöglichen, eine Praxis, die von Spezialisten und Tierschutzorganisationen in Frage gestellt wurde.
Seitdem bleibt das Gelände geschlossen und befindet sich in einem Umwandlungsprozess. Die mehr als 60 Tiere, die dort verblieben sind, sind Gegenstand internationaler Operationen für ihre Verlegung in Schutzgebiete.
Frühere Verlegungen
Im Februar 2026 wurden die ersten Bewegungen durchgeführt:
- Die Braunbären „Gordo“ und „Florencia“ wurden in das Belitsa-Schutzgebiet in Bulgarien überführt.
- Die Bengal-Tigerin „Flora“ wurde in das Felida Big Cat Sanctuary in den Niederlanden verlegt, verstarb jedoch leider Wochen später an einer schweren Peritonitis.
Diese Fälle wurden aufgrund der Schwere ihrer klinischen Zustände priorisiert, nach tierärztlichen Bewertungen im November 2025.

Bedingungen der Verlegung
Die Ziele der 30 Großkatzen hängen von der Aufnahmekapazität der Schutzgebiete und den Gesundheitsprotokollen jedes Landes ab. Nach Abschluss der Operation werden noch weitere 30 Tiere auf dem Gelände verbleiben, die auf ihre Umsiedlung warten.
Das Projekt sieht vor, dass die Tiere weder kommerzialisiert noch für touristische oder Freizeitaktivitäten verwendet werden dürfen. Ziel ist es, ihre Erholung und ihr Wohlbefinden in für ihre Pflege konzipierten Räumen zu gewährleisten.
Bedeutung des Rettungsplans
Die Verlegung der Großkatzen stellt einen entscheidenden Schritt in der internationalen Umsiedlung von Fauna und der Beseitigung von Praktiken der Tierausbeutung dar. Die Schutzgebiete bieten:
- Großzügige und natürliche Räume für das Wildleben.
- Spezialisierte tierärztliche Betreuung.
- Sicherheits- und Wohlstandsbedingungen, die in städtischen Gefangenschaften nicht gewährleistet werden können.
Die Operation im August wird ein Meilenstein im Rettungsprozess der Tiere des ehemaligen Zoos von Luján sein. Die gemeinsame Aktion internationaler Organisationen und des argentinischen Staates zielt darauf ab, Jahre des Missbrauchs zu reparieren und den Großkatzen ein würdiges Leben in spezialisierten Schutzgebieten zu bieten.



