Die Justiz von Mendoza erließ eine Entscheidung, die einen entscheidenden Präzedenzfall in Argentinien darstellt: Die Stuten Dulce und Batata wurden als fühlende Wesen und Rechtssubjekte im Rahmen eines Falls von illegalem Pferdeschlachten in Corralitos anerkannt.
Das Urteil ergänzt die Hauptuntersuchung, die vor einigen Monaten zur Rettung von 19 Pferden führte und nun mit der Verurteilung eines Angeklagten, eines Mitglieds derselben Familie, endete. Das Urteil umfasste:
- Eine Strafe mit tatsächlicher Vollstreckung.
- Ein zweijähriges Verbot für den Besitz und Umgang mit Tieren.
- Die endgültige Beschlagnahme der beiden Stuten.
Endgültige Obhut und Schutz
Die Entscheidung verfügte, dass Dulce und Batata unter der Obhut der Asociación Protectora Equina Mendocina Podemos Ayudarlos (PEMPA) stehen, einer Organisation, die aktiv an der Rettung beteiligt war.
Laut der Untersuchung versuchte der Verurteilte, die Stuten auf einem benachbarten Grundstück zu verstecken, als er die Ankunft der Polizei bemerkte, aber schließlich wurden sie wiedergefunden und in Sicherheit gebracht.
Juristische Anerkennung von Tieren
PEMPA hob die Bedeutung des Urteils hervor:
„Diese Entscheidung stellt einen neuen Fortschritt in der rechtlichen Anerkennung von nicht-menschlichen Tieren als Opfer dar, die effektiven Schutz verdienen“, erklärte der Anwalt Jerónimo Allende.
Der Fall verstärkt einen wachsenden Trend in den argentinischen Gerichten, wo Tiere zunehmend über ihren Status als Eigentum hinaus betrachtet werden und ihre Fähigkeit zu fühlen und zu leiden anerkannt wird.

Rechtliche Lage in Argentinien
Derzeit kategorisiert das Zivil- und Handelsgesetzbuch Tiere als bewegliche Güter. Die wichtigste Schutzvorschrift ist das nationale Gesetz 14.346, das Akte der Grausamkeit und Misshandlung bestraft, ohne jedoch ihren rechtlichen Status zu ändern.
Es gibt jedoch Fortschritte:
- Gesetzesinitiativen für fühlende Wesen: Initiativen im Kongress zielen darauf ab, das Zivilgesetzbuch zu reformieren, um Tiere als fühlende nicht-menschliche Personen anzuerkennen.
- Historische Rechtsprechung: In Buenos Aires erklärte die Justiz sieben Kanarienvögel zu „Rechtssubjekten“ und ordnete ihre Obhut einer NGO an.
- Provinzielle Vorschriften: Mendoza regulierte den Einsatz von medizinischem Cannabis für Haustiere und erkannte Tiere als fühlende Wesen an.
Ein kultureller und rechtlicher Wandel
Der Fall von Dulce und Batata zeigt, wie Gesellschaft und Justiz auf ein Paradigma zusteuern, das Tiere als nicht-menschliche Rechtssubjekte anerkennt. Dieser Wandel bedeutet:
- Mehr Schutz vor Misshandlung und Ausbeutung.
- Rechtliche Obhut in den Händen spezialisierter Organisationen.
- Präzedenzfälle, die den Kampf für eine fortschrittlichere nationale Gesetzgebung stärken.
Die Rettung und Anerkennung von Dulce und Batata als fühlende Wesen in Mendoza stellt einen Meilenstein im Tierschutz in Argentinien dar.
Obwohl die nationale Gesetzgebung sie noch als „Dinge“ betrachtet, zeigen gerichtliche Entscheidungen und laufende Projekte einen Weg zum vollständigen Anerkennen von Tieren als Rechtssubjekte, die effektiven Schutz vor Gewalt und Misshandlung erhalten können.



