Der III. Simultane Zensus des Andenkondors in San Luis umfasste mehr als 21 Beobachtungsposten und zählte auf die Teilnahme von über hundert Freiwilligen, die in der Bergregion der Provinz verteilt waren.
Die Aktivität, organisiert vom Programm zur Erhaltung des Andenkondors (PCCA) zusammen mit dem Sekretariat für Umwelt und nachhaltige Entwicklung, fand zwischen 8 und 14 Uhr statt und folgte einer standardisierten Methodik, die es ermöglichte, vergleichbare und qualitativ hochwertige Daten zu erhalten.
Die zuvor geschulten Freiwilligen registrierten Dutzende von Exemplaren des Vultur gryphus in Bergen, Schluchten, privaten Reservaten, Tälern und geschützten Naturgebieten. Jede Beobachtung umfasste Informationen über Wetterbedingungen, die Anzahl der gesichteten Kondore und deren Klassifizierung nach Alter und Geschlecht, unter Verwendung von Formularen und der Anwendung 123Survey, die auch ohne mobile Verbindung funktioniert.
Methodik und Ergebnisse
Der Tag war in Fünf-Minuten-Intervalle organisiert, mit Aufzeichnungen alle halbe Stunde, was insgesamt 13 Intervalle pro Posten ergab. Die Beobachtungspunkte waren fest, was die Konsistenz der Daten sicherstellte.
Der Zensus ermöglichte:
- Die Stärkung der Zusammenarbeit zwischen Institutionen und Freiwilligen.
- Die Generierung wertvoller Informationen für das Populationsmonitoring der Art.
- Die Bestätigung des gemeinschaftlichen Engagements für den Schutz der Biodiversität und der Bergökosysteme.
Das abschließende Dokument, das vom PCCA erstellt wurde, wird in den kommenden Wochen veröffentlicht und die Ergebnisse dieser dritten Ausgabe konsolidieren.

Ökologische und kulturelle Bedeutung des Andenkondors
Der Andenkondor wird als Naturdenkmal in San Luis betrachtet und spielt eine wesentliche Rolle im ökologischen Gleichgewicht:
- Reinigung der Umwelt: Als Aasfresser ernährt er sich von toten Tieren und verhindert so die Ausbreitung von Krankheiten wie Milzbrand oder Botulismus.
- Gleichgewicht des Ökosystems: Er reguliert Populationen und erhält die Gesundheit der Bergumgebungen.
- Kulturelle Identität: Als uraltes Symbol für Stärke und Freiheit in der andinen Weltanschauung verbindet er Natur, Himmel und Mensch.
- Rechtlicher Schutz: Sein Erhalt wird durch Landesgesetze aufgrund menschlicher Bedrohungen (Gift, Jagd) garantiert.
San Luis ist Teil des Netzwerks der Kondor-Schutzgebiete (SCCN) und entwickelt Rettungs-, Rehabilitations- und Überwachungsmaßnahmen, um diesen „Wächter der Anden“ zu schützen.
Hervorragende Beobachtungsposten
Zu den erfassten Standorten gehören:
- Peñón del Valle de Pancanta
- Flora- und Faunareservat La Florida
- Nationalpark Sierra de las Quijadas
- Quebrada de los Cóndores in Potrero de los Funes
- Ramsar-Gebiet Lagunas de Guanacache, Bebedero und Desaguadero
- Geschütztes Naturgebiet Bajo de Véliz
- Cerro El Morro
- Papagayos
Die Vielfalt der Punkte spiegelt die Weite des Berggebiets wider und unterstreicht die Bedeutung der Überwachung verschiedener natürlicher Umgebungen.
Der III. Simultane Zensus des Andenkondors in San Luis war ein durchschlagender Erfolg, nicht nur wegen der Anzahl der registrierten Exemplare, sondern auch wegen der Stärkung des sozialen und wissenschaftlichen Engagements für den Erhalt dieser emblematischen Art.
Die gewonnenen Informationen werden es ermöglichen, präzisere Strategien zum Schutz des Kondors zu entwickeln und seine wesentliche Rolle in den Bergökosystemen zu gewährleisten.



