USA: Frühe Hitze in Kalifornien weckt Klapperschlangen auf

Im Süden von Kalifornien hat die ungewöhnliche vorzeitige Hitze im März begonnen, die Klappernattern vorzeitig aus ihren Verstecken zu wecken.

Rettungsdienste und lokale Behörden berichten von einem Anstieg der Sichtungen auf Wanderwegen, in Gärten und Wohngebieten.

Ein kürzliches Beispiel ereignete sich in Rancho Santa Fe, wo eine Schlange in einem Pool gefangen war, erschöpft nach stundenlangen Versuchen, herauszukommen.

Dieses Phänomen ist auf den Anstieg der Temperaturen zurückzuführen, was auf einen frühen Beginn der ‚Schlangensaison‘ hindeuten könnte. Selbst in städtischen Gebieten in der Nähe von Naturräumen sind Begegnungen immer häufiger, etwa beim Müllrausbringen oder im Garten.

Bruce Ireland von The Snake Wranglers bemerkte, dass dieses Jahr aktiver als normal war und früher begann. Er erklärt, dass die Hitze zusammen mit dem Angebot an Nahrung und Wasser die Schlangen dazu bringt, sich mehr zu bewegen.

Da Schlangen ektotherm sind, sind sie auf ihre Umgebung für ihre Aktivität angewiesen, sodass ein warmer März ihren Kalender verändert.

Eine Studie von 2021 über Klappernattern des Pazifiks legt nahe, dass ein Anstieg um 1 oder 2°C die ‚thermische Qualität‘ ihres Lebensraums verbessern könnte, was ihr Auftreten in kälteren Monaten erleichtert.

Vorzeitige Hitze

Der Anstieg der Temperaturen bedeutet keine willkürliche ‚Invasion‚ in Häuser. Schlangen suchen kühle und feuchte Orte auf, wie Keller, Gebäudespalten oder schlecht abgedichtete Pumpenbereiche.

Die Universität von Kalifornien schlägt vor, dass Schlangen im Sommer kühle oder wasserreiche Gebiete wie Pools oder Teiche aufsuchen können, wo sie oft Beute finden.

Klappernattern meiden Menschen, aber wenn sie sich bedroht fühlen, können sie angreifen. In Kalifornien ereignen sich die meisten Bisse zwischen April und Oktober, was mit mehr Zeit im Freien sowohl für Menschen als auch für Schlangen zusammenfällt.

In den USA werden jährlich zwischen 7.000 und 8.000 Bisse von Giftschlangen registriert, mit etwa fünf Todesfällen, hauptsächlich aufgrund von Verzögerungen bei der medizinischen Versorgung. In Kalifornien erhält das Giftkontrollsystem jedes Jahr zahlreiche Anrufe wegen Begegnungen mit Klapperschlangen.

Trotz der Risiken sind Schlangen wichtig, um die Nagetierpopulation zu kontrollieren und das Gleichgewicht des Ökosystems zu erhalten. Der Schlüssel liegt darin, sicher mit ihnen zu koexistieren.

Um unerwünschte Begegnungen zu vermeiden, ist es entscheidend, potenzielle Verstecke wie Bereiche mit hohem Gras oder Holzstapel zu beseitigen und die Nagetierpopulation zu kontrollieren.

Die Universität von Kalifornien rät, Risse größer als 6 Millimeter abzudichten und Zugänge unter Türen zu überprüfen, um deren Eintritt zu verhindern.

Was Repellentien betrifft, so haben sich viele als nicht wirksam erwiesen, daher wird empfohlen, sich auf physische Barrieren und gute Wartung zu konzentrieren.

Der beste Rat im Freien ist, Abstand zu halten und Ruhe zu bewahren. Beim Gehen auf Wegen ist es vorzuziehen, benutzte Pfade zu folgen, den Boden zu beobachten und langsam zurückzutreten, wenn man auf eine Schlange trifft.

Bei Anwesenheit einer Schlange auf Ihrem Grundstück ist es am sichersten, Fachleute für Wildtierkontrolle oder Notdienste zu kontaktieren. Versuchen Sie nicht, sie zu fangen oder zu töten, selbst wenn sie tot erscheint.

Im Falle eines Bisses ist es wichtig, Ruhe zu bewahren, den Notruf 911 zu wählen, Ringe und Uhren abzunehmen und medizinische Hilfe zu suchen, ohne Tourniquets oder Eis anzuwenden. Die offizielle Anleitung zu Klapperschlangen ist verfügbar unter Rattlesnake.

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