Der traditionelle Zoológico de Quito beginnt eine neue Ära als Wiwa Quito, der erste Wildtier-Schutzpark des Landes. Diese institutionelle Veränderung zielt darauf ab, die Wirkung des Rettungszentrums zu erweitern, indem es Naturschutz, Bildung und immersive Erlebnisse integriert.
„Wenn sich die Gesellschaft und die Probleme ändern, müssen sich auch die Organisationen, die Gutes tun wollen, weiterentwickeln“, sagte Martín Bustamante, Direktor von Wiwa Quito, während der offiziellen Präsentation.
Kulturelle Bedeutung
Der Name Wiwa, der auf Kichwa „Tier“ bedeutet, ehrt die andine Weltanschauung, die die Interdependenz zwischen Menschen, Fauna, Pflanzen, Bergen und Wasser begreift.
Dieser Ansatz inspiriert ein Modell des Zusammenlebens und Respekts gegenüber der Natur.

Die vier Entwicklungsachsen hin zu Wiwa Quito
Vom Zoo zum Schutzpark
- Realität: Lebensraum von mehr als 3.000 m² für drei Brillenbären, darunter Sisa.
- Zukunft: neue Lebensräume für bedrohte Andenfauna, Erweiterung der Gehege für Großkatzen und ein aufgerüstetes Veterinärkrankenhaus.
Von der Übertragung zum erfahrungsbasierten Lernen
- Realität: Haus der nachtaktiven Tiere, Wanderausstellungen wie das Maripensario und das Programm Wawas, crecer en la Naturaleza.
- Zukunft: Schaffung eines kulturellen und familiären Erholungsraums.
Von Schutz zu Erhaltung und Koexistenz
- Realität: Programme wie „Que vuelvan los uilli-uillis“ (Andenbeutelfrosch), Gemeinschaftsabkommen zur Koexistenz und ökologisches Monitoring.
- Zukunft: Bildungsinhalte, die sich auf Mensch-Tier-Beziehungen konzentrieren.
Von einem Park mit Grenzen zu einem ohne Grenzen
- Realität: Reservat von 200 Hektar im Chocó Andino, Programme der Bürgerwissenschaft in Flüssen und Schluchten und urbane Erlebnisse wie „Nos vamos de Naturaleza“.
- Zukunft: Ausweitung der Wirkung von Wiwa auf nationaler Ebene.
Sisa und ihr neuer Lebensraum
Das Projekt „Ein Lebensraum für Sisa“ symbolisiert den Beginn von Wiwa Quito. Mehr als tausend Personen und Institutionen arbeiteten zusammen, um einen Raum von 3.000 m² mit einheimischer Vegetation, Kletterstrukturen, Ruhebereichen und Wasserzonen zu schaffen. Dort leben Sisa und zwei weitere 2024 gerettete Bären zusammen.
Fundación Zoológica del Ecuador
Die Fundación Zoológica del Ecuador, verantwortlich für Wiwa Quito, ist eine gemeinnützige Organisation, die sich der Rettung und Erhaltung von Wildtieren widmet. Seit 1997 verwaltet sie den Raum von Guayllabamba, der mehr als 1.000 Tiere pro Jahr betreut und etwa 200.000 Besucher empfängt.
Mit Wiwa Quito eröffnet Ecuador ein wegweisendes Modell eines Schutzparks, das Wissenschaft, Kultur und Gemeinschaft integriert.
Dieses Projekt zielt darauf ab, sich als regionales Vorbild im Naturschutz und in der Umweltbildung zu etablieren und zu zeigen, dass institutionelle Entwicklung entscheidend sein kann, um die Herausforderungen des Klimawandels, des Biodiversitätsverlusts und der Mensch-Natur-Beziehung zu bewältigen.



