Ecuador billigt Bergbaugesetz: Regierung verteidigt Investitionen, indigene Gemeinschaften prangern Extraktivismus an

Das Parlament von Ecuador hat mit 77 Stimmen das vom Exekutivorgan vorgelegte Gesetzesprojekt zur Optimierung der öffentlichen und privaten Verwaltung im Bergbau und in der elektrischen Energie genehmigt.

Die Initiative zielt darauf ab, die operative Leistung beider Sektoren zu stärken, Steuereinnahmen und Devisen zu generieren und zur makroökonomischen Nachhaltigkeit des Staates beizutragen.

Die Abgeordneten, die die Norm unterstützten, argumentieren, dass der illegale Bergbau die Gebiete zerstört und dass das Gesetz verantwortungsvolle Investitionen mit Umweltkontrolle ermöglichen wird. Laut dem Regierungsabgeordneten Alejandro Lara bedeutet der Vorschlag nicht, zwischen Beschäftigung und Natur zu wählen, sondern beides mit klaren Regeln zu garantieren.

Indigener und sozialer Widerstand

Die Konföderation der indigenen Nationalitäten Ecuadors (Conaie) beklagte, dass das Gesetz Umweltkontrollen lockert, Lizenzen durch einfache Genehmigungen ersetzt, Konzessionen von bis zu 30 Jahren erlaubt und die Militarisierung von Gebieten ermöglicht.

Für die Organisation hat die Versammlung „den Extraktivismus über das Wasser“ gestellt. Führer wie Yaku Pérez bezeichneten die Norm als „ökologisch zerstörerisch“ und kündigten rechtliche Schritte und sogar Proteste an.

Strukturelle Änderungen

Der genehmigte Bericht reformiert mehrere Artikel des Bergbaugesetzes:

  • Stärkt die staatliche Aufsicht und präzisiert institutionelle Kompetenzen.
  • Aktualisiert das Regime der Erhaltungsgebühren und die Phasen der Erkundung/Ausbeutung.
  • Fügt ein Kapitel über die Förderung von Investitionen und strategische Sicherheitsbereiche hinzu.

Im Energiebereich wurde das Organische Gesetz über den öffentlichen Dienst der elektrischen Energie geändert, um Konzepte wie dezentrale Erzeugung, Selbstversorgung und autonome Energiedistrikte zu modernisieren. Es werden auch Regeln für die außergewöhnliche Beteiligung von privaten, ausländischen staatlichen und solidarischen Wirtschaftsbetrieben festgelegt.

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 Erfahren Sie mehr über die Details des Bergbaugesetzes in Ecuador und seine Auswirkungen auf die wirtschaftliche Nachhaltigkeit und die Umwelt im Land.

Spannungen mit dem Amazonasgebiet

Einer der umstrittensten Punkte war die Zuweisung von Lizenzgebühren an das Amazonasgebiet. Ursprünglich gefährdete ein Artikel die 30 %, die für diese Region bestimmt waren, was Spannungen mit den Amazonas-Abgeordneten auslöste. Schließlich wurde der Text korrigiert, um die parlamentarische Mehrheit wiederherzustellen.

Schlüsselpunkte der Kontroverse

  • Genehmigung und Spannungen: Das Gesetz wurde nach intensiven Debatten und Änderungen genehmigt.
  • Indigener Widerstand: Die Conaie und andere soziale Bewegungen beklagen Rückschritte bei Umweltrechten.
  • Offizielle Argumente: Die Regierung verteidigt, dass die Norm formelle Investitionen anzieht und die Illegalität bekämpft.
  • Strukturelle Änderungen: Phasen der Erkundung und Ausbeutung, das Patentsystem und die Energieregeln werden aktualisiert.
  • Amazonas-Konflikt: Der Artikel über Lizenzgebühren wurde korrigiert, um politische Spaltungen zu vermeiden.

Das vom ecuadorianischen Parlament genehmigte Bergbau- und Energiegesetz eröffnet ein neues Kapitel in der extraktiven Politik des Landes.

Während die Regierung es als Instrument zur Anziehung von Investitionen und zur Gewährleistung rechtlicher Sicherheit präsentiert, betrachten indigene Gemeinschaften und Oppositionssektoren es als Rückschritt in Umwelt- und Sozialfragen. Der Text geht nun an die Exekutive zur Umsetzung, während die Gegner Verfassungsklagen und Mobilisierungen vorbereiten.

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