Eine Gruppe brasilianischer Touristen wurde bestraft, weil sie einen gesperrten Bereich des Nationalparks Nahuel Huapi in der Region Pampa Linda betreten haben, indem sie die Beschilderung ignorierten und eine Sicherheitsbarriere überquerten.
Das Gebiet, bekannt als Ventisquero Negro, ist aufgrund von Erdrutschgefahr, Steinschlag und Schäden an einem fragilen Ökosystem gesperrt.
Die Identifizierung wurde dank einer koordinierten Aktion zwischen Parkwächtern, der Nationalgendarmerie, Führern und Tourismusdienstleistern durchgeführt, die audiovisuelles Material und fotografische Aufzeichnungen bereitstellten.
Gründe für die Sperrung
Der Boden des Gebiets besteht aus Gletschermoränen mit wenig gefestigten Materialien, instabilen Hängen und losen Steinen. Der Personenverkehr erhöht das Unfallrisiko und hat negative Auswirkungen auf eine besonders empfindliche Umgebung.
Der erlaubte Zugang ist auf den freigegebenen Aussichtspunkt beschränkt, der so gestaltet ist, dass man die Lagune und den Gletscher sicher beobachten kann.
Sanktionsverfahren
Der Verstoß wurde von Führern und Tourismusdienstleistern bemerkt, die den diensthabenden Parkwächter sofort informierten. Das Verfahren endete mit der Ausstellung von Protokollen und der Benachrichtigung der Besucher.
Die Parkverwaltung betonte, dass das sichtbare Fehlen von Parkwächtern an einem bestimmten Punkt nicht auf mangelnde Kontrolle hinweist, da die Abteilungen große Flächen abdecken und die Beamten gleichzeitig in verschiedenen Bereichen arbeiten.
Die Behörde schätzte die Zusammenarbeit zwischen Führern, Tourismusdienstleistern, der Gendarmerie und Parkwächtern und betonte, dass die Beteiligung derjenigen, die im Gebiet arbeiten, entscheidend ist, um die natürlichen Umgebungen zu schützen und die Sicherheit der Besucher zu gewährleisten.

Historisches und natürliches Erbe des Parks Nahuel Huapi
Der Nationalpark Nahuel Huapi ist das älteste Schutzgebiet Argentiniens und ein Referenzpunkt in Lateinamerika:
- Erhaltung der Biodiversität: schützt drei Ökoregionen (Patagonische Wälder, Steppe und Hochanden) und Arten wie den Huemul, Pudú, Monito del Monte und Andenkondor.
- Historisches Erbe: entstand durch die Landspende von Francisco Pascasio Moreno im Jahr 1903, ein Vorläufer des Nationalparksystems.
- Wasserreservoir und landschaftliche Schönheit: reguliert lebenswichtige Wassereinzugsgebiete und beherbergt emblematische Landschaften wie den gleichnamigen See und den Cerro Tronador.
- Tourismus und wirtschaftliche Entwicklung: ist Motor des nachhaltigen Tourismus mit Aktivitäten wie Wandern und Trekking.
Der Vorfall im Ventisquero Negro erinnert an die Bedeutung, die Beschilderung und die freigegebenen Bereiche in den Nationalparks zu respektieren.
Der Erhalt fragiler Umgebungen und die Sicherheit der Besucher hängen von der Bürgerverantwortung und der Zusammenarbeit zwischen Institutionen und der Gemeinschaft ab.



