Im vergangenen Jahr wurden 44 Arten für ausgestorben erklärt und 48.600 weitere sind noch gefährdet, so die Rote Liste der IUCN

Die Internationale Union zur Bewahrung der Natur (IUCN) bestätigte, dass im Jahr 2025 44 verschiedene Arten sowohl von Flora als auch von Fauna für ausgestorben erklärt wurden.

So ging weltweit eine bedeutende Biodiversität von Tieren, Pilzen und Pflanzen verloren, die nicht mehr existieren.

Die Rote Liste verzeichnete diese ausgestorbenen Arten nach rigorosen wissenschaftlichen Bewertungen, die von Experten aus der ganzen Welt durchgeführt wurden.

Die Organisation aktualisiert dieses Register täglich, das die weltweit autoritativste Referenz über den Zustand der Biodiversität darstellt.

Conus lugubris, una de las especies extintas de 2025
Conus lugubris, eine der im Jahr 2025 ausgestorbenen Arten.

Die herausragendsten ausgestorbenen Arten des Jahres

Der Schlankschnabel-Brachvogel war eine der herausragendsten ausgestorbenen Arten in diesem Zeitraum. Dieser Zugvogel durchquerte über Jahrhunderte die Himmel von Eurasien und Nord-Afrika.

Er gehörte zur Familie des Regenbrachvogels, der noch an mehreren Orten in Spanien überlebt. Der Schlankschnabel-Brachvogel ist jedoch nirgendwo auf der Welt mehr zu finden.

Der Conus lugubris war ein weiteres Lebewesen, das im Laufe des Jahres dauerhaft verschwand. Diese kleine Meeresschnecke bewohnte jahrzehntelang die Küsten von Kap Verde.

Sein giftiger Stich führte zu Konflikten mit Menschen, aber Wissenschaftler hoben seine Rolle in der ozeanischen Biodiversität hervor.

Darüber hinaus betraf der Verlust auch Säugetiere mit großem ökologischem Einfluss.

Zum Beispiel wurde die Weihnachtsinsel-Spitzmaus, ein winziger australischer Insektenfresser von etwa 15 Zentimetern, als verschwunden erklärt. Die letzte Sichtung dieses Tieres wurde in den 1980er Jahren registriert.

Australien war zudem Schauplatz des dauerhaften Verschwindens von drei Arten von Bandicoots. Diese kleinen, allesfressenden Beuteltiere zeigten über Jahrhunderte eine bemerkenswerte Fähigkeit zur Anpassung an extreme Umgebungen.

Sie widerstanden jedoch nicht der direkten Einwirkung des Menschen auf ihre natürlichen Lebensräume.

Mehr als 48.600 Arten vom Aussterben bedroht

Die IUCN wies darauf hin, dass derzeit mehr als 48.600 Arten auf der Roten Liste noch vom Aussterben bedroht sind.

Diese Zahl repräsentiert 28% der von der Organisation bewerteten Arten. Die am stärksten bedrohten Gruppen sind die folgenden:

  • Zykladen: 71 Prozent bedroht
  • Korallen: 44 Prozent bedroht
  • Amphibien: 41 Prozent bedroht
  • Haie und Rochen: 38 Prozent bedroht

In den letzten fünf Jahren wurden insgesamt 310 Arten laut offiziellen Daten der IUCN in die Kategorie der ausgestorbenen Arten aufgenommen.

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Catherine Numa, Koordinatorin des Artenprogramms im Mittelmeer-Kooperationszentrum, erklärte, dass diese Zahl von den laufenden Projekten und Studien abhängt.

Wenn die Ergebnisse einer umfassenden Studie veröffentlicht werden, steigt die Zahl der ausgestorbenen Arten punktuell an.

Die Ursachen hinter dem Aussterben

Die Experten der IUCN identifizierten mehrere klare Muster hinter dem Aussterben dieser Arten, die auf der Roten Liste stehen.

Zu den Hauptfaktoren zählten der Verlust und die Degradierung von Lebensräumen sowie die Einführung invasiver Arten.

Auch die Übernutzung und der Klimawandel spielen in diesem Prozess eine immer größere Rolle.

All diese Faktoren teilen einen gemeinsamen Nenner: die menschliche Aktivität, sowohl direkt als auch indirekt.

Laut Numa kann die Menschheit jedoch noch viele Arten retten, die vom Aussterben bedroht sind, wenn sie schnell und ambitioniert handelt.

„Die Rote Liste ist nicht nur eine Diagnose, sondern auch ein Werkzeug, um Entscheidungen und Prioritäten zu lenken. Wir wissen, welche Arten gefährdet sind und warum; was fehlt, ist das Handeln mit der notwendigen Schnelligkeit und Ambition“, schloss die IUCN-Expertin.

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