Die jüngste globale Umweltbewertung warnt davor, dass die Klimakrise, der Verlust der biologischen Vielfalt und die Verschmutzung bereits Millionenkosten verursachen. Die Auswirkungen betreffen Gemeinschaften, Volkswirtschaften und ganze Ökosysteme und verstärken soziale und klimatische Verwundbarkeiten.
Der Bericht betont, dass die Beibehaltung der aktuellen Modelle die Umweltschäden und wirtschaftlichen Schäden in den kommenden Jahrzehnten vertiefen wird. Er schlägt sogar gleichzeitige Veränderungen in Energie, Lebensmittelsystemen, Finanzen und Materialmanagement vor.
Die Förderung sauberer Energien, der Kreislaufwirtschaft und der Wiederherstellung von Ökosystemen würde helfen, Klimarisiken zu reduzieren und die biologische Vielfalt wiederherzustellen. Diese Transformationen könnten bis 2070 jährlich bis zu 20 Billionen Dollar generieren, mit Vorteilen, die weiter wachsen würden.

Jenseits des BIP: eine neue Art, Fortschritt zu messen
Die Experten bestehen darauf, Indikatoren einzubeziehen, die Naturkapital und menschliches Wohlbefinden widerspiegeln. Der Übergang zu dekarbonisierten und zirkulären Volkswirtschaften erfordert eine korrekte Bewertung der Umweltauswirkungen.
Die Korrektur schädlicher Subventionen und die Förderung nachhaltiger Anreize sind entscheidend, um die Richtung der globalen Entwicklung zu ändern. Bis 2050 würde die Reduzierung der Luftverschmutzung Millionen von vorzeitigen Todesfällen verhindern.
Veränderungen in den Lebensmittelsystemen würden helfen, die Unterernährung und die extreme Armut weltweit zu verringern. Der Bericht schätzt, dass diese Maßnahmen die soziale Widerstandsfähigkeit gegenüber immer schwereren Klimakrisen stärken werden.
Die Kosten des Nicht-Handelns: ein heißerer Planet und fragilere Volkswirtschaften
Wenn die aktuellen Trends anhalten, könnte die globale Temperatur in den 2040er Jahren um mehr als 2°C steigen. Die Klimafolgen könnten das globale BIP bis Ende des Jahrhunderts um bis zu 20 % reduzieren. Die Degradation von fruchtbaren Böden, der Verlust von Arten und die Anhäufung von Plastikmüll würden ungebremst voranschreiten.
Die Umweltverschlechterung trifft diejenigen härter, die auf natürliche Ressourcen angewiesen sind, um zu überleben. Mit degradierten Böden, weniger verfügbarem Wasser und extremen Klimabedingungen verlieren ländliche Gemeinschaften Nahrungsquellen und Einkommen.
Der Klimawandel verteuert auch die landwirtschaftliche Produktion, was zu teureren Lebensmitteln und größerer Ernährungsunsicherheit führt. Der Bericht hält fest, dass die Verbesserung der Gesundheit des Planeten eine der effektivsten Möglichkeiten ist, die soziale Verwundbarkeit zu verringern.
Die Wiederherstellung von Ökosystemen und die Förderung kohlenstoffarmer Volkswirtschaften helfen, Einkommen zu stabilisieren und Lebensgrundlagen zu schützen. Umweltinvestitionen erweitern Beschäftigungsmöglichkeiten, stärken Gemeinschaften und ermöglichen es Millionen von Menschen, der Armut zu entkommen.

Ein globaler Aufruf, eine nachhaltige Zukunft zu gestalten
Die UNO fordert Regierungen, Unternehmen und die Zivilgesellschaft auf, gemeinsam an integrierten Lösungen zu arbeiten. Die Annahme von lokalem und indigenem Wissen ist entscheidend, um gerechte und effektive Übergänge zu gewährleisten.
Der Bericht betont, dass der Planet noch Stabilität wiedererlangen kann, wenn die Maßnahmen jetzt und in großem Maßstab beginnen.



