Der Bezos Earth Fund kündigte eine neue Spende von 24,5 Millionen USD in Form von Zuschüssen an, um den Schutz wichtiger Meeresgebiete im tropischen östlichen Pazifik zu stärken, einschließlich des Fauna- und Flora-Schutzgebiets Malpelo in Kolumbien.
Diese Zuweisung verdoppelt fast die Gesamtinvestition des Fonds in der Region, die nun über 60 Millionen USD beträgt.
Ziele der Investition
Die Mittel werden verwendet für:
- Unterstützung von Rangern, Küstengemeinden und lokalen Organisationen.
- Stärkung der Sicherheit und Planung auf dem Wasser.
- Erweiterung des gemeinschaftlichen Schutzes in Aufzuchtgebieten.
- Stärkung der angewandten Wissenschaft zur Erhaltung in Costa Rica, Panama, Kolumbien und Ecuador.
Seit 2021 haben diese Länder mehr als 400.000 km² neue Meeresschutzgebiete ausgewiesen und damit den regionalen Schutz verdreifacht. Panama, Costa Rica und Kolumbien schützen bereits mehr als 30 % ihrer nationalen Gewässer, während Ecuador den Schutz in kritischen Gebieten erweitert hat.
Erklärungen und regionale Vision
Tom Taylor, Präsident des Fonds seit Juli 2025, betonte, dass diese Gewässer gefährdete Schildkröten, Thunfischschwärme und Tausende von Hammerhaien beherbergen.
Er unterstrich, dass das Ziel darin besteht, den Marine Corridor of the Eastern Tropical Pacific als das erste grenzüberschreitende Meeresbiosphärenreservat der Welt zu fördern und zu zeigen, dass dauerhafte Erhaltung möglich ist, wenn Nationen zusammenarbeiten.

Spezifische Zuschüsse
- 13,85 Millionen USD an re:wild: eine von Wissenschaftlern und Leonardo DiCaprio gegründete Organisation, die Küstengärtnereien und lokale Gemeinschaften unterstützt. In Kolumbien wird sie mit dem Fondo Acción zusammenarbeiten, dem Verwalter des ersten Schuldenumtauschs für den Naturschutz des Landes, der entscheidend für die Schaffung des Treuhandkontos des Malpelo-Schutzgebiets ist.
- 1 Million USD an MigraMar: wissenschaftliche Autorität für wandernde Arten. In Malpelo überwachen sie Hammerhaie durch visuelle Zählungen, akustische Markierungen und ferngesteuerte Unterwasserkameras (BRUVS).
- 4 Millionen USD an Global Fishing Watch: für intelligentere Patrouillen mit Zugang zu Satelliteninformationen und Echtzeit-Planungstools.
- 5,65 Millionen USD an WildAid: für Ausrüstung und Ausbildung von Parkwächtern, um den Kampf gegen illegale Fischerei im kolumbianischen Pazifik zu stärken.
Expeditionen und angewandte Wissenschaft
Im Jahr 2024 leitete der Fondo Acción die „Expedición Pacífico Sostenible“ zusammen mit den Nationalparks von Kolumbien und anderen Einrichtungen. Es wurde die Kohlenstoffbindung und der Klimawandel in geschützten Meeresgebieten untersucht, mit Erkenntnissen wie:
- Mehr als 65 Millionen Tonnen gespeicherter Kohlenstoff in bestimmten Monaten.
- Kritische Temperaturschwankungen für Ökosysteme und Fischerei.
Die Rolle des Bezos Earth Fund
Seit seiner Gründung im Jahr 2020 hat der Fonds mehr als 1,8 Milliarden USD gespendet, als Teil von Jeff Bezos‘ Verpflichtung, 10 Milliarden USD in 10 Jahren zur Bekämpfung des Klimawandels beizutragen. Sein Portfolio umfasst Projekte in Kolumbien wie Herencia Colombia, den Pazifik-Meereskorridor und die CIAT-Saatgutbank der Zukunft in Palmira.
Der kolumbianisch-amerikanische Wissenschaftler Christian Samper, ehemaliger Direktor des National Museum of Natural History in Washington und der Wildlife Conservation Society, leitet seit 2022 das Umweltportfolio des Fonds. Seine Rolle war entscheidend für die Zuweisung von Ressourcen für die kolumbianische Biodiversität.
Die neue Investition des Bezos Earth Fund verstärkt den Schutz einzigartiger Meeresökosysteme und stärkt die regionale Zusammenarbeit zwischen Costa Rica, Panama, Kolumbien und Ecuador.
Mit Initiativen, die vom wissenschaftlichen Monitoring bis zur Ausbildung von Parkwächtern reichen, zielt das Projekt darauf ab, sicherzustellen, dass ikonische Arten wie Hammerhaie und Meeresschildkröten weiterhin Zuflucht im tropischen östlichen Pazifik finden.



