Peru treibt ein wegweisendes Blau-Kohlenstoff-Projekt zur Rettung der Mangroven von Tumbes voran: Worum geht es?

Peru schreitet mit einer beispiellosen Umweltstrategie voran, um eines seiner wertvollsten Ökosysteme zu erhalten. Durch das Konsortium Manglares del Noroeste del Perú hat das Land das erste Blue-Carbon-Projekt gestartet, das darauf abzielt, das Nationalheiligtum Los Manglares de Tumbes zu bewahren.

Der Vorschlag kombiniert Umweltschutz, Klimafinanzierung und ökologische Wiederherstellung. Darüber hinaus soll der Schutz der Mangroven in ein nachhaltiges Instrument verwandelt werden, das in der Lage ist, Ressourcen zu generieren, um das Ökosystem langfristig zu erhalten.

In diesem Zusammenhang begannen Spezialisten, den gespeicherten Kohlenstoff in den Küstenwäldern von Tumbes zu messen, die als entscheidend für die Reduzierung von Treibhausgasen und den Schutz der marinen und terrestrischen Biodiversität gelten.

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Peru fördert ein wegweisendes Blue-Carbon-Projekt, um die Mangroven von Tumbes zu retten.

Die Mangroven von Tumbes, eine natürliche Barriere gegen die Klimakrise

Mangroven erfüllen wesentliche Funktionen für das Umweltgleichgewicht. Ihre Wurzeln halten Sedimente zurück, dämpfen Überschwemmungen und dienen als Zufluchtsort für Fische, Krustentiere und Vögel, die auf diese Lebensräume angewiesen sind, um zu überleben.

Darüber hinaus fungiert das Nationalheiligtum Los Manglares de Tumbes als ein enormes natürliches Kohlenstoffreservoir. Vorläufige Studien aus dem Jahr 2023 zeigten, dass das Ökosystem etwa 450 Tonnen Kohlenstoff pro Hektar in Biomasse und Boden speichert.

Insgesamt wird geschätzt, dass die Mangroven der Region etwa 1,78 Millionen Tonnen Kohlenstoff speichern, was mehr als 6,5 Millionen Tonnen Kohlendioxid entspricht, die aus der Atmosphäre zurückgehalten werden.

Darüber hinaus betonen Spezialisten, dass degradierte Wälder ein großes Wiederherstellungspotenzial besitzen. Während reife Mangroven eine stabile Aufnahme beibehalten, können sich erholende Gebiete Kohlenstoff schneller aufnehmen.

Was ist Blue Carbon und wie hilft es der Umwelt?

Blue Carbon ist der Kohlenstoff, der von Küstenökosystemen mit Vegetation wie Mangroven, Salzwiesen und Seegraswiesen aufgenommen und gespeichert wird. Diese Umgebungen haben eine enorme Fähigkeit, Kohlendioxid zu absorbieren und es über Jahrhunderte in Wurzeln und Sedimenten zu speichern.

Im Gegensatz zu anderen terrestrischen Ökosystemen speichern Mangroven große Mengen an Kohlenstoff unter Wasser und in überschwemmten Böden. Dies reduziert erheblich die Freisetzung von Treibhausgasen, die für die globale Erwärmung verantwortlich sind.

Darüber hinaus trägt Blue Carbon dazu bei, die Küsten vor Stürmen, Erosion und dem Anstieg des Meeresspiegels zu schützen. Es fördert auch die marine Biodiversität und stärkt wirtschaftliche Aktivitäten im Zusammenhang mit der handwerklichen Fischerei und dem nachhaltigen Tourismus.

Infolgedessen begannen zahlreiche Länder, diese Ökosysteme in ihre Klimastrategien zu integrieren. Der Schutz von Mangroven wird bereits als ein Schlüsselinstrument zur Bewältigung der globalen Umweltkrise angesehen.

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Peru fördert ein wegweisendes Blue-Carbon-Projekt, um die Mangroven von Tumbes zu retten.

Ein innovatives Projekt, das technische und wirtschaftliche Herausforderungen meistert

Das peruanische Projekt begann 2023 mit dem Prozess der internationalen Zertifizierung nach dem Plan Vivo-Standard. Dieser Schritt würde den Eintritt in den freiwilligen Kohlenstoffmarkt ermöglichen und Investitionen für den Naturschutz und die ökologische Wiederherstellung anziehen.

Es bestehen jedoch noch wichtige Hindernisse. Das Umweltministerium von Peru muss die Initiative noch offiziell im Nationalen Register für Minderungsmaßnahmen anerkennen, was eine notwendige Voraussetzung ist, um in neue Phasen voranzuschreiten.

Darüber hinaus analysieren Spezialisten die Erweiterung des Projekts auf das gesamte Mangrovenökosystem und nicht nur auf das geschützte Heiligtum. Die Ausweitung würde die Kohlenstoffaufnahmefähigkeit erhöhen und die Umweltauswirkungen des Vorschlags stärken.

So versucht Peru, ein Modell zu konsolidieren, in dem der Naturschutz und die Klimafinanzierung gemeinsam daran arbeiten, eines der zerbrechlichsten und strategischsten Ökosysteme Südamerikas zu bewahren.

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