Die Provinzabgeordnete Magdalena Odarda hat ein Projekt vorgestellt, um die absolute Nichtigkeit der Immobiliengeschäfte zu erklären, die es ermöglichten, dass mehr als 14.000 Hektar in der rionegrinischen Kordillere unter Strukturen gerieten, die mit dem Staat der Vereinigten Arabischen Emirate verbunden sind.
Das umstrittene Gebiet befindet sich in den Quellen des Río Chubut, einer strategischen Region aufgrund ihres Umwelt-, Wasser- und geopolitischen Wertes. Die Initiative fordert, dass die Staatsanwaltschaft gerichtlich vorgeht, um die Gebiete zurückzugewinnen und die Verwaltungsakte, die die Übertragung ermöglichten, aufzuheben.
Kontext und Präsidentschaftsbesuch
Das Thema erlangte erneut Bekanntheit nach der Ankunft in Bariloche am 24. Februar des Präsidenten der Vereinigten Arabischen Emirate und Emir von Abu Dhabi, Mohammed bin Zayed Al Nahyan, in einem außergewöhnlichen Sicherheitsbetrieb.
Einer der Hubschrauber seiner Delegation flog zur Estancia Las Marías, in der Nähe der umstrittenen Ländereien, was die Vermutungen über die direkte Verbindung zu Grundstücken in Patagonien verstärkte.
Ursprung der Operation
Die Existenz dieser Manöver kam während eines Prozesses wegen Landbesetzung gegen die Mapuche-Frau Soledad Cayunao ans Licht, die schließlich freigesprochen wurde. In diesem Verfahren wurde enthüllt, dass die Ländereien durch eine Operation von zwei Millionen Dollar finanziert durch die Regierung der Vereinigten Arabischen Emirate erworben worden waren.
Der Verkäufer war der Energieunternehmer Marcos Marcelo Mindlin, Partner des britischen Magnaten Joe Lewis, der weitere 12.000 Hektar in der Gegend besitzt. Die Geschäfte wurden über Treuhandfonds und finanzielle Triangulationen abgewickelt, was zu starken Bedenken führte, da sie die ausländische Kontrolle verschleierten.
Legislative Argumente
Odarda warnte, dass die Übertragung eine schwere territoriale Beeinträchtigung darstellt und den Grundsätzen der Provinzverfassung widerspricht. Sie wies darauf hin, dass „die Grenzen von Río Negro neu konfiguriert wurden“ und prangerte stille Prozesse der Ausländerisierung an, die große Flächen in ausländische Hände konzentrieren.
Das Projekt verknüpft diese Operationen mit den 2016 durch das Dekret 820/2016 der Regierung von Mauricio Macri eingeführten Änderungen, die die Kontrollen des Nationalen Gesetzes 26.737 zum Schutz von ländlichen Gebieten lockerten und den Kauf strategischer Ländereien durch Ausländer erleichterten.

Umwelt- und geopolitischer Wert
Die Ländereien befinden sich in Cerro Carreras, einem sensiblen Gebiet aufgrund der Präsenz von Wasserquellen und wichtigen Bergökosystemen. Experten warnen seit Jahren vor dem Vormarsch ausländischer Kapitalien auf patagonische Gebiete, die mit Süßwasserreserven, Wäldern, Seen und Grenzgebieten verbunden sind.
Die Initiative greift Berichte der Untersuchungskommission für Landübertragungen in Río Negro auf, die Unregelmäßigkeiten, Verkäufe zu lächerlichen Preisen und spekulative Manöver über staatliche Ländereien aufdeckte.
Geforderte Maßnahmen
Das Projekt weist die Staatsanwaltschaft an:
- Die übertragenen Hektar zurückzugewinnen.
- Die vollständige Legalität der Operationen zu überprüfen.
- Die Nichtigkeit der Verwaltungsakte zu erklären, die die ausländische Kontrolle ermöglichten.
Offene Debatte in Patagonien
Für Umweltgruppen und territoriale Organisationen rückt der Fall erneut den Streit um Land, den Zugang zu Wasser und das Vorrücken ausländischer Interessen in strategische Regionen für die Umwelt- und geopolitische Zukunft Argentiniens in den Vordergrund.
Die Kontroverse um die 14.000 Hektar in Río Negro spiegelt einen strukturellen Konflikt über die Ausländerisierung von Ländereien in Patagonien wider. Die gesetzgeberische Initiative zielt darauf ab, Operationen zu stoppen, die Wasserressourcen und Schlüsselökosysteme gefährden, und eröffnet eine Debatte, die territoriale Souveränität, Umweltschutz und institutionelle Transparenz kombiniert.



