Forscher des Instituts für nachhaltige Entwicklung der Nebelwaldregion (INDES-CES) der Nationalen Universität Toribio Rodríguez de Mendoza (UNTRM), zusammen mit internationalen Institutionen, bestätigten die Entdeckung einer neuen Froschart in den nördlichen Anden des Landes.
Die Art, genannt Gastrotheca mittaliiti, wurde im subalpinen Páramo von Huancabamba gefunden, einem Ökosystem, das für seine hohe Biodiversität bekannt ist. Der Fund wurde durch DNA-Analysen und detaillierte morphologische Bewertungen gemacht, die bestätigten, dass es sich um einen Amphibien handelt, der sich von den bereits registrierten unterscheidet.
Einzigartige Merkmale
Die Gastrotheca mittaliiti weist auffällige Merkmale auf:
- Spezielle Fortpflanzung: Die Weibchen besitzen einen Beutel auf dem Rücken, in dem sie ihre Jungen transportieren, ein Schlüsselmerkmal für evolutionsbiologische Studien.
- Kleine Größe: Die Männchen messen zwischen 27,6 und 32,5 mm.
- Unverwechselbare Morphologie: raue Haut, prominente Falten und einzigartige Körperstrukturen.
Darüber hinaus berichtete die Studie erstmals über das Vorkommen von Gastrotheca turnerorum in Peru, was das Wissen über die Verbreitung dieser Froschgattung erweitert.
An der Arbeit beteiligten sich das Naturhistorische Museum der Nationalen Universität San Marcos, die Florida International University und die Universität Sevilla sowie weitere Institutionen. Die Ergebnisse wurden in der wissenschaftlichen Zeitschrift Zootaxa veröffentlicht.

Ein weiterer Fund: ein neuer Anden-Nagetier
Im März 2026 wurde ebenfalls eine neue Art von semi-aquatischem Nagetier identifiziert: Incanomys parviauris, beschrieben in den Bergwäldern der östlichen Andenflanke.
- Es besitzt kleine, vom Fell verborgene Ohren.
- Es ist an feuchte Umgebungen angepasst.
- Es weist spezifische Merkmale am Schädel und an den Schneidezähnen auf.
Genetische Analysen bestätigten seine Verwandtschaft mit einer anderen kürzlich in Machu Picchu beschriebenen Art und lieferten Informationen über die Evolution dieser Tiere in Hochgebirgsökosystemen.
Wichtige Schutzgebiete
Das neue Nagetier wurde in mindestens vier geschützten Naturgebieten Perus registriert, darunter:
- Nationalheiligtum Cordillera de Colán.
- Nationalpark Río Abiseo.
Diese Gebiete sind für die wissenschaftliche Forschung von entscheidender Bedeutung, da sie Lebensräume beherbergen, in denen noch unbekannte Arten entdeckt werden.
Die Entdeckungen von Gastrotheca mittaliiti und Incanomys parviauris unterstreichen die Bedeutung der hochandinen Ökosysteme als noch wenig erforschte Biodiversitätsreservoirs.
Die Region Amazonas und die Bergwälder Perus festigen sich als privilegierte Schauplätze für die Wissenschaft und erinnern daran, dass der Schutz dieser Gebiete entscheidend ist, um einzigartige Arten zu bewahren und die Evolution des Lebens in den Anden zu verstehen.



