Diese Initiative, die in Argentinien Pionierarbeit leistet, zielt darauf ab, die forensische DNA mit dem wissenschaftlichen Wissen in den gerichtlichen Untersuchungen von Straftaten, die die Biodiversität betreffen, zu integrieren.
Der Hauptfokus liegt auf der Implementierung präziser Protokolle für die Sammlung, Erhaltung und Analyse von genetischen Beweisen.
Entwicklung der Schulung
Am 10. März 2026 nahmen über 50 Fachleute — darunter Bundessicherheitskräfte, Beamte der Staatsanwaltschaft und technisches Personal zur Faunakontrolle — an dem Workshop „Forensische DNA angewandt auf gerichtliche Untersuchungen zum illegalen Wildtierhandel“ teil.
Die Veranstaltung wurde von WCS Argentinien mit Unterstützung des CONICET, des Argentinischen Museums für Naturwissenschaften (MACN), des Nationalen Sicherheitsministeriums, der Argentinischen Bundespolizei und in Zusammenarbeit mit dem Büro INL der Vereinigten Staaten gefördert.
Strategisches Ziel
Ziel der Schulung war es, die operativen Fähigkeiten durch den Einsatz von forensischen DNA-Tools zu stärken. Durch die Einbeziehung von technischen Protokollen und wissenschaftlichem Wissen soll die Qualität der genetischen Beweise verbessert werden, um eine stärkere Antwort auf die organisierte Kriminalität zu bieten.
Die Auswirkungen des illegalen Handels in Argentinien
Der illegale Wildtierhandel ist eine Form der transnationalen organisierten Kriminalität, die die nationale Sicherheit, die öffentliche Gesundheit und die Souveränität bedroht. Argentinien fungiert als strategischer Ausgangs-, Transit- und Zielpunkt in Südamerika.
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Es wird geschätzt, dass mehr als 140 Wildtierarten im Land betroffen sind.
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Mindestens 30 Arten sind vom Aussterben bedroht.
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Zu den am häufigsten illegal gehandelten Tieren gehören der sprechende Papagei, der Tukan, die Landschildkröte und verschiedene Affen.

Die Wissenschaft als gerichtliches Werkzeug
Experten von WCS Argentinien und dem Sicherheitsministerium waren sich einig, dass die interinstitutionelle Zusammenarbeit von entscheidender Bedeutung ist. Dr. José Pereyra betonte, dass diese Umweltkriminalität oft Routen und Logistik mit dem Drogenhandel und der Geldwäsche teilt.
Der Einsatz von forensischer DNA ermöglicht:
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Die präzise Identifizierung der gehandelten Arten.
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Die Bestimmung des geografischen Ursprungs der Exemplare.
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Die Verknüpfung von Beweisen in komplexen Untersuchungen.
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Die Erkennung von kriminellen Mustern und illegalen Abbaugebieten.
Theoretische und praktische Ausbildung
Der Workshop umfasste Module, die von Forscherinnen des CONICET über die Grundlagen der Artenidentifikation und die Entnahme biologischer Proben, um die Kontamination oder den Abbau des Beweiswerts zu vermeiden, gehalten wurden. Es wurde auch ein realer Fall aus dem Jahr 2025 vorgestellt, bei dem erstmals genetische Beweise in einem Einsatz verwendet wurden.

Neues technisches Protokoll
Als Ergebnis der gemeinsamen Arbeit zwischen dem MACN und WCS wurde das „Technische Protokoll für die Sammlung und Erhaltung genetischer Beweise“ vorgestellt. Dieses Dokument standardisiert die Handhabung, Dokumentation und den Transport von Proben und gewährleistet die Integrität der Beweise und ihre Gültigkeit im mündlichen Verhandlungssystem.



