Ein internationales Expertenteam für Biologie, angeführt von der Universität Edinburgh, hat eine umfassende Analyse der biologischen Bedrohungen veröffentlicht, denen die Menschheit ausgesetzt ist. Diese Studie fasst jahrelange Daten zusammen, um 239 Viren zu identifizieren und zu verstehen, die Menschen infizieren können.
Viren: Die größte pandemische Bedrohung
Laut den in The Conversation geteilten Erkenntnissen werden jedes Jahr zwei bis drei neue Viren entdeckt, die Menschen infizieren können. Diese Entdeckungsrate unterstreicht die dynamische Entwicklung unserer biologischen Umgebung.
Die Forscher haben festgestellt, dass bemerkenswerte 90% dieser Viren auch bei Tieren vorkommen, was darauf hindeutet, dass Zoonosen ein Hauptweg der Übertragung auf den Menschen sind. Dieser Austausch zwischen Arten wird durch die Zerstörung natürlicher Lebensräume und den engen Kontakt mit Wildtieren verschärft, was das Übertragungsrisiko erheblich erhöht.
Die Studie zeigt, dass, obwohl eine große Anzahl von Viren identifiziert wurde, nur 60 Arten die Fähigkeit haben, sich effektiv unter Menschen zu verbreiten. Das Anden-Hantavirus ist einer der hervorgehobenen Erreger aufgrund seiner Fähigkeit zur Mensch-zu-Mensch-Übertragung.
Die ständige Überwachung dieser Viren ist entscheidend, um potenzielle Pandemien zu verhindern, sodass Labore schnell Diagnosetests und Impfstoffe entwickeln können. Die nächste Gesundheitsbedrohung, als Krankheit X bezeichnet, könnte von Viren ausgehen, die hämorrhagisches Fieber oder Multiorganversagen verursachen, so der Bericht des Daily Mail.
Professor Mark Woolhouse, Experte für Epidemiologie, betont die Bedeutung der kontinuierlichen Überwachung: „Neue Viren, die Menschen infizieren, werden ständig entdeckt. Eines davon könnte die Krankheit X sein, die die nächste Pandemie verursacht“. Diese Überwachung muss global sein, da Ausbrüche in allen Regionen der Welt festgestellt wurden, mit Ausnahme der Antarktis.



