Brände in Las Lechiguanas: Menschliche Absicht und fehlende Prävention verschärfen die Krise auf den Inseln des Paraná

Am Dienstagnachmittag brachen die ersten bedeutenden Brände des Jahres auf den Inseln von Las Lechiguanas aus, die im Paraná-Fluss im Bezirk Gualeguay (Entre Ríos) liegen. Es wurden mindestens 12 Brandherde registriert, während die argentinische Nationalmannschaft um den Einzug ins Viertelfinale kämpfte.

Dank des Einsatzes der Feuerwehr wurde das Feuer auf das Gelände beschränkt, auf dem es ausbrach, obwohl die Ursachen noch nicht geklärt sind.

Eine anfällige Region

Las Lechiguanas umfassen etwa 250.000 Hektar, was 3% der Fläche von Entre Ríos entspricht. Es ist ein Gebiet mit intensiver Viehzucht, das mit Produzenten aus San Pedro, Baradero und Ramallo geteilt wird, getrennt nur durch den Paraná-Fluss.

Die Frostperiode hinterlässt trockene Weiden, die als Brennstoff dienen, und die Winde begünstigen die Ausbreitung der Flammen.

Verdacht auf Vorsatz

Behörden und lokale Vertreter weisen auf menschliches Handeln hin:

  • Zivilschutz von San Pedro schloss natürliche Ursachen aus.
  • In früheren Fällen wurden die Brände Jägern zugeschrieben, die nach Capybaras suchten.
  • In diesem Fall deuten Berichte darauf hin, dass ein Produzent das Feuer entfacht haben könnte, um verstreute Tiere zu lokalisieren, obwohl es keine offizielle Bestätigung gibt.

Der Direktor des Zivilschutzes von San Pedro, Fabio Giovanettoni, war entschieden: „Es steht außer Frage, dass diese Brandherde vom Menschen verursacht werden. Es ist weder ein UFO noch ein Blitz“.

Brand auf den Inseln des Paraná
Menschliches Handeln wird als mögliche Ursache des Brandes auf den Inseln des Paraná angesehen.

Überwachung und Kritik

Das System FIRMS der NASA erkannte die thermischen Anomalien in Echtzeit. Giovanettoni kritisierte jedoch den Mangel an Ressourcen:

  • Die Aufklärungsflüge wurden eingestellt.
  • Die Einsatztruppen sind nicht mehr vor Ort.
  • Die Überwachung beschränkt sich auf Fernbeobachtungen.

Laut dem Beamten wird erwartet, dass die „weise Natur“ das Feuer löscht, wenn es auf eine Wasserfläche trifft, aber die Ausdehnung der Insel erschwert diese Möglichkeit.

Produktive und soziale Auswirkungen

Der Brand betrifft direkt kleine Produzenten und Bewohner, die von der Viehzucht abhängig sind:

  • Heftige Schäden: Verlust von Weiden und Vieh.
  • Unmöglichkeit von Brandschneisen: Das Gelände und die Trockenheit machen es unmöglich, das Feuer einzudämmen.
  • Ländliche Unsicherheit: Dies kommt zu den Schwierigkeiten hinzu, denen die Bewohner der Region bereits gegenüberstehen.

Ein Produzent äußerte: „Bei so viel Feuer kann man nicht viel tun, weil alles so trocken ist und es so viel Wind gibt, dass es unmöglich ist, es zu kontrollieren“.

Debatte über Prävention

Der Vorfall eröffnet erneut die Diskussion über die verfügbaren Ressourcen in den Gemeinden an der Nordküste von Entre Ríos. Die Kritik richtet sich gegen den Mangel an Prävention und die „extreme Straflosigkeit“ im Justizbereich, die das Handeln der Landpolizei und anderer Kontrollorgane einschränkt.

Die Brände in Las Lechiguanas zeigen die Fragilität eines für die Viehzucht und die Biodiversität des Paraná wichtigen Gebiets. Die menschliche Absicht, gepaart mit dem Mangel an Präventionsressourcen, macht jedes Feuer zu einer Bedrohung für Produzenten, Ökosysteme und lokale Gemeinschaften.

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