Etwas mehr als ein Monat nach ihrem Umzug steht die Yaguareté Pará weiterhin unter strenger Überwachung in ihrem neuen Lebensraum zusammen mit ihren Jungtieren.
Der im Oktober durchgeführte Eingriff stellt einen beispiellosen Meilenstein auf globaler Ebene in der Erhaltung von Großkatzen dar.
Die Umsiedlung der Yaguareté Pará und ihrer beiden Jungtiere war eine außergewöhnliche Maßnahme, die angesichts einer kritischen Situation ergriffen wurde, die ihr Leben gefährdete.
Mitte Oktober gelang es, Pará, die verletzt war, zusammen mit ihren Jungtieren einzufangen.
Nach mehreren Monaten gelang es einem interinstitutionellen Team schließlich, sie erfolgreich in den Grünen Korridor des Biosphärenreservats Yabotí zu bringen.
Laut den Spezialisten hatten andere Managementalternativen keinen Erfolg gezeigt. Jetzt überwachen Experten ihre Anpassung.

Die Verletzung, die die Yaguareté Pará erlitt
„Pará“ hatte bei einem Unfall das Verlust eines Auges erlitten, was ihre Fähigkeit zu jagen im misionischen Dschungel drastisch reduzierte.
Das Weibchen, etwa sieben Jahre alt, musste ihre beiden Jungen ernähren: ein Männchen und ein Weibchen.
Diese körperliche Einschränkung zwang sie, ein ungewöhnliches Verhalten für ihre Art anzunehmen, indem sie gelegentlich Haustiere in bewohnten Gebieten angriff.
Deshalb begannen seit Februar dieses Jahres Bewohner des Gebiets „2000 Hektar“, einer Siedlung in der Nähe des Nationalparks Iguazú, häufige Sichtungen von „Pará“ zu melden.
Die Fotofallen registrierten dann wiederholt ihre Anwesenheit, während sie in der Nähe von Häusern nach Nahrung suchte.
So wurde das kontrollierte Einfangen zur Priorität, um sowohl das Tier als auch die lokale Gemeinschaft und ihre Haustiere zu schützen.
Nach der Fangoperation wurde der kontrollierte Transport der Familiengruppe in ein sichereres Gebiet als einzige praktikable Option festgelegt, um ihr Überleben zu gewährleisten.
Laut Experten bietet der Grüne Korridor des Biosphärenreservats Yabotí günstigere Bedingungen für Pará und wird die Wiederbevölkerung der Region ermöglichen.
Beispiellose Operation zur Umsiedlung der Yaguareté Pará und ihrer Jungen
Das Umsiedlungsverfahren stellte einen beispiellosen Eingriff auf globaler Ebene dar, da das wilde Weibchen und ihre beiden Jungen aus einem Hochrisikoumfeld in ein anderes natürliches Umfeld umgezogen wurden.
Jede Phase wurde nach spezialisierten technischen Kriterien entworfen, wobei der Prozess an das biologische Verhalten der Art angepasst wurde. Das Ziel: die Möglichkeiten der Anpassung in Freiheit zu maximieren.
Die Entscheidung wurde von verschiedenen Institutionen getroffen, die die Subkommission Selva Paranaense für die Erhaltung des Yaguareté bilden:
- Ministerium für Ökologie und Erneuerbare Natürliche Ressourcen von Misiones
- Institut für Biodiversität von Misiones (IMiBio)
- Projekt Yaguareté (CeIBA-CONICET)
- Fundación Azara (Zentrum Güirá Oga)
- Verwaltung der Nationalparks
- Verein Aves Argentinas
Alle waren sich einig, dass der Eingriff angesichts der Schwere der Situation unvermeidlich war.

Satellitenüberwachung und natürliche Bewegungen
Mehr als einen Monat nach der kontrollierten Freilassung von Pará und ihren Jungen, bei der versucht wurde, die menschliche Präsenz zu minimieren, wird weiterhin eine Überwachung durchgeführt.
Die Überwachung erfolgt mittels eines Satellitenhalsbands, das am erwachsenen Tier angebracht ist und periodische Signale aussendet, um ihre Bewegungen zu verfolgen.
Dieses Gerät kann nur bei erwachsenen Tieren angebracht werden. Aus diesem Grund ist es nicht möglich, die aktuelle Situation der Jungen mit Sicherheit zu bestimmen.
Ende Oktober wurden variable Bewegungen der Yaguareté Pará innerhalb und außerhalb des unmittelbaren Einflussbereichs registriert.
Die Messwerte des Geräts zeigten eine Kontinuität ihrer Bewegungen in Umgebungen, die mit ihrem natürlichen Verhalten kompatibel sind.
Darüber hinaus wurden keine Situationen registriert, die ein zusätzliches Risiko darstellen oder ihr erwartetes Anpassungsmuster stören.
Vertraulichkeit zum Schutz der Yaguaretés vor Jägern
Das Gebiet steht weiterhin unter permanenter Überwachung durch Patrouillen, Fotofallen und technische Rundgänge.
Dies ermöglicht eine ständige Überwachung, ohne den natürlichen Entwicklungsprozess der Art zu stören.
Die mit dem Freisetzungsort verbundenen Daten und die erhaltenen Aufzeichnungen sind streng vertraulich.
„Die Veröffentlichung sensibler Informationen könnte die Ergebnisse des Umsiedlungsprozesses gefährden und das Überleben der Exemplare gefährden“, so die Behörden.
Die jüngste Erfahrung mit der Yaguareté Acaí im Nationalpark El Impenetrable, von der es noch keine Aufzeichnungen gibt, zeigt die Verwundbarkeit dieser Prozesse.
Die Regierung von Misiones arbeitet kontinuierlich an der Schutz des Yaguareté, einer emblematischen Art des misionischen Dschungels und entscheidend für das Gleichgewicht des Ökosystems.
Die aktuelle Periode ist entscheidend, damit sich die Yaguareté Pará an ihre neue Umgebung anpassen kann.



