Die New Yorker Modewoche verabschiedet sich von Tierfellen und verbietet deren Verwendung ab 2026

Der Rat der Modedesigner von Amerika (CFDA), Eigentümer und Organisator der New York Fashion Week (NYFW), verkündete am 3. Dezember 2025 eine historische Maßnahme: das Verbot der Verwendung und Förderung von Tierfellen auf den Laufstegen.

Die Regelung tritt im September 2026 in Kraft, in Zusammenarbeit mit Humane World of Animals und Collective Fashion Justice, Organisationen, mit denen der CFDA schon seit langem zusammenarbeitet.

Ein Übergang zu einer pelzfreien Zukunft

Der CFDA bestätigte, dass das Verbot nicht nur auf den Laufstegen gilt, sondern auch in allen seinen Kommunikationskanälen, sozialen Netzwerken, Websites und offiziellen Kalendern.

Die frühzeitige Ankündigung ermöglicht es den Designern, Materialien und Kollektionen für die Saison Frühjahr/Sommer 2027 anzupassen. In der Saison Herbst/Winter 2026 könnte noch ein Kleidungsstück mit Tierfell zu sehen sein, aber es wird das letzte Mal auf dem New Yorker Laufsteg sein.

„Es wird bereits wenig oder gar kein Fell auf der NYFW gezeigt, aber mit dieser Position hofft der CFDA, amerikanische Designer dazu zu inspirieren, tiefer über die Auswirkungen der Modeindustrie auf die Tiere nachzudenken“, erklärte Steven Kolb, Geschäftsführer und Präsident des CFDA.

Auswirkungen auf die Industrie und die Tiere

Die Maßnahme beinhaltet das Verbot der Jagd auf Tiere, die speziell für den Pelzverkauf bestimmt sind, wie Nerz, Fuchs, Kaninchen, Marderhund, Chinchilla, Karakullamm und Kojote, unter anderen. Ausgenommen sind die indigenen Gemeinschaften, die traditionelle Jagdpraktiken beibehalten.

Für PJ Smith, Direktor der Modepolitik bei Humane World of Animals:

„Solche Richtlinien werden eine sauberere und menschlichere Industrie schaffen, ohne Kreativität oder Schönheit zu opfern, und helfen, den Beginn einer pelzfreien Zukunft einzuleiten.“

New York folgt dem Beispiel Londons

Die London Fashion Week war die erste, die 2018 Pelze verbot. Jetzt wird New York zur zweiten großen Modemetropole, die diese Maßnahme übernimmt, während Mailand und Paris weiterhin Pelze auf ihren Laufstegen präsentieren.

Diese Veränderung positioniert New York als globalen Vorreiter in ethischer Innovation und sendet eine klare Botschaft über die Notwendigkeit, die Mode in Richtung nachhaltigerer und mitfühlenderer Praktiken zu transformieren.

moda sostenible
Nachhaltige Mode setzt sich als Alternative durch.

Nachhaltige Alternativen zu Tierfellen

Das Verbot fördert die Verwendung von alternativen Materialien, die Ästhetik, Ethik und Nachhaltigkeit kombinieren.

Auf Biomasse und Pflanzen basierend

  • Piñatex: veganes Leder aus Ananasblattfasern.
  • Kaktusleder: langlebig, ökologisch und dem Tierleder ähnlich.
  • Kokosleder (Malai): verwendet bakterielle Zellulose aus Kokoswasser.
  • Kork: vielseitig und natürlich für Accessoires.
  • Waschbares Papier: widerstandsfähig und biologisch abbaubar, aus zertifizierter Zellulose hergestellt.

Synthetisch und technologisch

  • Kunstleder: Lederimitat aus Polyurethan und Baumwolle.
  • Recyceltes Kunstfell: hergestellt aus wiederverwerteten Kunststoffen, sogar aus dem Ozean.
  • Technische Stoffe: Fleece, Mikrofaser und Gore-Tex.
  • Merinowolle: verwendet, um nachhaltigere Ersatzstoffe für Kunstfell zu schaffen.

Second-Hand und Wiederverwendung

  • Vintage-Mode: der Kauf bereits vorhandener Pelzkleidung vermeidet die Förderung neuer Produktion.
  • Wiederverwendung: alte Mäntel in Decken umarbeiten oder an Tierheime spenden.

Die Entscheidung des CFDA markiert einen Meilenstein in der Geschichte der Mode und verstärkt das Engagement New Yorks für eine ethischere und nachhaltigere Zukunft. Durch das Verbot von Tierfellen richtet sich die Fashion Week nach den sozialen und ökologischen Forderungen unserer Zeit und zeigt, dass Kreativität und Schönheit nicht auf dem Leiden von Tieren basieren müssen.

Die innovativen Alternativen — von pflanzlichen Materialien wie Piñatex bis hin zu recycelten und Vintage-Optionen — bieten Designern und Verbrauchern eine Vielzahl von Möglichkeiten. Die Mode erfindet sich neu, und New York positioniert sich als führend in dieser globalen Transformation.

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