Infolge der Kältewelle in Florida fallen gefrorene Leguane von den Bäumen

Im Süden Floridas, einem Gebiet, das an ein warmes Klima gewöhnt ist, sorgten die niedrigen Temperaturen für eine unerwartete Szene. Anwohner begannen, Leguane zu beobachten, die von den Bäumen fielen, gelähmt durch die Kälte.

Dieses Ereignis tritt im Rahmen einer Polarkältewelle auf, die einen Großteil der Vereinigten Staaten betrifft. In tropischen Regionen wie Florida ist der ökologische Einfluss jedoch deutlicher.

So sieht sich die lokale Tierwelt mit Bedingungen konfrontiert, an die sie nicht angepasst ist, was bei Anwohnern und Umweltbehörden Besorgnis auslöst.

Die Reaktion der Gemeinschaft und der Behörden

Am Wochenende wurde das Fallen von Leguanen in Wohnvierteln und Parks häufig. Angesichts der Unsicherheit suchten die Anwohner nach Orientierung, wie sie handeln sollten.

Als Reaktion darauf richtete die Florida Fish and Wildlife Conservation Commission im gesamten Bundesstaat temporäre Sammelstellen ein. Dort werden die Tiere speziellen Protokollen zugeführt.

Laut Berichten werden einige Leguane human getötet, während andere an lizenzierte Inhaber zur Verbringung außerhalb des Bundesstaates übergeben werden.

Gefrorene Leguane durch die Hitzewelle in Florida. Foto: La Nación.
Gefrorene Leguane durch die Hitzewelle in Florida. Foto: La Nación.

Ein breiterer Umwelteinfluss

Solche Ereignisse beschränken sich nicht auf eine Art. Die extremen Temperaturen stören das Gleichgewicht der Ökosysteme, in denen Kälte nicht üblich ist.

Darüber hinaus zeigt das massive Fallen von Reptilien, wie plötzliche Klimaveränderungen zu Sterblichkeit oder Stress in der städtischen und wilden Tierwelt führen können.

In diesem Sinne eröffnet das Phänomen erneut die Debatte über die Anpassung von Arten und das Umweltmanagement angesichts immer häufiger werdender klimatischer Ereignisse.

Wie wirkt sich die Kälte auf Leguane aus?

Leguane sind wechselwarme Reptilien, daher sind sie auf die Umgebungstemperatur angewiesen, um ihre Körpertemperatur zu regulieren. Wenn das Thermometer unter 10 Grad fällt, verlangsamt sich ihr Stoffwechsel.

Infolgedessen reagieren die Muskeln nicht mehr und die Tiere werden gelähmt. In vielen Fällen geschieht dies, während sie in den Bäumen ruhen, von denen sie fallen, wenn sie die Körperkontrolle verlieren.

Dieser Zustand bedeutet jedoch nicht immer den Tod. Wenn die Temperaturen allmählich steigen, können viele Leguane ihre Beweglichkeit wiedererlangen und ihren Lebenszyklus fortsetzen.

Gefrorene Leguane durch die Hitzewelle in Florida. Foto: Primicias.
Gefrorene Leguane durch die Hitzewelle in Florida. Foto: Primicias.

Empfehlungen zur Vermeidung unnötiger Schäden

Angesichts dieser Episoden empfehlen die Behörden, Leguane nicht direkt zu berühren. Auch wenn sie tot erscheinen, sind einige nur vorübergehend bewegungsunfähig.

Es wird auch empfohlen, den natürlichen Prozess seinen Lauf nehmen zu lassen und nicht einzugreifen, es sei denn, es besteht Gefahr für Menschen oder Haustiere.

Auf diese Weise soll der menschliche Einfluss auf ein Phänomen reduziert werden, das hauptsächlich auf klimatische Faktoren zurückzuführen ist.

Ein sich änderndes Klima und seine Folgen

Der Süden Floridas sieht sich normalerweise nicht mit extremen Temperaturen konfrontiert. Diese Ereignisse zeigen jedoch, wie das Klima variabler wird.

Das Auftreten von gefrorenen Leguanen ist ein sichtbares Symptom dieser Instabilität. Es spiegelt auch die Verwundbarkeit tropischer Arten gegenüber plötzlichen Veränderungen wider.

So hinterlässt das Ereignis eine ökologische Warnung: Selbst warme Regionen können von Extremen betroffen sein, die das Zusammenleben von Klima, Tierwelt und Stadt auf die Probe stellen.

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