Am 8. und 9. April findet das dritte Treffen der Kartierer und Kartiererinnen von Makroalgen statt, eine wissenschaftliche Veranstaltung, die darauf abzielt, die internationale Zusammenarbeit rund um das Studium der Unterwasserwälder zu stärken.
Die Veranstaltung wird im hybriden Format stattfinden, mit Präsenzaktivitäten an der Küstenstation für Meeresforschung (ECIM) in Las Cruces, Chile, und virtueller Teilnahme für Forscher aus verschiedenen Ländern.
Die Veranstaltung bringt Wissenschaftler, Fachleute und Studenten aus Iberoamerika und Lateinamerika zusammen, die an der Überwachung, Kartierung und Erhaltung dieser Meeresökosysteme interessiert sind.
Darüber hinaus soll das Treffen eine wissenschaftliche Gemeinschaft festigen, die sich der Dynamik der Makroalgenwälder widmet, die als grundlegend für die Biodiversität und die Gesundheit der Ozeane gelten. In diesem Zusammenhang wird der Austausch von Erfahrungen und Methoden einer der Hauptschwerpunkte des Treffens sein.

Räume für Austausch und kollaboratives Arbeiten
Das Programm umfasst zwei Tage mit Aktivitäten, die auf den Wissensaustausch ausgerichtet sind. Der erste Tag ist mündlichen Präsentationen gewidmet, in denen Forscher wissenschaftliche Fortschritte und Ergebnisse aktueller Studien vorstellen.
Während dieser Präsentationen werden Überwachungsmethoden, Datenanalysen und Arbeitserfahrungen in verschiedenen Meeresökosystemen des Kontinents geteilt.
Der zweite Tag wird sich auf die kollaborative Arbeit durch Rundtischgespräche und spezialisierte Workshops konzentrieren. Diese Räume ermöglichen es, gemeinsame Herausforderungen zu identifizieren und gemeinsame Forschungsansätze zu entwickeln. Ebenso zielt das Treffen darauf ab, Kooperationsnetzwerke zwischen akademischen Institutionen und Organisationen, die sich dem Meeresschutz widmen, zu stärken.
Zu den unterstützenden Einrichtungen gehören Stanford University, das Millennium-Institut für Küsten-Sozio-Ökologie (SECOS), Blue Alert, Por el Mar, Más Kelp und WWF. Diese Organisationen fördern wissenschaftliche Projekte und Schutzstrategien in Küstenökosystemen.
Ökologische Bedeutung der Makroalgenwälder
Die Makroalgenwälder gehören zu den produktivsten Ökosystemen des Planeten. Diese Unterwasserformationen dienen als Zuflucht, Nahrung und Fortpflanzungsgebiet für zahlreiche Meeresarten.
Darüber hinaus tragen sie zur Aufrechterhaltung des ökologischen Gleichgewichts in Küstengebieten bei, indem sie wichtige biologische Prozesse regulieren. Dazu gehören die Sauerstoffproduktion, die Kohlenstoffbindung und der Schutz der Biodiversität.
In vielen Ländern Lateinamerikas spielen sie auch eine wichtige Rolle in nachhaltigen Produktionsaktivitäten. Die Ernte und Kultivierung von Algen wird für die Lebensmittelproduktion, Düngemittel und industrielle Verbindungen genutzt.
Es gibt jedoch noch erhebliche Informationslücken über die Verbreitung und Dynamik dieser Ökosysteme auf der Südhalbkugel. Aus diesem Grund zielt das wissenschaftliche Treffen darauf ab, das Wissen über diese Meeresumgebungen zu erweitern und neue regionale Forschungen zu fördern.

Umweltauswirkungen von Makroalgen in marinen Ökosystemen
Die Makroalgen erfüllen grundlegende ökologische Funktionen in den Ozeanen. Eine der wichtigsten ist ihre Fähigkeit, Kohlendioxid zu absorbieren, was dazu beiträgt, die Auswirkungen des Klimawandels zu mildern.
Darüber hinaus schaffen diese Organismen komplexe Unterwasserstrukturen, die als Lebensraum für Fische, Mollusken, Krebstiere und zahlreiche wirbellose Arten dienen. Dies macht die Makroalgenwälder zu wahren Zufluchtsorten der Biodiversität.
Sie fungieren auch als natürliche Barrieren gegen die Küstenerosion. Indem sie die Kraft der Wellen dämpfen, helfen sie, die Küstenökosysteme und die nahegelegenen menschlichen Gemeinschaften zu schützen. Eine weitere wichtige Umweltauswirkung ist ihre Rolle in den marinen Nährstoffkreisläufen. Beim Wachsen und Zersetzen setzen sie Verbindungen frei, die ganze Nahrungsketten ernähren.
Daher ist es entscheidend, ihre Verbreitung und Entwicklung zu verstehen, um Strategien für den Meeresschutz zu entwerfen und die Nachhaltigkeit der Küstenökosysteme in Lateinamerika zu gewährleisten.



