Gemeinsame Erde Treffen: Gemeinden in Chile fördern einen Raum für Zusammenarbeit und territoriales Management von organischen Abfällen

Nahezu 20 Gemeinden der Metropolregion nahmen am ersten Treffen Tierra Común teil, das von Local Compost und der Gemeinde Las Condes einberufen wurde. Die Prämisse war klar: „Das Gebiet ist eins“. Die Veranstaltung brachte Gemeinden wie Vitacura, La Reina, Providencia, Colina, Ñuñoa, Renca, Puente Alto und Santo Domingo zusammen, um gemeinsam die Herausforderungen des organischen Abfallmanagements anzugehen.

Größe der Herausforderung

In der Metropolregion fallen fast 3 Millionen Tonnen Abfall pro Jahr an, von denen 58% auf organisches Material entfallen. Um diese korrekt zu behandeln, wären etwa 40 Industrieanlagen erforderlich.

Vor diesem Hintergrund wurden lokale Initiativen wie das Wohnprogramm von Las Condes hervorgehoben, das im ersten Jahr mehr als 2.000 Tonnen organische Abfälle wiederverwertete, 66.000 Anwohner begünstigte und Emissionen reduzierte, die der Pflanzung von 6.000 Bäumen entsprechen.

Klare Regeln und kultureller Wandel

Ein zentraler Punkt war die Notwendigkeit, über klare regulatorische Instrumente zu verfügen, die es ermöglichen, diese Programme über den politischen Willen jeder Gemeinde hinaus zu skalieren.

  • Carolina Rivera (Armony): „Um ein Programm dieser Größenordnung aufrechtzuerhalten, benötigen wir klare Regeln und eine Institution, die die Reaktionsgeschwindigkeit im Gebiet begleitet“.
  • Ricardo Scaff (Las Condes): „Wir können nicht zwischen den Gemeinden konkurrieren. Dies ist ein nationales und weltweites Problem, das wir gemeinsam angehen müssen“.
  • Gianni Sichel (Local Compost): „Der Fortschritt bei der getrennten Sammlung bedeutet nicht, die Straßen mit mehr Lastwagen zu überlasten, sondern Ressourcen auf ein umfassenderes und effizienteres Management umzuleiten“.

Das Panel kam zu dem Schluss, dass der Erfolg sowohl von der Infrastruktur und dem Betrieb als auch von einem tiefgreifenden kulturellen Wandel in Bezug auf den Wert der Umweltarbeit in den Städten abhängt.

organische Abfälle
Nahezu 20 Gemeinden in der Metropolregion vereinten ihre Bemühungen zur Behandlung organischer Abfälle.

Schlüsselfunktionen der organischen Abfälle

Die ordnungsgemäße Verwaltung organischer Abfälle ermöglicht:

  • Reduzierung von Emissionen: verringert Treibhausgase.
  • Wiederverwertung von Nährstoffen: erzeugt Kompost und Bio-Dünger für landwirtschaftliche Böden.
  • Verhinderung von Überschwemmungen: indem verhindert wird, dass Abfälle die Entwässerungssysteme überlasten.
  • Kreislaufwirtschaft: fördert grüne Arbeitsplätze und neue Wertschöpfungsketten.

Abschließende Bilanz des Treffens

Das Treffen endete mit einem übergreifenden Aufruf zur Stärkung der Zusammenarbeit zwischen Gemeinden, Privatsektor und Bürgerschaft.

Das Ziel ist es, zu einem effizienteren, koordinierten und nachhaltigen Gebietsmanagement voranzuschreiten, das es ermöglicht, organische Abfälle in Ressourcen umzuwandeln und die Umweltbelastung der Städte zu reduzieren.

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