Criollo-Weide: Eine Universität in Patagonien hat es geschafft, eine vom Aussterben bedrohte einheimische Art zu retten

Im Jahr 2018 stellte die UFLO Universität ihr Projekt „Netzwerke zur Wiederherstellung der Criollo-Weide (Salix humboldtiana)“ dem Nationalen Plan zur Wiederherstellung einheimischer Wälder vor. Acht Jahre später ist das Ergebnis eindeutig: mehr als 450 gepflanzte Exemplare im Alto Valle, wodurch eine Art zurückgebracht wurde, die in Nordpatagonien am Rande des Aussterbens stand.

Die Criollo-Weide ist die einzige wirklich einheimische Weide der Region. Jahrtausende lang stabilisierte sie Ufer, bot Schutz für die Tierwelt und war Teil der ökologischen Identität des Limay-Flusses. In den letzten Jahrzehnten jedoch ging ihre Präsenz drastisch zurück, bis sie fast verschwand.

Angewandte wissenschaftliche Innovation

Was dieses Projekt auszeichnet, ist, dass es nicht bei der Theorie blieb. Das Labor für Ökologie der Ränder (LEB) der UFLO entwickelte eine eigene Methode zur beschleunigten Reproduktion im Labor:

  • Sammlung von Stecklingen georeferenzierter einheimischer Exemplare.
  • Kontrolle der Bewurzelung unter Laborbedingungen.
  • Produktion von Setzlingen, die in Rekordzeit zur Pflanzung bereit sind.

Dieses System ermöglichte den Übergang von einer langsamen Wiederherstellung zu einer realen operativen Skala. „Die Innovation war entscheidend“, betont das LEB-Team.

Kollaborative Umwelt-Governance

Das Netzwerk zur Wiederherstellung der Criollo-Weide wurde zu einem nationalen Modell für den Naturschutz, das Wissenschaft, lokale Regierungen und die Gemeinschaft integriert:

  • Wissenschaft: UFLO, INTA und CONICET leisteten technische Unterstützung und genetische Rettung.
  • Territorium: Gemeinden von Neuquén, Plottier, Centenario und Cipolletti boten Baumschulen und technische Teams an.
  • Gemeinschaftliche Aktion: NGOs, Umweltwächter, Stiftungen und Freiwillige nahmen an Pflanztagen teil.
Sauce Criollo
Die Criollo-Weide, eine gefährdete einheimische Art, wurde dank des Labors für Ökologie der Ränder erfolgreich im Alto Valle wiederhergestellt.

Konkrete Ergebnisse

  • 450+ gepflanzte Bäume im Alto Valle.
  • 30 zusätzliche Exemplare auf der Halbinsel Hiroki (2025).
  • 4 Gemeinden, die aktiv zusammenarbeiten.
  • 3 wissenschaftliche Organisationen, die im Netzwerk arbeiten.
  • Dutzende akademische Veröffentlichungen wurden erstellt.
  • 1 einheimische Art, die vor dem lokalen Aussterben gerettet wurde.

Jeder gepflanzte Baum ist jetzt Quelle neuer Stecklinge, jedes überlebende Exemplar beweist, dass die Wiederherstellung funktioniert, und jeder Freiwillige wird zum Botschafter des Naturschutzes.

Expansion und neue Initiativen

Das Projekt keimte in anderen Aktionen:

  • Das Umweltsekretariat von Neuquén unterhält ein dauerhaftes Programm zur Wiederherstellung von Salix humboldtiana.
  • Das Projekt „Einheimische Weide“, initiiert von Vertretern von Unternehmen, der Provinzregierung und der Zivilgesellschaft, zielt darauf ab, die Criollo-Weide als kulturelles und ökologisches Symbol der Region zu festigen.

Die Criollo-Weide ist nicht nur ein Baum: Sie ist ein Symbol der ökologischen Resilienz. Die Erfahrung zeigt, dass es möglich ist, die Degradation umzukehren und einheimische Arten zu retten, wenn Wissenschaft, Staat und Gemeinschaft zusammenarbeiten.

Nordpatagonien hat bereits ein replizierbares Modell für ökologische Wiederherstellung, das das ganze Land inspiriert.

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