Ein historisches Urteil in Buenos Aires stärkt den Schutz der Windhunde und bekämpft die illegale Jagd auf Wildtiere.

Der Kampf gegen die illegale Jagd und Tiermisshandlung hat in der Provinz Buenos Aires einen bedeutenden Präzedenzfall hinzugefügt. Eine Entscheidung des Justizsystems des Gerichtsbezirks Mercedes ordnete die endgültige Beschlagnahmung von zwei Windhunden an, die angeblich für illegale Aktivitäten verwendet wurden, wobei ihre Erholung und ihr Wohlbefinden über die Rückgabe an ihre Besitzer gestellt wurden.

Der Fall stellt einen bedeutenden Wandel in der Art und Weise dar, wie mit dieser Art von Verbrechen umgegangen wird, da die Tiere als Subjekte betrachtet wurden, die besonderen Schutz im Gerichtsverfahren benötigen. Darüber hinaus stärkt die Maßnahme die Strategien zur Erhaltung der Wildtiere, indem sie verbotene Jagdpraktiken entmutigt.

Die Entscheidung unterstreicht auch die Bedeutung der Anwendung von Umweltkriterien in Untersuchungen im Zusammenhang mit dem illegalen Einsatz von Tieren zur Verfolgung einheimischer Arten, eine Aktivität, die negative Auswirkungen auf die Biodiversität hat.

“Tolerancia cero”: San Antonio de Areco impulsa medidas para frenar la caza con galgos y avanza en el cuidado ambiental. Foto: Perfil.
Ein historisches Urteil in Buenos Aires stärkt den Schutz der Windhunde und bekämpft die illegale Jagd auf Wildtiere. Foto: Perfil.

Eine Operation gegen die illegale Jagd führte zu einem beispiellosen Urteil

Die Untersuchung wurde von Staatsanwalt Lisandro Masson, Leiter der Funktionalen Untersuchungseinheit Nr. 4, initiiert, nachdem die Verwendung von Hunden in einem landwirtschaftlichen Betrieb in San Antonio de Areco für Aktivitäten festgestellt wurde, die mit den Bestimmungen zum Schutz der Wildtiere unvereinbar sind.

Während des Verfahrens beschlagnahmten Beamte des Ländlichen Präventionskommandos (CPR) zwei Windhunde, die angeblich zur Verfolgung von Wildtieren eingesetzt wurden, was gegen die geltende Gesetzgebung zum Schutz der Fauna verstößt.

Anschließend entschied die Justiz, dass beide Exemplare nicht in den untersuchten Betrieb zurückkehren oder in staatlichen Einrichtungen untergebracht werden sollten. Stattdessen wurden sie unter der Obhut der zivilen Vereinigung Corazones Vagabundos übergeben, die die tierärztliche Betreuung, Ernährung und Rehabilitation übernahm, während das Strafverfahren fortgesetzt wird.

Der Zustand der Tiere zeigte eine Misshandlungssituation

Die in die Akte aufgenommenen tierärztlichen Berichte zeigten, dass beide Windhunde Verletzungen aufwiesen, die mit einem intensiven Einsatz bei Jagdaktivitäten vereinbar sind.

Zu den festgestellten Beschwerden gehörten Wunden, Schnitte, anhaltende Schmerzen, Schwierigkeiten beim Gehen und mögliche innere Verletzungen sowie Anzeichen eines langanhaltenden körperlichen Verfalls.

Darüber hinaus stellten die Spezialisten Anzeichen einer absichtlichen Nahrungsbeschränkung fest, eine Praxis, die verwendet wird, um den Verfolgungsinstinkt bei illegaler Jagd zu stimulieren. Die Hunde zeigten auch Angst und Widerstand gegen den Kontakt mit Menschen, ein häufiges Verhalten bei Tieren, die Gewalt ausgesetzt sind.

Welche Vorschriften schützen die Windhunde und die zur Jagd verwendeten Tiere in Argentinien

Der rechtliche Schutz der Windhunde in Argentinien basiert auf verschiedenen nationalen und provinziellen Vorschriften. Das Nationale Gesetz Nr. 14.346 bestraft Misshandlungen und Grausamkeiten gegenüber Tieren und sieht Strafen für diejenigen vor, die ihnen ungerechtfertigtes Leid zufügen.

Darüber hinaus verbietet das Nationale Gesetz Nr. 22.421 zur Erhaltung der Wildtiere die illegale Erfassung und Verfolgung geschützter Arten, sodass der Einsatz von Hunden für illegale Jagdaktivitäten auch eine Umweltverletzung darstellen kann.

Seit 2016 gilt außerdem das Nationale Gesetz Nr. 27.330, das im gesamten argentinischen Staatsgebiet Hunderennen verbietet, eine Praxis, die historisch mit der Ausbeutung, dem Verlassen und der Misshandlung von Windhunden verbunden ist. Parallel dazu verfügen verschiedene Provinzen über ergänzende Vorschriften, die den Tierschutz und die Kontrolle der illegalen Jagd stärken sollen.

Ein Präzedenzfall, der den Schutz der Biodiversität stärkt

Die gerichtliche Entscheidung wird als relevanter Präzedenzfall für zukünftige Untersuchungen zu Umweltverbrechen in der Provinz Buenos Aires angesehen.

Indem sie verhindert, dass die Tiere zu den mutmaßlichen Verantwortlichen zurückkehren, integriert das Urteil eine Perspektive, die sowohl das Wohl der Exemplare als auch die Erhaltung der von der illegalen Jagd betroffenen Wildtiere priorisiert.

Auf diese Weise könnte die Entscheidung neue Werkzeuge zur Bekämpfung illegaler Praktiken konsolidieren, die den Ökosystemen schaden, und eine stärkere Verbindung zwischen dem Tierschutz, der Erhaltung der Biodiversität und der Anwendung der geltenden Umweltgesetzgebung fördern.

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