Projekt Huemul: Bau eines Akklimatisierungszentrums im Nationalpark Lanín zur Wiederherstellung der gefährdeten Art

Der Nationalpark Lanín hat dem Huemul-Projekt mit der Einrichtung eines Huemul-Akklimatisierungszentrums neuen Schwung verliehen, einer Infrastruktur, die als grundlegend für die Wiederherstellung dieser vom Aussterben bedrohten Art angesehen wird.

Die Ankunft von Newenche, einem Huemul, der im Februar 2025 die Anden aus Chile überquerte, markierte einen Meilenstein: Es war das erste Exemplar, das nach 30 Jahren in der Region gesichtet wurde. Seine Anwesenheit öffnete die Tür zu einem binationalen Abkommen zur Erhaltung der Art und ihrer Wiedereinführung in die andin-patagonischen Wälder.

Das Akklimatisierungszentrum

Das Gehege soll einen sicheren Raum bieten, damit die aus Chile stammenden Huemuls sich an das Gebiet anpassen können, bevor sie sich frei bewegen. Laut Hernán Attis Beltrán, Doktor der Biologie und Forstingenieur des Nationalparks Lanín, ist das Ziel, dass die Tiere „nicht sofort losziehen und andere Populationen suchen müssen“.

Zu den jüngsten Aufgaben gehörte die Öffnung des Perimeterstreifens, die von Feuerwehrleuten der Abteilung für Brände, Kommunikation und Notfälle (ICE) aus San Martín de los Andes, Junín de los Andes und Aluminé durchgeführt wurde. Dieser Fortschritt wird das Risiko einer frühen Ausbreitung in Gebiete mit größeren Bedrohungen verringern.

Ergänzende Maßnahmen

Parallel dazu hat der Nationalpark Lanín Maßnahmen zur Verbesserung des Lebensraums umgesetzt:

  • Kontrolle invasiver Arten: Installation spezieller Fallen, um ganze Gruppen von Wildschweinen zu fangen, die um Nahrung konkurrieren und das Ökosystem schädigen.
  • Schutz des Territoriums: Koordination mit der Fundación Huilo Huilo aus Chile und der Nationalen Direktion für den Schutz von Nationalparks.
Proyecto Huemul
Das Huemul-Projekt und sein Akklimatisierungszentrum verändern den Schutz der Huemuls im Nationalpark Lanín.

Bedeutung des Huemul

Der Huemul (Hippocamelus bisulcus) ist ein nationales Naturdenkmal in Argentinien (Gesetz Nr. 24.702), die höchste Kategorie des rechtlichen Schutzes. Es wird geschätzt, dass nur noch 400 bis 500 lebende Exemplare übrig sind, was nur 1 % ihrer historischen Population entspricht.

Gründe für seinen Schutz

  • Gleichgewicht des Waldes: reguliert das Wachstum der Vegetation durch Abweiden.
  • Schirmart: sein Schutz bedeutet den Schutz anderer Arten und Wassereinzugsgebiete.
  • Bioindikator: seine Anwesenheit spiegelt die Gesundheit des Ökosystems wider.

Kultureller Wert

Der Huemul ist Teil der Identität Patagoniens und ein Symbol der einheimischen Fauna Argentiniens und Chiles. Sein Schutz ist auch ein Engagement für die lokalen Gemeinschaften und das gemeinsame Naturerbe.

Hauptbedrohungen

  • Konkurrenz mit invasiven Arten wie dem Rothirsch und dem Wildschwein.
  • Angriffe von Haus- und verwilderten Hunden.
  • Menschlicher Einfluss: Abholzung, Wilderei und unkontrollierter Tourismus.

Der Fortschritt des Huemul-Akklimatisierungszentrums im Nationalpark Lanín stellt einen entscheidenden Schritt zur Wiederherstellung dieser emblematischen Art dar.

Die binationale Strategie und die Schutzmaßnahmen zielen darauf ab, sicherzustellen, dass der Huemul die andin-patagonischen Wälder wieder bewohnt, die Biodiversität stärkt und das ökologische Gleichgewicht der Region wiederherstellt.

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