Chubut: Über 90 % der an den Küsten gefundenen Abfälle stammen aus der Fischerei

Ein im Rahmen des Proyecto MaRes erstellter Bericht bestätigte, dass mehr als 90% der an den Stränden und Küstenabschnitten der Provinz Chubut gefundenen Abfälle ihren Ursprung in der Fischereiaktivität haben.

Dieses Problem steht in engem Zusammenhang mit der intensiven Ausbeutung und dem Boom der Garnelen in den Provinzgewässern.

Die Auswirkungen der Garnelenaktivität

Die über drei Jahre in verschiedenen geschützten Küsten- und Meeresgebieten durchgeführte Arbeit verbindet den Anstieg der Meeresverschmutzung mit dem anhaltenden Wachstum der Fischerei.

Die Garnelenanlandungen stiegen von 50.000 Tonnen im Jahr 2013 auf fast 185.000 Tonnen im Jahr 2024. Dieser Sprung führte zu einer stärkeren Zirkulation von Einwegmaterialien, die im Meer landen oder von den Strömungen mitgerissen werden.

Zu den am häufigsten bei den terrestrischen und luftgestützten Erhebungen festgestellten Elementen gehören:

  • Fischkisten und Plastikverpackungen.

  • Netze, Taue und Seile.

  • Handschuhe, die auf Schiffen und in Fischereibetrieben verwendet werden.

Die Forscher betonten, dass die Studie sich nicht auf die sichtbaren Abfälle beschränkte, sondern auch Analysen von Mikroplastik, ozeanografische Modellierungen und normative Bewertungen umfasste, um die Verbreitung der Schadstoffe zu verstehen.

plásticos en las costas

Mehr als 20 Tonnen Plastik entfernt

Im Rahmen der Sanierungsmaßnahmen in Bereichen wie Playa Cormoranes, Isla Leones und Caleta San Roque wurden mehr als 20 Tonnen Plastikabfälle entlang von 60 Kilometern Küste entfernt.

Bei diesen speziellen Einsätzen wurde festgestellt, dass mehr als 95% des gesammelten Materials aus dem Fischereibetrieb stammte. Außerdem wurden Überflüge über 1.329 Kilometer Küstenlinie durchgeführt, um Karten zur Umweltüberwachung zu erstellen.

Plasticos de pesca

Koordination und ökosystemisches Risiko

Das Proyecto MaRes wurde vom Forum zur Erhaltung des Patagonischen Meeres mit Finanzierung der Europäischen Union koordiniert und umfasste die technische Arbeit des Instituts für Wal-Erhaltung, der Fundación Vida Silvestre Argentina und des CONICET.

Spezialisten dieser Organisationen warnen, dass die massive Präsenz dieser Abfälle eine ernsthafte Gefahr für die Biodiversität des patagonischen Ökosystems darstellt, da die verlassenen Netze und Plastikfragmente zu Verstrickungen, Mikroplastikaufnahme und schweren Umweltveränderungen bei Vögeln, Säugetieren und Fischarten führen.

Die Lösung erfordert eine ständige Zusammenarbeit zwischen den Unternehmen, den Arbeitnehmern des Sektors und den öffentlichen Institutionen.

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