Die Photovoltaik-Solarenergie ist zur billigsten Energiequelle der Welt geworden und wächst in rasantem Tempo, wobei sie Kohle, Gas und Kernenergie verdrängt.
- Im Jahr 2015 waren 228 GW installiert (1 % der globalen Elektrizität).
- Im Jahr 2020 waren es bereits 759 GW (3 %).
- Für 2025 werden 2919 GW (10 %) prognostiziert, womit erstmals die Kernenergie übertroffen wird.
- Für 2030 könnten 9000 GW erreicht werden, die mehr als 20 % der weltweiten Nachfrage decken.
Globales Führung
- China: 1300 GW installiert im Jahr 2025, mit 11 % seiner Elektrizität aus Solarenergie. Produziert mehr als 80 % der Solarpaneele der Welt.
- Europäische Union: 406 GW, mit 13 % ihrer Solarstromerzeugung. Deutschland (119 GW) und Spanien (56 GW) sind regionale Führer.
- Vereinigte Staaten: 267 GW, decken 8 % ihres Strombedarfs.
- Indien: 136 GW (8 %).
- Japan: 103 GW (11 %).
- Brasilien: 65 GW (10 %), mit einem erneuerbaren Energiemix von 88 %.
- Südafrika und Pakistan: schnelles Wachstum, erreichen 10 % bzw. 20 % im Jahr 2025.

Kosten und Wettbewerbsfähigkeit
Der Preisverfall war entscheidend:
- Die Kosten für die Installation von Solaranlagen sind in den letzten Jahren um 90 % gesunken.
- Große Solarparks produzieren Strom für 1 Eurocent/kWh in sonnigen ländlichen Gebieten.
- In Deutschland liegen die Kosten bei 4-5 Cent/kWh.
- Der häusliche Solarstrom kostet weniger als die Hälfte des üblichen Netzpreises in Europa.
- Laut Bloomberg NEF werden die Kosten bis 2035 um weitere 30 % sinken.
Im Vergleich:
- Kernenergie: zwischen 14 und 49 Cent/kWh.
- Kohle: zwischen 15 und 29 Cent/kWh (84 Cent, wenn Klimakosten einbezogen werden).
- Gas: zwischen 15 und 33 Cent/kWh (49 Cent mit Klimakosten).
Die Sonne strahlt in einer Stunde mehr Energie ab, als die Menschheit in einem Jahr verbraucht. Mit Solarpaneelen auf weniger als 1 % der Erdoberfläche könnte der gesamte weltweite Energiebedarf gedeckt werden.
Innovation und Speicherung
Eine der großen Herausforderungen der Solarenergie ist ihre Intermittenz: Sie produziert nur Strom, wenn die Sonne scheint. Dennoch ermöglichen Fortschritte bei Lithiumbatterien, thermischer Speicherung und Hybridsystemen, dass Solarenergie zu einer zuverlässigen und kontinuierlichen Quelle wird. Die Speicherung fügt 2 bis 3 Cent pro kWh hinzu, garantiert jedoch eine stabile Versorgung auch in Nachtstunden oder an bewölkten Tagen.
Darüber hinaus erhöhen die Integration in intelligente Netze und die Entwicklung von bifazialen Paneelen (die Energie von beiden Seiten erfassen) die Effizienz und senken die Kosten.
Die Solarenergie zeichnet sich als die Hauptenergiequelle weltweit ab. Forscher der Technischen Universität Lappeenranta schätzen, dass sie in Zukunft bis zu 76 % der weltweiten Elektrizität decken könnte. Ihr exponentielles Wachstum, reduzierte Kosten und die Fähigkeit, umweltschädliche Quellen zu verdrängen, machen sie zum Eckpfeiler des energetischen Übergangs zu einem nachhaltigen Modell.



