Zehn Studenten des Instituto Tecnológico de Buenos Aires (ITBA) erreichten den fünften Platz im Finale der CanSat Competition 2026, gesponsert von der NASA. Der Wettbewerb fand in Virginia, USA, statt und versammelte Teams von 40 Universitäten, die einen Satellitenprototyp entwerfen, bauen und betreiben mussten.
Das ITBA war der einzige Vertreter Lateinamerikas, der sich unter den Top 5 platzierte, hinter Teams aus Thailand, Indonesien und den USA.
Hervorragende Laufbahn
Die argentinische Gruppe hatte bereits in früheren Ausgaben herausragende Ergebnisse erzielt:
- 2024: fünfter Platz.
- 2025: erster Platz.
- 2026: erneut fünfter Platz.
„Es ein Ergebnis, das zeigt, dass unsere Organisation, SEDS ITBA, sowie die argentinische Ingenieurskunst und unsere Universität sich konsequent auszeichnen“, sagte Emanuel Agustín Albornoz, Teamleiter.
Technische und logistische Herausforderungen
Der Wettbewerb erfordert die Entwicklung eines Geräts, das während des Starts, des kontrollierten Abstiegs und der Datenerfassung Ziele erfüllen kann. Die Studenten standen vor mehreren Herausforderungen:
- Abstiegs-Paragleiter: Sie mussten ihn im Flug entfalten, ohne vorherige Erfahrung in der Luft- und Raumfahrttechnik.
- Fertigung und Logistik: Die Versandzeiten aus Argentinien waren lang und die Kosten hoch, was eine monatelange Vorausplanung erforderte.
- Unvorhergesehenes im Finale: Ein Fehler verbrannte den Mikrocontroller des Satelliten, aber sie konnten ihn rechtzeitig ersetzen, dank eines schnellen Kaufs und Lötens in den USA.
Die Mission 2026
Die Herausforderung war komplexer als in den Vorjahren:
- Start des Satelliten auf 1.000 Meter Höhe.
- Erreichen eines kontrollierten Abstiegs.
- Entfalten eines Paragleiters auf 80% der Strecke.
- Navigieren zu einem bestimmten Punkt.
- Schutz eines Eis, das intakt ankommen musste.
- Übertragung von Telemetrie und Aufrechterhaltung der Kommunikation mit der Bodenstation.
Außerdem machte das Team einen wichtigen technischen Sprung: Sie hörten auf, kommerzielle Module zu verwenden, und begannen, ihre eigenen elektronischen Systeme zu entwerfen und zu fertigen, um Gewicht und Leistung zu optimieren.

Interdisziplinäre Arbeit
Das Team bestand aus Studenten verschiedener Studienrichtungen:
- Maschinenbau: Clara Müller, Ignacio Ferrando Bravo, Federico Agustín Pilotto und Nazareno Germán Pierri.
- Elektrotechnik: Nicanor Otamendi, Juan Manuel Sambucetti, Emanuel Agustín Albornoz und Matteo Ginhson.
- Informatik: Jaime Nazar Anchorena.
- Wirtschaftsingenieurwesen: Nicolás Eyaralar.
Die interdisziplinäre Dynamik replizierte Methoden, die in professionellen Luft- und Raumfahrtprojekten verwendet werden.
Auswirkungen und Zukunft
Der Erfolg fiel mit dem ITBA Future Day zusammen, bei dem die Studenten ihre Erfahrungen mit zukünftigen Studenten teilten. Die akademische Gemeinschaft feierte das Ergebnis als Beispiel für Innovation und Widerstandsfähigkeit angesichts logistischer und technischer Schwierigkeiten.
Die argentinische Teilnahme an der CanSat Competition bestätigt die Fähigkeit ihrer Studenten, auf globaler Ebene zu konkurrieren, und positioniert das ITBA als regionalen Bezugspunkt in der technologischen und Raumfahrtausbildung.
Der fünfte Platz des ITBA bei der CanSat Competition 2026 ist mehr als ein Ergebnis: Es ist die Bestätigung, dass die argentinische Ingenieurskunst den großen internationalen Herausforderungen gewachsen ist.
Mit Kreativität, Teamarbeit und Ausdauer haben die Studenten gezeigt, dass die nationale Wissenschaft und Technologie einen Platz in der Weltraumforschung haben.



