Eine Region in Chile treibt ein Projekt zur Stärkung der Wertschöpfungskette von Abfällen mit Schwerpunkt auf grünen Arbeitsplätzen voran

Die Prämisse „Santiago ist nicht Chile“ inspiriert das neue Projekt, das darauf abzielt, die Kreislaufwirtschaft über die Metropolregion hinaus auszudehnen. In der Region Valparaíso haben die Fundación Chile und die Anglo American Foundation „Futuros Resilientes: Junge Menschen transformieren die Wertschöpfungskette kritischer Abfälle“ ins Leben gerufen, mit dem Ziel, die Verwertungsinfrastruktur zu stärken und grüne Arbeitsplätze zu schaffen.

Der Eröffnungsmeilenstein fand im Technologiepark ParqTec V21 in Viña del Mar statt, mit der Teilnahme von regionalen Behörden, Gemeinden, Verbänden, der Wissenschaft, NGOs und Partnerunternehmen des Chilenischen Plastikpakts.

Anfängliche Diagnose

Die Region steht vor einer Verwertungsrate von Abfällen von weniger als 2 %, was eine strukturelle Herausforderung aufzeigt. Ignacio Santelices, Nachhaltigkeitsmanager der Fundación Chile, betonte, dass das Programm einen konkreten Einfluss auf die Wertschöpfungskette anstrebt, gestützt auf eine technische Diagnose, die zusammen mit TriCiclos durchgeführt wurde.

Alejandra Kopaitic, Geschäftsführerin des Chilenischen Plastikpakts, hob die Bedeutung hervor, junge Menschen einzubeziehen als Führungskräfte des Wandels, durch ein Ausbildungsprogramm, das von Talento Verde durchgeführt wird.

Röntgenbild der Wertschöpfungskette

Die erste Phase des Projekts besteht in einem Röntgenbild der Wertschöpfungskette kritischer Abfälle (CVRC) in der Region, erstellt von TriCiclos. Es umfasst:

  • Eine konsolidierte Datenbank.
  • Eine georeferenzierte Karte der Schlüsselakteure.
  • Einen technischen Bericht mit Lücken und Chancen.

Juan Cristóbal Gillmore, stellvertretender Geschäftsführer von TriCiclos, erklärte, dass dieser technische Input die evidenzbasierte Entscheidungsfindung stärken und Investitionen in Verwertungsinfrastruktur und die Vernetzung von Akteuren lenken wird.

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Erfahren Sie mehr über die Auswirkungen grüner Arbeitsplätze auf die Kreislaufwirtschaft in Valparaíso.

Junge Menschen als Protagonisten

Das Ausbildungsprogramm zielt darauf ab, junge Menschen zu Führungskräften des Übergangs zur Kreislaufwirtschaft zu machen. Manuel Farías, Direktor der Technischen Bildung der Fundación Chile, sagte: „Die Kreislaufwirtschaft braucht Menschen, die bereit sind, sie in die Praxis umzusetzen. Mit Futuros Resilientes bilden wir Kompetenzen für grüne Arbeitsplätze aus und verbinden die Studierenden mit konkreten Beschäftigungsmöglichkeiten.“

150 Studierende von sechs Hochschulen werden teilnehmen, darunter das CFT Estatal und AIEP von San Antonio, Inacap, DUOC, die Technische Universität Federico Santa María und die Universität Adolfo Ibáñez.

Der Abschluss des Programms ist für November 2026 geplant, mit der Übergabe von Lösungsvorschlägen, Empfehlungen für die öffentliche Politik und einer replizierbaren Methodik in anderen Regionen.

Regionale Herausforderungen

Laut der Regionalregierung von Valparaíso:

  • Die Region erzeugt 884.000 Tonnen Abfall pro Jahr, eine Zahl, die bis 2035 um 54 % steigen könnte.
  • Die Verwertungsrate liegt bei nur 1,54 %.
  • Die Deponie El Molle steht vor einer hohen betrieblichen Belastung.
  • Die Gemeinden tragen hohe logistische Kosten.
  • Es ist notwendig, das spezialisierte Humankapital zu stärken und die vollständige Umsetzung des REP-Gesetzes voranzutreiben.

Das Projekt Futuros Resilientes markiert einen Meilenstein in der Region Valparaíso, indem es technische Diagnose, die Ausbildung junger Menschen und die Vernetzung öffentlicher und privater Akteure kombiniert. Die Initiative zielt darauf ab, das Abfallmanagement in einen Motor für grüne Arbeitsplätze, Resilienz und nachhaltige Entwicklung zu verwandeln und sich zu einem nationalen Vorbild für Kreislaufwirtschaft zu entwickeln.

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