Die Abgeordnetenkammer von Santa Cruz hat das „Neue Algen-Gesetz“ verabschiedet, eine Initiative, die einen regulatorischen Rahmen für die Ordnung, Förderung und Regulierung der Ausbeutung und Industrialisierung von Meeresalgen an der Provinzküste festlegt.
Das Ziel ist klar: die produktive Entwicklung mit Kriterien der ökologischen Nachhaltigkeit voranzutreiben und die Provinz als Referenz in der blauen Wirtschaft zu konsolidieren.
Ein Anstoß für nachhaltige Produktion
Die Verabschiedung des Gesetzes wurde von Vertretern des Sektors gefeiert. Martina Sasso, Direktorin der Fundación Por el Mar, einer Organisation, die die erste Meeresalgenkultur in Argentinien leitet, betonte:
„Es ist ein großer Anstoß für Projekte, die Arbeit aus unserem Meer schaffen wollen. Heute können wir in Santa Cruz produzieren und gleichzeitig die untergetauchten Wälder schützen, die ein Naturerbe für alle sind.“
Die Ministerin für Produktion, Handel und Industrie, Nadia Ricci, hob hervor:
„Dieses Gesetz ermöglicht es uns, eine Aktivität mit enormem Potenzial für Santa Cruz zu ordnen und zu fördern, die Umwelt zu schützen und neue produktive Möglichkeiten im Zusammenhang mit dem Meer zu schaffen.“
Biodiversität und Notwendigkeit der Regulierung
Der verabschiedete Text erkennt an, dass die Meeresküste von Santa Cruz durch hohe marine-küstennahe Biodiversität gekennzeichnet ist, mit Ökosystemen, die Hunderte von Tier- und Pflanzenarten beherbergen.
Die Norm zielt darauf ab, die Ausbeutung und Industrialisierung von Algen zu fördern und gleichzeitig ihre Wiesen vor zerstörerischen Praktiken zu schützen, indem Maßnahmen für ein nachhaltiges Management festgelegt werden.

Schutz von Schlüsselarten
Einer der zentralen Punkte des Gesetzes ist der Schutz der Art Macrocystis pyrifera, bekannt als Kelpwälder. Die Norm verbietet deren Ernte durch direkten Schnitt und erlaubt nur die Sammlung durch Strandgut (Algen, die natürlich an die Küste gelangen).
Der Abgeordnete Mario Piero Boffi, Autor des Projekts, erklärte:
„Die Wälder von Macrocystis pyrifera spielen eine grundlegende Rolle bei der Abschwächung des Klimawandels, da sie Kohlenstoff auf natürliche Weise binden.“
Management invasiver Arten
Das Gesetz sieht auch eine differenzierte Behandlung für exotische Arten mit invasivem Verhalten wie Undaria pinnatifida vor.
Die zuständige Behörde kann deren Extraktion und Industrialisierung unter einem speziellen Regime genehmigen, um deren produktive Nutzung zu ermöglichen, jedoch mit staatlicher Kontrolle, um negative Auswirkungen zu vermeiden.
Zuständige Behörde und Sanktionen
Das Ministerium für Produktion, Handel und Industrie wird durch das Sekretariat für Fischerei und Aquakultur die zuständige Behörde sein, die:
- Genehmigungen erteilt.
- Die Aktivität überwacht.
- Erlaubte Sammelmethoden definiert.
Das Gesetz legt fest, dass jede Industrialisierungsaktivität über genehmigende Lizenzen verfügen muss und sieht ein Sanktionsregime für diejenigen vor, die die Bestimmungen nicht einhalten, um eine rationale Nutzung der Ressource zu gewährleisten.
Nachhaltige Meereswirtschaft
Mit dieser Genehmigung verstärkt Santa Cruz sein Engagement für eine nachhaltige Meereswirtschaft, fördert neue produktive Möglichkeiten im Zusammenhang mit Algen und konsolidiert den Schutz der marinen-küstennahe Ökosysteme als Grundlage für die langfristige Entwicklung.
Das „Neue Algen-Gesetz“ markiert einen Meilenstein im Umwelt- und Produktionsmanagement der Provinz und zeigt, dass es möglich ist, Arbeitsplätze und Mehrwert zu schaffen, während das Naturerbe des argentinischen Meeres erhalten bleibt.



