San Carlos de Bariloche, eine Touristenstadt in der argentinischen Patagonien, die berühmt für ihre Seen, Berge und alpine Architektur ist, steht vor einem weniger bekannten Problem: das Vorhandensein von freilaufenden Pferden, die durch Straßen und Autobahnen streifen. Diese Tiere, oft verlassen oder ohne rechtmäßigen Besitzer, stellen ein Risiko für die Verkehrssicherheit und das Tierwohl dar.
Eine beispiellose Maßnahme
Die Gemeinde hat das Kommunale Programm zur verantwortungsvollen Adoption von Pferden ins Leben gerufen, das eine institutionelle Lösung für die auf öffentlichen Straßen eingefangenen Pferde bietet. Die Initiative zielt darauf ab, ihre Genesung zu gewährleisten und sie in Familien zu reintegrieren, die ihnen angemessene Pflege bieten können.
Auf dem Bauernhof von Circuito Chico fand die zweite verantwortungsvolle Adoption statt: Kairo, ein auf der Straße gerettetes Pferd, erhielt tierärztliche und ernährungsphysiologische Betreuung, bevor es an seine neue Familie übergeben wurde. Der Prozess umfasste Interviews und Bewertungen, um sicherzustellen, dass das Tier über Unterkunft, Nahrung, Wasser und eine sichere Umgebung verfügt.

Verantwortungsvolle Haltung und Verkehrssicherheit
Der Verantwortliche des Bereichs, Pablo Roque, erklärte, dass ein freilaufendes Pferd von 500 oder 600 Kilo schwere Unfälle verursachen kann. Daher beinhaltet die Adoption konkrete Bedingungen:
- Angemessene Unterkunft.
- Ernährung und Zugang zu Wasser.
- Tierärztliche Betreuung und Begleitung.
- Verbleib innerhalb eines Geländes, um Risiken im öffentlichen Raum zu vermeiden.
Derzeit sind mehr als 40 Personen im kommunalen Adoptionsregister eingetragen, was es ermöglicht, jeden Fall „Pferd für Pferd“ zu analysieren und sicherzustellen, dass das Ziel angemessen ist.
Eine nachhaltige öffentliche Politik
Das Programm ist Teil einer von Bürgermeister Walter Cortés geförderten Politik, die den Bereich mit spezieller Ausrüstung, wie einem Pferdetransportwagen, verstärkt hat. Dies ermöglichte es, das Problem der freilaufenden Pferde effektiver anzugehen, die Verkehrssicherheit zu verbessern und die Lebensbedingungen der Tiere zu verbessern.
Die Gemeinde arbeitet bereits an der Vermittlung von drei weiteren Pferden und schreitet auf eine nachhaltige und verantwortungsvolle Lösung zu.
Adoptionsgeschichten
Die Protagonistin dieser zweiten Adoption war Micaela, eine junge Frau, die in Kairo viel mehr als nur ein Pferd fand: „Es war Liebe auf den ersten Blick. Es ist mein erstes Pferd, ich habe davon seit meiner Kindheit geträumt“, erzählte sie emotional. Ihr Engagement umfasst, ihn für den Sprung zu trainieren und ihm in dieser neuen Phase alle notwendigen Pflege zu bieten.
Jede Adoption ist eine Geschichte, die neu beginnt, eine Beziehung, die mit Geduld und Hingabe aufgebaut wird. Über die materielle Pflege hinaus ist die menschliche Präsenz und Begleitung unerlässlich, um den geretteten Tieren zu heilen und eine zweite Chance zu geben.
Das verantwortungsvolle Pferdeadoptionsprogramm in Bariloche setzt einen Präzedenzfall in der öffentlichen Tierwohlpolitik in Argentinien. Es bietet konkrete Lösungen für ein historisches Problem, kombiniert Verkehrssicherheit mit dem Schutz von Pferden und zeigt, dass gemeinschaftliches Management Realitäten verändern kann.



